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Interview

«Ich versuche, die Zeit gut zu nutzen»: Paul Keller ist seit gut 100 Tagen Gemeindepräsident von Gottlieben

Seit etwas über 100 Tagen leitet Paul Keller die Geschicke der Gemeinde Gottlieben.
Mario Testa
Gemeindepräsident Paul Keller in seinem Büro im Gemeindehaus Gottlieben. (Bild: Mario Testa)

Gemeindepräsident Paul Keller in seinem Büro im Gemeindehaus Gottlieben. (Bild: Mario Testa)

Wie gut sind Sie in Ihrem neuen Amt angekommen?

Paul Keller: Das ging fast nahtlos. Ich war ja bereits vier Jahre im Gemeinderat, verantwortlich für das Ressort Technische Werke. Da sieht man bereits gut ins Dorf dank Wasser-, Abwasser- und Feuerwehrprojekten.

Sind Sie doch auch auf Schwierigkeiten gestossen als Gemeindepräsident?

Als Präsident muss man versuchen, die Zeit gut zu nutzen. Ich muss mich auf das Wichtigste fokussieren, das in der Gemeinde ansteht. Gerade am Anfang will man die Leute kennen lernen, da neigt man dazu, sehr viele Termine zu haben.

Welches ist für Sie die intensivste Jahreszeit?

Wie bei allen Unterseegemeinden der Sommer. Im Juni und Juli müssen wir den Wasserstand genau im Auge behalten. Dieses Jahr hatten wir Glück, wir sind haarscharf an einem Hochwasser vorbeigekommen, trotzdem müssen die nötigen Vorbereitungen getroffen werden.

Reicht Ihnen Ihr 20-Prozent-Pensum zur Bewältigung der Arbeit?

Ich bin am Montag- und Donnerstagvormittag im Büro. Ansonsten bin ich flexibel. Ich plane die Sitzungen mit Rücksicht auf den Gemeinderat. Aber zwei arbeiten nur 80 Prozent und das erleichtert die Terminfindung.

Werden Sie heute anders wahrgenommen im Dorf?

Ich glaube schon, dass die Leute realisieren, dass ich jetzt der Gemeindepräsident bin. Die Leute verfolgen ja die Versammlungen und Wahlen.

Arbeiten Sie mit den Nachbargemeinden zusammen?

Ja. Wenn wir als kleine Gemeinde selbstständig bleiben wollen, braucht es in gewissen Bereichen eine Zusammenarbeit. Über die Landesgrenze gibt es kaum Berührungspunkte, ausser beim Tourismus und der Kläranlage. Ich bin im Abwasserausschuss der Technischen Betriebe Konstanz. Es ist interessant zu sehen, wie diese Gremien in Deutschland sehr politisch besetzt sind.

Welches sind Ihre aktuellen Herausforderungen?

Die Ortsplanungsrevision steht kurz vor dem Abschluss. Sie ist eine gute Gelegenheit, die Gottlieberinnen und Gottlieber mitwirken zu lassen. Das bringt das Dorf zusammen. Des Weiteren stehen einige Werkleitungserneuerungen an – die dauern voraussichtlich bis 2025. Als grosse Aufgabe erachte ich, die Schönheit unseres Dorfes zu bewahren. Es ist ein Schmuckstück. Und zu guter Letzt müssen wir auch den Anschluss an die Moderne finden und die Verwaltung digitalisieren.

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