Im Frauenfelder Alterszentrum Park gibt es viel Platz für die Physiotherapie - aber kein Bad mehr

Im Alterszentrum Park öffnen die neuen Physiotherapieräume. Das Bad ist verschwunden, aus Kostengründen wie die Frauenfelder Stadträtin Elsbeth Aepli erklärt. Die Eröffnung musste coronabedingt verschoben werden.

Samuel Koch
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Im Eingangsbereich der frisch renovierten Physiotherapie zum Park: Bauleiter Gianni Zorzini, die Physiotherapeuten Rebekka Kraft und Gonçalo Fernandes, AZP-Leiter Bernhard Liepelt, AZP-Leiter Hotellerie Michael Tobler sowie Stadträtin Elsbeth Aepli.

Im Eingangsbereich der frisch renovierten Physiotherapie zum Park: Bauleiter Gianni Zorzini, die Physiotherapeuten Rebekka Kraft und Gonçalo Fernandes, AZP-Leiter Bernhard Liepelt, AZP-Leiter Hotellerie Michael Tobler sowie Stadträtin Elsbeth Aepli.

Bild: Samuel Koch (Frauenfeld, 12. Juni 2020)

Weniger Bad, mehr Physio. So fasst Stadträtin Elsbeth Aepli die neue Situation in der Physiotherapie im Park zusammen und zitiert damit einen früheren ­Artikel in dieser Zeitung. «Das passt perfekt», sagt Aepli und freut sich darüber, was nach dem Ja im Gemeinderat zum Kredit über 965000 Franken nach rund fünfmonatiger Bauzeit ab Januar entstanden ist.

Normalerweise schaue sie bei Baustellen immer mal wieder vorbei, wie es vorwärtsgeht. «Coronabedingt war das leider nicht möglich», sagt Aepli beim Rundgang durch die neuen Räume am Freitagnachmittag. «Ich freue mich riesig», sagt Bernhard Liepelt, Leiter im Alterszentrum Park (AZP), während Michael Tobler wegen des abgesperrten Parks kurzerhand eine Klasse wegweisen muss.

Flexibilität dank Vorhängen und Trennwänden

Augenfällig im Innern sind die hellen Farben, die grosszügige Raumaufteilung und der barrierefreie Zugang. Und das Therapiebad aus den 90er-Jahren ist verschwunden. «Wir haben es plafoniert und die Badtechnik entfernt», sagt Bauleiter Gianni Zorzini. Ein Ersatz des Bades sei nie ein Thema gewesen, sagt Stadträtin Aepli, auch wegen der hohen Kosten.

Im grossen Gruppenraum können mit Trennwänden Abteile kombivalent hergerichtet werden, und Vorhänge sorgen für die nötige Privatsphäre. «Für geriatrische Patienten brauchen wir Platz, den wir jetzt haben», sagt Physiotherapeutin Rebekka Kraft.

Zudem vereinfacht ein Personalraum mit offener Küche, eigener Garderobe und eigenem WC die Arbeit der Physio-Teams. «Jetzt haben wir Räume, wie es sie sonst in einer Physiotherapie gibt», sagt Gonçalo Fernandes und freut sich nach der Züglete aus dem Provisorium im Haus Sapone nebenan in der neuen Physiotherapie zum Park auch auf externe Gäste.

Pandemie verschiebt Eröffnung

Die seit 2015 eingemietete Praxis beteiligt sich durch einen höheren Mietzins am Umbau. Und Aepli betont, dass keine Steuergelder in diesen Umbau fliessen.

Elsbeth Aepli, Stadträtin Frauenfeld

Elsbeth Aepli, Stadträtin Frauenfeld

Bild: Reto Martin
«Das AZP finanziert den Umbau komplett aus eigenen Mitteln.»

Was nicht auf den ersten Blick sichtbar ist: Die Bauarbeiter installierten eine neue Lüftung und erzielten mit neuen Fensten und besser gedämmten Aussenwänden eine wärmetechnische Verbesserung.

Der Pandemie geschuldet hat sich die jetzige Wiedereröffnung um wenige Wochen verzögert. Zwar fehlt noch die Schlussabrechnung, sagt Elsbeth Aepli. «Wir sind aber sicher nicht über dem Kostenvoranschlag», meint sie schmunzelnd und ergänzt: «Laut Bauleiter Zorzini sind wir sogar darunter.»

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