Im Schwimmbad Bischofszell geht eine turbulente Saison zu Ende: Bademeister Patrick Hauser erzählt, was ihm besonders in Erinnerung bleiben wird

Nach einer kleinen Verlängerung verabschiedet sich das Schwimmbad Bischofszell in die Winterpause.

Barbara Hettich
Drucken
Teilen
Bademeister Patrick Hauser im Schwimmbad Bischofszell.

Bademeister Patrick Hauser im Schwimmbad Bischofszell.

Barbara Hettich

Eigentlich wäre die Badesaison in Bischofszell schon vor einer Woche zu Ende gewesen. Doch im Schwimmbad tummelten sich auch vergangene Woche noch Badegäste. Das schöne Wetter und die hohen Temperaturen lockten ins kühle Nass. «Es ist super schön, das Wasser mit 20 Grad zwar nicht mehr so warm, dafür wunderbar erfrischend», sagt ein Badegast.

Bademeister Patrick Hauser freut sich über die Rückmeldung. «Aufgrund der Coronapandemie konnten wir mit dreiwöchiger Verspätung erst im Juni aufmachen, jetzt konnten wir die Saison dafür etwas verlängern.» Dass ein Schwimmbad ein paar Tage länger offen bleibt, ist nicht selbstverständlich, es gibt Anstellungsverträge, die eingehalten werden müssen. Patrick Hauser und ist voll des Lobes für seine Mitarbeitenden und erklärt:

«Die Verlängerung war nur möglich, weil wir ein sehr flexibles Team haben.»

Auch mit dem Saisonverlauf ist er zufrieden. «Es gab keine gröberen Verletzungen, nur kleinere Blessuren und so viele Wespenstiche wie noch nie. Aber wenn alle Badegäste wieder gesund nach Hause gehen können, dann ist das für uns eine gelungene Saison.»

Ein letzter Sprung ins kühle Nass vor Saisonende.

Ein letzter Sprung ins kühle Nass vor Saisonende.

Barbara Hettich

Die diesjährige Badesaison dürfte als aussergewöhnlich in Erinnerung bleiben: Die Technischen Betriebe gaben das Schwimmbad an die Stadtverwaltung ab, der langjährige Bademeister kündigte und Patrick Hauser, seit 2014 stellvertretender Bademeister, übernahm mit neuem Team den Betrieb. Dann kam Corona und die Unsicherheit, ob und wie man die Badesaison gestalten könne. Vom Bund gab es Vorgaben, wie viele Badegäste pro Quadratmeter sich gleichzeitig im Schwimmbad aufhalten dürfen. Hauser erklärt:

«Wir hatten die Vorgabe von 450 Personen und zählten manuell, wer rein- und rausging.»

Via Internet konnte man live die Entwicklung der Besucherzahlen mitverfolgen. «Wir mussten nur an drei Tagen den Zugang kurzzeitig schliessen», sagt Patrick Hauser. Und: «Die Badegäste zeigten sich verständnisvoll.» Ob sich die Badesaison auch finanziell ausbezahlt hat, kann der Bademeister noch nicht abschätzen. Er glaubt aber, dass sich die Zahlen trotz Corona im Bereich der vergangenen Jahre bewegen dürften. Viele Bischofszellerinnen und Bischofszeller seien in den Sommerferien zu Hause geblieben, «das haben wir gespürt.»

In den kommenden Wochen wird Patrick Hauser nun dafür sorgen, dass die Anlage unbeschadet den Winter übersteht und im kommenden Jahr wieder für viel Freude sorgt.