Im Kemmental beginnt die Ära Pagnoncini

Die neue Gemeindepräsidentin hat das Amt angetreten. Sie startet topmotiviert.

Martina Eggenberger Lenz
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Christina Pagnoncini an ihrem neuen Arbeitsplatz auf der Gemeindeverwaltung Kemmental.

Christina Pagnoncini an ihrem neuen Arbeitsplatz auf der Gemeindeverwaltung Kemmental.

(Bild: Reto Martin)

Am 30. Dezember war sie noch in Güttingen auf der Gemeindeverwaltung. Gestern hatte Christina Pagnoncini ihren ersten offiziellen Arbeitstag im Kemmental. Ihr Büro wirkt bereits gut eingerichtet: auf dem Stehpult zwei Monitore, die ersten Akten und Ordner ordentlich abgelegt, auf dem Gestell hinter ihr der Wimpel mit dem Kemmentaler Wappen.

Von sanftem Einstieg keine Spur, die neue Gemeindepräsidentin will anpacken, das ist spürbar. «Ich freue mich richtig.» Eine der ersten Aufgaben, mit denen sie sich beschäftigen will, ist die Vorbereitung des Neuzuzügeranlasses Mitte Januar. Auch die Revision der Ortsplanung und die Anpassung des Baureglementes möchte die neue Chefin rasch vorantreiben, um die wichtigen Planungsinstrumente möglichst Ende Jahr parat zu haben. Mit dem Rechnungsabschluss wird sie sich beschäftigen und auf die Gemeindeversammlung im Juni hinarbeiten beziehungsweise den Investitionsplan definieren.

Keine Chefin, die sofort alles umkrempelt

Die letzten drei Gemeinderatssitzungen war die 47-Jährige bereits mit dabei. Die nächste wird aber die erste sein, die sie selber leitet. «Mein erster Eindruck ist durchwegs positiv. Das Gremium arbeitet sehr harmonisch.» Ebenfalls nur positive Worte findet die neue Gemeindepräsidentin für die Verwaltung.

«Wie es scheint, darf ich eine gesunde Gemeinde übernehmen.»

Das Personal nehme sie als motiviert wahr, die Konzepte seien gut. «Aber auch wenn es anders wäre, würde ich nicht sofort rein schiessen. Das ist nicht meine Art. Ich habe zwar auch meine eigenen Ideen, aber die muss ich nicht sofort umsetzen.» Die ehemalige Gemeindeschreiberin von Güttingen ist froh über das breite Fachwissen, das sie sich in ihrem letzten Job aneignen konnte. Von der Tätigkeit auf der Stadtverwaltung in Kreuzlingen nimmt sie mit, dass starke Strukturen und klare Abläufe durchaus hilfreich sein können.

Ein besonderes Anliegen ist Christina Pagnoncini die offene Kommunikation und das Einbinden der Bevölkerung. «Ich wünsche mir, dass die Einwohner mit ihren Anliegen auf mich zukommen.» Wichtig ist der Alterswilerin auch eine gute Vernetzung. Sie freut sich daher sehr, dass sie bereits in den Vorstand der Regionalplanungsgruppe gewählt worden ist. Und sie hofft auch auf eine Wiederwahl in den Kantonsrat. «Diese Mitwirkung ist wertvoll, ebenso wie die guten Kontakte.»

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