Im Kreuzlinger Seemuseum kommt jetzt vieles besser zur Geltung

Bis auf einige Abschlussarbeiten ist der Umbau fertig.

Urs Brüschweiler
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Mitarbeiter Julian Fitze, Betriebskommissionspräsident Ueli Wepfer und Stiftungsratspräsident Markus Thalmann begutachten die Umbauten. (Bild: Reto Martin)

Mitarbeiter Julian Fitze, Betriebskommissionspräsident Ueli Wepfer und Stiftungsratspräsident Markus Thalmann begutachten die Umbauten. (Bild: Reto Martin)

Sie zieht die Blicke auf sich: die Schiffsdampfmaschine von 1904, ein metallenes Stück Geschichte. Das Ungetüm hat seinen neuen Platz gefunden, im Foyer des Seemuseums. «Sie ist ein Stilelement und passt perfekt an diese Stelle», sagt Betriebskommissionspräsident Ueli Wepfer. Der Umbau der alten Gemäuer ist fast fertig, das Museum bereits wieder für Besucher geöffnet. Beim Rundgang mit Stiftungsratspräsident Markus Thalmann und Mitarbeiter Julian Fitze erklärt er, was sich im vergangenen halben Jahr verändert hat, hier im Seemuseum.

Es sind nun viele Elemente aufeinander abgestimmt

Am meisten ins Auge springt dem Museumsbesucher die Wendeltreppe. Nicht mehr rot und freistehend, sondern schwarz und in einen durchgehenden Zylinder eingefasst, ist sie jetzt. Die Brandschutzvorschriften verlangten diese aufwendige Einhausung, die optisch sehr gelungen ist.

Im Eingangsbereich des Seemuseums steht neu eine einladende Empfangstheke. Rechter Hand, wo einst Kassenschalter und Büros waren, befindet sich nun das Kafi. Der Raum ist ein Bijou geworden und bietet deutlich mehr Platz und Komfort für die Gäste. Die Einrichtung ist liebevoll gestaltet, es gibt ein Sofa, und eine kleine Küche steht zur Verfügung.

«Für das Team aus Ehrenamtlichen ist es eine riesige Freude und auch Motivation, das Kafi weiterhin so engagiert zu betreiben»

sagt Thalmann. Der Raum könne zudem für Anlässe gemietet werden. Ebenso wie der bei Hochzeitsgesellschaften beliebte und nun modernisierte Gewölbekeller. Er besitzt neu eine Bühne und ist rollstuhlgängig. Dank dem unauffällig eingebauten Lift ist dies jetzt das gesamte Seemuseum. «Bis auf den dritten Stock», schränkt Thalmann ein. Einen weiteren Treppenlift ins Dachgeschoss musste man aus Kostengründen vorerst zurückstellen.

Stiftungsräte suchen noch Unterstützer

Die Brandschutzvorschriften hätten das Gesamtprojekt leider etwas kostspieliger werden lassen, als man ganz am Anfang dachte, nämlich 1,25 Millionen Franken. Nach dem grossen Beitrag der Stadt von 800000 Franken, einem langfristigen privaten Darlehen über eine Viertelmillion Franken und den bisher gesammelten Spenden von 110000 Franken klafft noch ein Loch von etwa 90000 Franken in der Finanzierung. «Es sind derzeit viele Anfragen am Laufen. Wir Stiftungsräte führen aktuell sehr viele Gespräche», sagt Markus Thalmann. «Wir sind zuversichtlich, das Ziel zu erreichen.»