Imagepflege über den Gaumen: Drei Winzer wollen Thurgauer Weine bewerben

Drei Winzer aus Weinfelden und Schlattingen bilden das Weintrio Thurgau. Mit einem gemeinsamen Paket wollen die Winzer Thurgauer Weine bewerben.

Mario Testa
Drucken
Teilen
Spannen für ihr Weintrio zusammen: Die Winzer Martin Wolfer, Michael Burkhart und Thomas Schmid.

Spannen für ihr Weintrio zusammen: Die Winzer Martin Wolfer, Michael Burkhart und Thomas Schmid.

Bild: Mario Testa (Weinfelden, 19. November 2020)

Wenn Westschweizer Weinhändler im Thurgau eine Bestellung aufgeben, ist das ein Anlass zur Freude. In der Westschweiz wird viel Wein getrunken, in diesem Falle zu viel für die Adressaten der Bestellung, die beiden Weinfelder Winzer Martin Wolfer und Michael Burkhart, sowie ihr Kollege Thomas Schmid aus Schlattingen.

«Der Weinhändler wollte Thurgauer Weine in der Westschweiz promoten und von uns dreien jeweils Pinot Noirs, mehrere tausend Flaschen», sagt Michael Burkhart. «Wir haben dann lange diskutiert, aber konnten nicht zusagen, da wir solche Mengen einfach nicht liefern können.»

Gemeinsam stärker

Trotzdem blieb etwas von der Idee hängen, mit einem gemeinsamen Auftritt Begeisterung für Thurgauer Weine zu wecken. «Alleine geht es gut, gemeinsam aber oft noch viel besser», ist das Motto der dreien. «Wir wollen die schwierige Situation gemeinsam meistern», sagt Thomas Schmid.

«Uns geht es allen recht gut, wir haben viel Privatkundschaft. Aber auch wir merken den Rückgang beim Weinverkauf wegen der fehlenden Anlässe.»

Also haben sie sich als Weintrio Thurgau zusammengetan und verkaufen nun ein Sortiment ihrer Weine. Sechs rote oder sechs weisse finden sich in den Kartons, die sie nun bis Weihnachten verkaufen wollen, je zwei Flaschen pro Winzer. «Wir haben die Sorten so ausgewählt, um eine möglichst grosse Vielfalt zu zeigen, die der Thurgau an Weinen bietet», sagt Martin Wolfer.

Es gehe ihnen nicht primär um eine Verkaufssteigerung. «Es soll einfach zeigen, dass vieles besser geht, wenn man es gemeinsam anpackt. ‹Elbögle› hilft auf lange Frist niemandem», sagt Michael Burkhart.