Kommentar

Im Kreuzlingen sind die Frauen auf dem Vormarsch

Fast die Hälfte aller Kantonsräte aus dem Bezirk sind weiblich. Die Erneuerung ist gelungen, schreibt Redaktor Urs Brüschweiler in seinem Kommentar. 

Urs Brüschweiler
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Kreuzlingen-Redaktor Urs Brüschweiler

Kreuzlingen-Redaktor Urs Brüschweiler

Bild: TZ

Die grossen Änderungen bleiben im Bezirk Kreuzlingen aus. Die SVP kann dank der Listenverbindung mit der EDU einen zusätzlichen Sitz ergattern. Die Liste der Volkspartei war stark genug, dass sie ihre vier Abgänge während der vergangenen Legislatur mehr als nur kompensieren konnte. Die Erneuerung ist der Partei gelungen. Heute grüssen gleich drei junge Frauen von der Spitze der parteiinternen Rangliste.

Im Bezug auf den Frauenanteil gilt das auch fürs Gesamtbild: 2016 wurden 9 Frauen gewählt, 2020 sind schon elf von 23 Kantonsräten aus Kreuzlingen weiblich.

Starke Frauen wo man hinschaut: Christina Pagnoncini, Neo-Gemeindepräsidentin des Kemmentals, macht den Abgang von Klemenz Somm vergessen und überflügelt bei den Grünliberalen den Kreuzlinger Bildungsunternehmer Reto Ammann. Cornelia Zecchinel überholt alle Männer bei der FDP.

Die SP schickt gar nur noch Frauen in den Grossen Rat. Nina Schläfli macht das beste Resultat aller 163 Kandidaten. Doch den Sozialdemokraten hat ausgerechnet ein Mann die Suppe verhagelt. Peter Dransfeld nimmt einen Sitz mit zu den Grünen, wo dieser nun auch definitiv bleibt. Er muss sich aber wegen Unkenrufen im linken Lager nicht grämen. Der Ermatinger zeigt im Grossen Rat vehementes Engagement, setzt sich für seine Wähler dort ein, wo es den Mächtigen wehtut, und darf nun dafür den Lohn ernten.

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