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Immer öfter Hochwasser: Technische Gemeindebetriebe Bischofszell treffen Vorkehrungen

Führt die Thur Hochwasser, ist die Wasserförderung zeitweise eingeschränkt. Die Technischen Gemeindebetriebe Bischofszell (TGB) prüfen deshalb Möglichkeiten, um die Pumpwerke in Thurnähe für die Zukunft zu rüsten.
Cyrill Rüegger
Ante Jularic, TGB-Bereichsleiter Wasserversorgung, blickt bei Niederbüren auf die Thur. Unweit des rechten Flussufers befinden sich zwei Grundwasserpumpwerke. (Bild: Cyrill Rüegger)

Ante Jularic, TGB-Bereichsleiter Wasserversorgung, blickt bei Niederbüren auf die Thur. Unweit des rechten Flussufers befinden sich zwei Grundwasserpumpwerke. (Bild: Cyrill Rüegger)

Die Bischofszeller Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben die Zeichen der Zeit erkannt. An der Gemeindeversammlung Mitte Juni haben sie ein neues Reglement über die Abgaben für Trinkwasser einstimmig genehmigt. Damit hat das Volk den Weg für wichtige Investitionen freigemacht, die angesichts der vermehrt auftretenden plötzlichen Hochwassersituationen nötig werden.

Wasser fliesst auch unterirdisch

Ante Jularic, TGB-Bereichsleiter Wasserversorgung, bestätigt, dass Thur und Sitter tendenziell häufiger Hochwasser führen. Neben ihm strömt die Thur am Golfplatz Niederbüren vorbei in Richtung Bischofszell. Aufgrund der Niederschläge Mitte Juni ist der Wasserstand an diesem Tag besonders hoch. Das Wasser fliesst aber nicht nur oberflächlich, sondern auch unter der Erde. Direkt gegenüber dem Golfplatz befinden sich die Pumpwerke Stocketen und Grueben. Mit ihnen holen die Technischen Gemeindebetriebe Bischofszell rund 60 Prozent ihres Wasserbedarfs aus dem Untergrund.

Flusswasser infiltriert Grundwasser

Der Standort des Grundwasservorkommens in unmittelbarer Nähe zur Thur bringe Herausforderungen mit sich, sagt Jularic. «Die Qualität des geförderten Wassers ist bei normaler Thur- und Grundwasserhöhe einwandfrei. Steigt der Pegel der Thur aber schnell an, versickert Flusswasser in den Untergrund.» Dadurch könnten chemische und mikrobiologische Rückstände ins Grundwasser geraten. Während die mikrobiologischen Bestandteile mit den vorhandenen Einrichtungen eliminiert werden, ist das bei den chemischen Bestandteilen derzeit nicht möglich. «Sobald das Grundwasser den Pegelstand von 476,4 Metern über Meer erreicht, werden die Pumpwerke deshalb automatisch abgestellt», erklärt Jularic.

Wasser wird analysiert

Jularic rechnet damit, dass Hochwassersituationen in Zukunft weiter zunehmen werden. Die Technischen Gemeindebetriebe Bischofszell prüfen deshalb Möglichkeiten, die Aufbereitungsstufe der Pumpwerke zu erhöhen, sodass in Zukunft auch die chemischen Bestandteile entnommen werden können. In der Folge könnten die Pumpen mehr Wasser fördern, sagt Jularic. Derzeit werde das Grundwasser analysiert, um herauszufinden, welche Aufbereitungsstufe sinnvoll ist und wie die Investitionen optimal eingesetzt werden können. Neben fundiertem Fachwissen sei auch eine enge Zusammenarbeit mit den Partnern aus den umliegenden Gemeinden gefragt, um die Pumpwerke optimal für die Zukunft zu rüsten.

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