Im Romanshorner Zentrum entstehen neue Wohnungen

Drei Häuser in Romanshorn werden abgerissen. Sie weichen einer Überbauung, die schon lange geplant ist.

Alessa Sprinz
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Die Credit Suisse Fonds AG lässt diese Häuser abbrechen.

Die Credit Suisse Fonds AG lässt diese Häuser abbrechen.

Donato Caspari

Die Pizzeria Corallo Blu und das Restaurant und Hotel Hecht werden – zusammen mit einem dritten Haus – abgerissen. Oberhalb vom Bahnhof, zwischen der Mittleren Gasse und der Löwenstrasse, soll Platz gemacht werden für etwas Neues.

Nicht mehr viel übrig


(mso) Das Gebiet zwischen Bahnhof und Alleestrasse war einst als Bermudadreieck bekannt. Zu tun hatte das mit den vielen Beizen, in denen der eine oder andere zumindest vorübergehend verloren ging. Mittlerweile sind von den Restaurants nicht mehr viele übrig. Zuletzt verschwand das «Bahnhöfli» und jetzt werden auch der ehemalige «Löwen» und der «Hecht» plattgemacht. Los war darin schon länger nichts mehr.

Die drei Parzellen 176, 177 und 178 gehören seit kurzem der Credit Suisse Fonds AG mit Sitz in Zürich. Die Firma hat die Grundstücke Mitte Juni erworben. Jetzt soll dort eine Überbauung realisiert werden, schreibt die Medienverantwortliche der Credit Suisse, Ute Vikas Epprecht, auf Anfrage. Geplant sind rund 30 Wohnungen. Im Erdgeschoss sollen eine Einstellhalle sowie Büro- und Gewerbeflächen entstehen. Die Baubewilligung liege vor, sagt die Medienverantwortliche.

Neue Besitzer übernehmen alte Pläne

Das Projekt ist kein neues. Bereits die Vorbesitzerin des Areals, die Kiwi Property Group AG, plante an dieser Stelle eine Überbauung. Die Credit Suisse übernimmt die Pläne, macht aber an der Fassade kleine Anpassungen, schreibt Vikas Epprecht. «Die Baufertigstellung ist für Mai und die Begrünung für Juni 2022 vorgesehen.»

Der Bau der Raiffeisen (rechts) ist noch ohne Fassade.

Der Bau der Raiffeisen (rechts) ist noch ohne Fassade.

Donato Caspari

Dass lange nichts gegangen ist, hat unter anderem mit der Raiffeisen Pensionskasse Genossenschaft zu tun, die auf der Nachbarparzelle mittlerweile zwei Wohn- und Gewerbehäuser gebaut hat, denen das in die Jahre gekommene Hotel Bahnhöfli weichen musste.

Der Streit wurde beigelegt

Anfänglich waren beide Parteien mit den Bauvorhaben der jeweils anderen Seite nicht einverstanden. Die Raiffeisen Genossenschaft machte Anfang 2017 Einsprache, die Kiwi ergriff ebenfalls Rechtsmittel. Im November wurden Gespräche für eine Übereinkunft geführt. Ende Januar 2018 sah es denn so aus, als hätten sich die beiden Bauherren geeinigt. Die Pläne wurden aufeinander abgestimmt. Es wurde sogar eine gemeinsame Tiefgarage geplant. Die Kiwi macht dann aber nicht vorwärts.

Die neuen Eigentümer der Liegenschaften wollen nicht länger warten.