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Eishockeytrainer Richard Stäheli möchte auch als neuer Uttwiler Gemeindepräsident punkten: «Ich will schnell vorwärts machen»

Der Unternehmer hat viele Ideen, wie er das Dorf vorwärts bringen könnte. Ob sie sich auch realisieren lassen, entscheidet sich schon bald im Rahmen der Ortsplanungs-Revision.
Interview: Markus Schoch
Richard Stäheli ist voller Tatendrang. (Bild: Donato Caspari)

Richard Stäheli ist voller Tatendrang. (Bild: Donato Caspari)

Sie sind seit gut fünf Monaten im Amt. Wie war der Start?

Richard Stäheli: Sehr gut. Die Verwaltung hat mir den Einstieg sehr erleichtert. Meine Mitarbeiter machen einen super Job. Der Umgang ist kollegial. Ich bin sehr positiv überrascht. Die ersten Monate war der 50-Prozent-Job aber eine Vollzeitbeschäftigung für mich.

Was gefällt Ihnen am meisten?

Die Abwechslung beziehungsweise die Breite der Themen, mit denen ich es zu tun habe. Es ist ein spannender Auftrag, den mir die Bürger gegeben haben. Womit ich anfänglich etwas Mühe hatte: Man hat keine Zeit, sich in der Tiefe mit etwas zu beschäftigen.

Sie haben die Bevölkerung aufgefordert, das Gespräch mit Ihnen zu suchen, wenn es ein Problem geben sollte. Wo drückt die Uttwiler der Schuh?

Nach wie vor ein riesiges Thema ist die Mehrzweckhalle.

Visualisierung der geplanten Mehrzweckhalle. (Bild: PD)

Visualisierung der geplanten Mehrzweckhalle. (Bild: PD)

Die Stimmbürger lehnten vor bald drei Jahren einen Neubau ab. Wie geht es jetzt weiter?

Ich habe Ideen, doch es ist zu früh, darüber in der Öffentlichkeit zu reden. Zumal der Gemeinderat sich noch nicht dazu geäussert hat. Zuerst müssen wir die Ortsplanung abschliessen. Dann sehen wir weiter. Klar ist, dass es eine finanziell verträgliche und clevere Lösung braucht, die verhindert, dass wir den Steuerfuss erhöhen müssen. Wir sind zwar finanziell solide aufgestellt, können aber nicht protzen. Wir müssen ein Auge darauf haben, die Verschuldung im Griff zu behalten. Im Moment bekommt man zwar das Geld fast gratis, die Abschreibungen auf Investitionen können aber zur grossen Belastung werden. Kommt hinzu, dass neue Aufgaben auf die Gemeinde zukommen.

Welche?

Die Schaffung von Tagesstrukturen für Schüler ist ein Thema. Im Budget fürs nächste Jahr haben wir 20000 Franken eingestellt. Bevor wir aktiv werden, soll aber der tatsächliche Bedarf abgeklärt werden. Das ist wichtig, denn das Angebot hat seinen Preis. Anfänglich gibt es Subventionen im Rahmen einer Anschubfinanzierung, doch die läuft irgendwann aus.

Zurück zur Ortsplanung: sieht der Fahrplan aus?

Ich hoffe, dass wir intern noch dieses Jahr die Einsprachen bereinigen und offene Fragen klären können. Das würde uns erlauben, die Änderungen Anfang des nächsten Jahres aufzulegen. Läuft es optimal, können die Uttwiler vielleicht bereits im kommenden Mai über das ganze Paket abstimmen. Es ist mir ein grosses Anliegen, möglichst schnell vorwärts zu machen, so dass wir uns anderem zuwenden können.

Nach dem Brand blieb nicht mehr viel übrig vom ehemaligen Restaurant Trauben. (Bild: Reto Martin)

Nach dem Brand blieb nicht mehr viel übrig vom ehemaligen Restaurant Trauben. (Bild: Reto Martin)

Vor dreieinhalb Jahren ist das Restaurant Trauben im Zentrum beim Dorfplatz abgebrannt. Der Besitzer der Liegenschaft möchte neu bauen, doch die Gemeinde lege ihm ständig Steine in den Weg, beklagt er sich. Wie ist der Stand der Dinge?

Im Moment liegt der Fall beim Departement für Bau und Umwelt, nachdem die Gemeinde das letzte Baugesuch abgelehnt hat.

An seiner ersten Sitzung beschloss der Gemeinderat, die Nutzung sämtlicher Grundstücke der öffentlichen Zone - Zentrumsplatz, Feuerwehrdepot, Mehrzweckhalle, Parkplätze - zu überprüfen. Was ist dabei herausgekommen?

Wir schauen das im Rahmen der Ortsplanungs-Revision an. Entscheide sind noch keine gefallen.

Vieles hängt mit der Ortsplanungs-Revision zusammen. Der Musikverein bangt deswegen um seine Existenz. Das Grundstück beim Bahnhof, auf dem das Probelokal steht, soll zu Bauland werden. Konnte mittlerweile eine Lösung des Problems gefunden werden?

Der Musikverein befürchtet, dass die SBB eine Überbauung macht und dann kein Platz mehr wäre für ihn. Ich bin deswegen in Kontakt mit den Bundesbahnen. Man hat mir versichert, dass es aktuell keine solchen Pläne gebe. Man kann davon ausgehen, dass sich in den nächsten Jahren nichts an der Situation ändert. Bis dahin ergibt sich vielleicht eine neue Lösung für den Musikverein im Zusammenhang mit den Diskussionen ums Mehrzweckgebäude.

So sollte das Luxusresort einmal aussehen. (Bild: PD)

So sollte das Luxusresort einmal aussehen. (Bild: PD)

Auf dem ehemaligen Firmengelände der Hanseatic Lloyd soll ein Luxusresort entstehen. Es tut sich aber nichts. Was ist der Grund?

Ich kann dazu nichts sagen. Die Gemeinde hat keinen Einfluss auf das Projekt, für das es eine Baubewilligung gibt. Ich selber habe noch nicht mit den verantwortlichen Personen geredet.

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