IG Metropol begrüsst Expertise

Der Arboner Stadtrat will ein neutrales Gutachten, bevor die HRS ihr Projekt Riva weiter vorantreiben kann. Die Metropol-Anhänger freuts.

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So könnte die Arboner Skyline einmal aussehen: Doch die beiden geplanten Wohntürme stossen bei der IG Metropol nicht auf Gegenliebe.

So könnte die Arboner Skyline einmal aussehen: Doch die beiden geplanten Wohntürme stossen bei der IG Metropol nicht auf Gegenliebe.

Bild: Visualisierung IG Metropol

(red) Obwohl die Schutzwürdigkeit des ehemaligen Hotels Metropol von keiner Partei bestritten wurde, hat der frühere Stadtrat und danach der Kanton die Liegenschaft aus wirtschaftlichen Gründen als nicht schutzwürdig beurteilt. Man habe dies zur Kenntnis genommen, schreibt die Interessengemeinschaft Metropol. «Die IG Metropol begrüsst nun die Absicht des neuen Stadtrats, vor der weiteren Bearbeitung des HRS-Projekts Riva zu klären, ob sich die zwei geplanten, gut 40 Meter hohen Wohntürme direkt am See mit dem Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (Isos) vereinbaren lassen», heisst es im Schreiben weiter. Arbon sei in diesem behördenverbindlichen Inventar explizit erfasst.

Stadtrat soll regelmässig informieren

Durch die Aufnahme ins Isos werde deutlich gemacht, dass ein Ort in besonderem Masse die uneingeschränkte Erhaltung verdiene. Die ganze Uferlinie am See und das Ortsbild von Arbon verdienen nach Ansicht der IG Metropol diesen besonderen Schutz. «Es wäre unseriös und unverantwortlich, weitere kostspielige Schritte wie eine Volksabstimmung in die Wege zu leiten, ohne diese wesentliche Frage durch eine neutrale Expertise zu klären», schreibt die IG Metropol. Sie gehe davon aus, dass der Stadtrat nun rasch ein versiertes Planungsbüro mit dem Gutachten beauftrage und regelmässig über das weitere Vorgehen informiere.

Keine Visitenkarte für Arbon

Die IG Metropol bedaure, dass das Hotel Metropol mit seinem Bretterverschlag heute alles andere als eine attraktive Visitenkarte darstelle. Diese Lösung spreche auch nicht für den Innovationsgeist der heutigen Besitzer. Die IG meint, dass zumindest das Restaurant und die Seeterrasse während der touristischen Saison wieder genutzt werden sollten. Arbon vermag den zahlreichen Velotouristen kein entsprechendes gastronomisches Angebot zu bieten. Die IG ersucht den Stadtrat, sich für eine naheliegende Übergangslösung einzusetzen. Und bittet die HRS-Generalunternehmung dazu Hand zu bieten. (red)

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