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Im Penaltyschiessen: HC Thurgau holt sich gegen Sierre den ersten Sieg

Der HC Thurgau kann's in der neuen Saison (noch) nicht besser, aber länger. Hatte er im Auftaktspiel gegen Kloten in der Verlängerung 2:3 verloren, resultierte am Samstagabend in Sierre ein 4:3-Erfolg nach Penaltyschiessen. Gleich drei Thurgauer hatten im Eins-gegen-Eins getroffen.
Matthias Hafen aus Sierre
Kellen Jones (vorne) und Captain Patrick Parati behielten kühlen Kopf in der hitzigen Atmosphäre der Grabenhalle in Sierre. (Bild: Mario Gaccioli, Kreuzlingen, 18. August 2019)

Kellen Jones (vorne) und Captain Patrick Parati behielten kühlen Kopf in der hitzigen Atmosphäre der Grabenhalle in Sierre. (Bild: Mario Gaccioli, Kreuzlingen, 18. August 2019)

Am Abgeklärtesten zeigten sich die Thurgauer in Sierre ganz am Schluss. Dominic Hobi, Connor Jones und Kellen Jones trafen hintereinander im Penaltyschiessen und rollten damit den Teppich zum ersten Sieg in der neuen Saison aus. Weil im Tor auch Janick Schwendener wieder stark hielt, stand der 4:3-Sieg selbst nach Niki Altorfers Fehlschuss fest.

Die zwei Punkte gegen den Liganeuling tun dem HC Thurgau deshalb gut, weil er sie sich redlich erkämpft hat. Zwar gab der Playoff-Halbfinalist der vergangenen Saison gegen den Aufsteiger auch einen Punkt ab. Doch als erster Gegner nach der Promotion der Walliser hatten es die Ostschweizer in der mit 2327 Zuschauern gut gefüllten Grabenhalle besonders schwer. So motiviert wie Sierre am Samstag angetreten war, wird sich die Mannschaftvon Trainer Dany Gélinas wohl erst wieder im Derby gegen Visp zeigen.

51:26 Schüsse zu Gunsten des HC Thurgau

Der HC Thurgau bekam zu spüren, dass der HC Sierre ein Aufsteiger mit Ambitionen ist. Zeitweise wähnte man sich in dieser Partie der zweiten Runden schon mitten im Strichkampf, so intensiv war das Geschehen auf dem Eis. Vor allem in der Schlussphase, beim Stand von 3:3, wogte die Partie auf und ab. Zuerst hatte der HCT eine Druckphase, dann wieder Sierre. Kellen Jones hatte in der 52. Minute in Unterzahl den Siegestreffer auf dem Stock, doch er traf nur den Pfosten. Der HCT war in der Grabenhalle die deutlich aktivere Mannschaft und suchte den Sieg mehr als das Heimteam. 51:26 Schüsse zeugen davon.

Weil aber aus den acht Walliser Schüssen im Startdrittel bereits zwei Gegentore resultiert hatten, rannte der HCT zwei Drittel lang einem Rückstand hinterher. Nicola Aeberhard, der bei den ersten zwei Gegentreffern nicht seine stärkste Leistung abrief, wurde nach der ersten Pause durch Schwendener ersetzt, der schon am Abend zuvor gegen Kloten stark gehalten hatte. Mit neuem Goalie und neuem Schwung glich Connor Jones die Partie in der 25. Minute mittels Shorthander zum 2:2 aus. Zu jenem Zeitpunkt sass Janik Loosli die erste Thurgauer Strafe des Abends ab.

HCT-Fans stehen dem Heimpublikum in nichts nach

Wie fragil das Thurgauer Gebilde in dieser Saison noch ist, zeigten jedoch die Minuten danach. Mit der Unterstützung von über 2000 Zuschauern traf Sierres Kanadier Guillaume Asselin praktisch im Anschluss zum 3:2. Diesmal sass HCT-Captain Patrick Parati auf der Strafbank. Der Aufsteiger war der erwartet hartnäckige Gegner. Seine teils unkonventionelle Spielweise machte die Sache für die Ostschweizer nicht einfacher. Über den Kampf und den Willen zum Sieg kam Thurgau jedoch wieder zurück in die Partie. Melvin Merola glich nach Vorarbeit von Adam Rundqvist und Niki Altorfer kurz nach Beginn des letzten Drittels zum 3:3 aus. Dass der HCT unter dem Druck der eindrücklichen Kulisse in der Grabenhalle nicht nochmals einbrach, machte die zwei Punkte umso wertvoller - und die Heimreise deutlich erträglicher.

Nicht zuletzt machte sich der HC Thurgau in Sierre auch dank seiner Anhänger neue Freunde. Wie die Gruppe der 60 bis 70 mitgereisten HCT-Fans im Gästesektor während der gesamten Spieldauer für Stimmung sorgten, war einfach grossartig und beeindruckte auch das Walliser Publikum. Dass es nach dem gewonnenen Penaltyschiessen sogar vom Eismeister auf dem Zamboni noch ein «Daumen hoch» für die HCT-Fans gab, zeugte vom gegenseitigen Fairplay an diesem Abend.

Sierre – Thurgau 3:4 n. P. (2:1, 1:1, 0:1)

Graben – 2327 Zuschauer – SR Massy/Erard, Micheli/Steenstra.
Tore: 6. Castonguay (Massimino) 1:0. 8. Montandon (Vouillamoz) 2:0. 14. Frei (Scheidegger) 2:1. 26. Connor Jones (Kellen Jones/Ausschluss Loosli!) 2:2. 28. Asselin (Bezina, Castonguay/Ausschluss Parati) 3:2. 44. Merola (Rundqvist, Altorfer) 3:3.
Penaltyschiessen: Asselin –, Hobi 0:1; Rimann 1:1, Connor Jones 1:2; Castonguay 2:2, Kellen Jones 2:3; Impose –, Altorfer –; Massimino –.
Strafen: je 2-mal 2 Minuten.
Sierre: Giovannini; Bezina, Dozin; Wyniger, Guebey; Smons, Maxime Montandon; Devesvre, Vouardoux; Massimino, Castonguay, Asselin; Impose, Heinimann, Riat; Ducret, Rimann, Vouillamoz; Abreu De Nobrega, Loïc Privet, Fellay.
Thurgau: Aeberhard (ab 21. Schwendener); Parati, Seiler; Collenberg, Steinauer; Scheidegger, Dufner; Engeler; Altorfer, Connor Jones, Kellen Jones; Loosli, Rundqvist, Merola; Hobi, Rehak, Hollenstein; Moser, Niedermaier, Frei; Zanzi.
Bemerkungen: Sierre ohne Meyrat, Kyparissis, Patry (alle verletzt) und Bernazzi (überzählig). Thurgau ohne Wildhaber (abwesend/familiäre Gründe), Brändli, Fechtig, Kellenberger, Mossmann (alle verletzt) und Huber (überzählig).

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