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Höchste Weinfelderin: «Ich finde jedes Engagement für unsere Stadt sehr wertvoll»

Am Donnerstag findet die zweite Sitzung des Weinfelder Stadtparlaments unter Alexandra Becks Vorsitz statt. Ihr gefällt das Amt sehr und sie erlebt den Ratsbetrieb als lebhafter als noch vor ein paar Jahren.
Mario Testa

Alexandra Beck, wie fühlt es sich an, die höchste Weinfelderin zu sein?

Alexandra Beck: Nicht anders als sonst (lacht). Und doch ist es eine Ehre für mich. Es erfüllt mich mit Freude, dass ich dieses Ehrenamt ausüben darf.

Wie gehen Sie damit um, dass Sie in den Debatten während des Präsidialjahrs ihre Meinung nicht miteinbringen können?

Es fehlt mir schon sehr, dass ich nicht mitdiskutieren kann. Aber das weiss man ja schon bevor man zur Präsidentin gewählt wird. Ich muss mich einfach mit meinem Umfeld gut vorbereiten. Innerhalb der Fraktion haben wir einen guten Austausch.

Sie führen die Veranstaltungsreihe «Ein offenes Ohr für Sie» von ihrer Vorgängerin Elsi Bärlocher weiter. Wie lief Ihre erste Durchführung?

Es kamen nicht so viele Leute, wie erhofft. Aber mit denen, die dort waren, entwickelte sich eine sehr gute, gehaltvolle und lange Diskussion. Es waren alles Menschen, die sich für ihr Weinfelden einsetzen. Es wurden auch Themen angesprochen, die mir neu waren. Das Engagement dieser Leute hat mich sehr beeindruckt.

Erleben Sie die Weinfelder grundsätzlich als engagiert?

Es gibt viele, die sich für die Stadt einsetzen, aber natürlich noch viel mehr, die sich kaum am öffentlichen Leben beteiligen. Ich finde, jedes Engagement – sei es in Vereinen, der Politik oder in Ehrenämtern – sehr wertvoll. Die Menschen prägen den Ort, an dem sie leben und wirken.
Sie leiten heute zum zweiten Mal eine Sitzung des Stadtparlaments.

Haben Sie viel Zeit geopfert für die Vorbereitung in den Sommerferien?

Am meisten Einarbeitungszeit brauchte ich vor der ersten Sitzung – auch wegen der Wahlen. Diesmal war’s weniger. Aber ich bin immer sehr gut organisiert – ich brauche das und es ermöglicht mir, während der Sitzung auch die Diskussionen mitverfolgen zu können. Die Planung des Thurgauer Parlamentariertreffens in diesem Sommer gab viel Arbeit, aber Reto Marty und Elsi Bärlocher haben mich da sehr gut unterstützt.

Läuft die Zusammenarbeit mit dem Stadtschreiber gut?

Ja, sehr. Reto Marty hat eine wichtige Funktion, kennt die rechtlichen Rahmenbedingungen und Abläufe im Stadtparlament sehr gut. Wir treffen uns anfangs jeder Sitzungswoche für die Vorbereitung und direkt vor der Sitzung noch einmal. Dann wissen wir, welche Vorstösse und Anfragen aus den Fraktionen wir zu erwarten haben.

Empfinden Sie den Parlamentsbetrieb als lebhaft?

Ja, der Ratsbetrieb hat an Leben gewonnen. Trotzdem finde ich, sollten sich die Redner präzise ausdrücken und nicht vom Thema abschweifen. Es ist wichtig, dass die Bevölkerung die Diskussionen mitbekommt und nicht schon alles in den Fraktionen geklärt wird; schliesslich haben sie uns gewählt und interessieren sich für die Haltung und Gedanken der Parlamentarierinnen und Parlamentarier.

Werden Sie in der Stadt oft auf Ihr neues Amt angesprochen?

Ja. Aufgrund der falschen Bezeichnung in Zeitungsartikeln wurde ich schon als Stadtpräsidentin angesprochen. Dann habe ich jedoch immer gesagt, dass ich das nicht sei und Max Vögeli keine Konkurrenz machen will (lacht).

Debatte über Ortsbus und Energiefonds

Die öffentliche Stadtparlamentssitzung beginnt am Donnerstagabend um 19 Uhr im Rathaus Weinfelden. Auf dem Programm stehen nur vier Traktanden. Zu Beginn der Sitzung wird die Kommission Ortsbus den Bericht zu ihrem Konzept abgeben. Das Stadtparlament wird über die Vorlage beraten und zum Schluss eine Abstimmungsempfehlung über die Vorlage abgeben, über die das Stimmvolk entscheiden wird. Des Weiteren wird der Stadtrat die Motion von Reto Frei, Philipp Portmann, Peter Büchel, Lukas Madörin, Susanna Brüschweiler und Samuel Curau zur Anpassung des Energiefonds beantworten. Zum Ende der Sitzung werden unter «Verschiedenes» mündliche Anfragen der Parlamentarier behandelt.

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