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Im Kreuzlinger Wald hat sich viel verändert

Nach 20 Jahren als Präsident der Bürgergemeinde ist Urs Neuweiler zurückgetreten.
Er kann von vielen positiven Entwicklungen berichten. Sorgen bereitet ihm hingegen die Eschenwelke.
Kurt Peter
Urs Neuweiler war viele Jahre Präsident der Bürgergemeinde Kreuzlingen. Jetzt hat er das Amt abgegeben. (Bild: Andrea Stalder)

Urs Neuweiler war viele Jahre Präsident der Bürgergemeinde Kreuzlingen. Jetzt hat er das Amt abgegeben. (Bild: Andrea Stalder)

Nach insgesamt 37 Jahren in der Bürgerverwaltung, davon 20 Jahren als Präsident, gab Urs Neuweiler an der letzten Generalversammlung dieses Amt an Cornelia Zecchinel ab. Im Gespräch blickt er zurück und weiss von grossen Veränderungen zu berichten. «Ich war froh, zunächst 17 Jahre das Amt des Aktuars der Bürgergemeinde Kreuzlingen zu haben, denn vom Wald hatte ich zunächst wenig Ahnung. Ich war auf dem See zu Hause», blickt er zurück.

«Vor 30 Jahren gab es noch die Waldputzete, so wurden 1987 22 Vereine aufgeboten, um die Äste einzusammeln. Diese wurden entweder auf einen Haufen geschichtet und angezündet oder vom Förster abgeführt.» Heute undenkbar, liege die Priorität doch auf der Förderung der Biodiversität mit dem dazu notwendigen Totholz.

Auf Sturm Lothar folgten die Borkenkäfer

In Erinnerung sei ihm der 26. Dezember 1999 geblieben, als der Sturm Lothar auch in der Region Kreuzlingen für grosse Schäden sorgte. Die zahlreichen entwurzelten Bäume waren eine Folge, doch die nächste Katastrophe folgte mit einer massiven Borkenkäferplage in den Fichtenbeständen. «Das hat die Bürgergemeinde stark getroffen.»

Sorgen macht ihm die Eschenwelke: «Die Situation beruhigt sich nicht. Vielleicht gibt es bald keine Eschen mehr. Dann wachsen halt andere Baumarten». Positiv in Erinnerung bleibt Urs Neuweiler die Gründung der Betriebsgemeinschaft Pro Forst 2001. Neben der Bürgergemeinde hatten sich die Schuppiskorporation, der Staatswald und Bottighofen zusammengetan und im Bärenhölzli den neuen Betriebsstandort eingerichtet.

«Das bedeutete, dass wir unseren bestehenden Forstbetrieb, die heutige Wildsauenhütte, für einen neuen Zweck zur Verfügung hatten»

erzählt er. Das Vorhaben, einen neuen offenen Unterstand zu bauen und die Hütte zu sanieren, sei nicht überall auf Zustimmung gestossen. Doch an der Versammlung 2006 sei der Kredit von 350'000 Franken angenommen worden. «Die Eröffnung konnten wir im April 2008 feiern».

Die Vermietung ist ein wichtiges Standbein

Die Vermietung der Wildsauenhütte ist für die Bürgergemeinde Kreuzlingen ein wichtiges finanzielles Standbein.

«Ohne die durchschnittlich 30'000 Franken, die wir jährlich einnehmen, könnten wir kaum mehr bestehen»

erklärt Urs Neuweiler. Denn im Moment gebe es viel Holz auf dem Markt, die Preise seien im Keller. «Was sich gut verkauft, aber wetterabhängig ist, sind Brennholz und Holzschnitzel. Für Edelhölzer gibt es wohl gute Preise, diese sind aber selten».

Wenn der abgetretene Präsident in die Zukunft blickt, dann nennt er die Kreuzlinger Südumfahrung: «Die Bürgergemeinde wird sich für eine möglichst grosse Überdeckung bei der Wildsauenhütte einsetzen, das ist wichtig für den Wildwechsel und die Schonung des Naherholungsgebietes».

Dafür kann er sich auch persönlich einbringen, denn als Vizepräsident bleibt Urs Neuweiler in der Verwaltung. «So kann ich die neue Präsidentin unterstützen und meine Erfahrung einbringen». Das habe sich Cornelia Zecchinel auch so gewünscht.

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