Interview
«Ich bin gespannt, welchen Gesangspartner ich bekomme»: Die Arbonerin Mathea Oberholzer schafft es bei «The Voice of Switzerland» in die Battles

Bei den Blind Auditions von «The Voice of Switzerland» drehte sich DJ Antoine für die Mathea Oberholzer um. Er wird sie für die nächste Runde coachen.

Pascal Moser
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Mathea Oberholzer aus Arbon hat es in die Battles von «The Voice of Switzerland» geschafft.

Mathea Oberholzer aus Arbon hat es in die Battles von «The Voice of Switzerland» geschafft.

Bild: PD

Sie nennt sich matheachiara auf Instagram und hat bereits ihren ersten Song veröffentlicht. Nun triumphiert die Arbonerin Mathea Oberholzer auch bei der Gesangsshow «The Voice of Switzerland».

Wie kam es dazu, dass du dich bei «The Voice» angemeldet hast?

Mathea Oberholzer: Ich sass mit meinen Eltern am Tisch und sie haben mich dann spontan dazu ermutigt, aber ich war nie jemand, der schon immer bei der Show mitmachen wollten. Ich finde an der Sendung cool, dass in erster Linie die Stimme im Vordergrund steht und nicht die Show, meine Kleidung oder wie ich mich bewege.

Du hast dich für den Titel «Natural Woman» von Aretha Franklin entschieden. Gibt es dafür einen bestimmten Grund?

Ich mag alte Songs und ich habe einen ausgesucht, der mir persönlich gefällt, der zu mir passt und mit dem ich mich wohlfühle. Ich will auf der Bühne mit Liedern überzeugen, die meinen Stil in gewisser Weise widerspiegeln. Ich habe mir nicht überlegt, ob ich damit bei den Coaches punkten kann. Wenn sie sich aber für mich umdrehen, dann für mein «richtiges» Ich.

Welche Rolle spielt die Musik in deinem Leben?

Eine sehr grosse Rolle. Ich nehme seit 4 Jahren Gesangsstunden. Ich spiele nebenbei auch Klavier und Geige. Mir ist das Singen so wichtig, weil man Emotionen viel stärker ausdrücken und in anderen Menschen etwas bewegen kann.

Bist du zufrieden mit deiner bisherigen «The Voice» Erfahrung?

Grundsätzlich bin ich bis jetzt recht zufrieden. Ich bin mir nicht sicher, ob das Lied das richtige war. Ich bin mit dem Auftritt zufrieden, aber es ist natürlich nicht leicht, im Fernsehen authentisch zu sein. Ich glaube aber, das habe ich geschafft. Ich habe ein paar gesangliche Fehler gemacht, weil ich nervös war. Ausserdem haben wir das Lied in einer tieferen Tonlage gespielt, es war schwierig, eine andere Version zu singen, als ich gewohnt war. Aber ich habe mich sehr gefreut, dass meine ganze Familie dabei war, was nicht selbstverständlich ist.

Du singst auch an anderen Anlässen. Daher kennst du dich damit ja eigentlich aus, oder nicht?

Ja das stimmt, ich durfte beispielsweise bereits an Hochzeiten singen. Aber dort geht es in erster Linie nicht darum, die Leute für sich zu gewinnen. Die haben sich ja schon für mich entschieden. Bei «The Voice» muss man erst überzeugen.

DJ Antoine hast du für dich gewinnen können. Bist du mit ihm als Coach zufrieden?

Ich hatte von Anfang an keinen Favoriten. Er ist aber sehr authentisch, lustig und sympathisch. Er hat viel Ahnung von der Musikbranche und ich finde ihn immer cooler. Gesanglich hätte mir aber ein anderer Coach vielleicht mehr helfen können. (lacht)

Du spielst in einer kirchlichen Band. Die Religion spielt ausserdem im Song Pray, den du selbst geschrieben hast, eine grosse Rolle. Wie wäre es mit einem Wor-ship Song gewesen?

Ja, den Song habe ich vor vier Jahren geschrieben und durfte ihn im Studio von meinem Onkel aufnehmen. Es geht darin um meinen Glauben, der mir sehr wichtig ist. Ich wollte aber im Fernsehen etwas singen, das ich privat auch am meisten höre. Man sieht an meinem Instagram Profil, dass ich gläubig bin. Das bedeutet aber nicht, dass ich nur christliche Musik höre. Auf der «The Voice»-Bühne soll es um die Musik gehen und nicht darum, Menschen von meinem Glauben zu berichten. Das ist eher das Ziel bei den Liedern, die ich selber schreibe.

Wie fühlst du dich zwischen Blind Audition und dem ersten Battle?

Es ist toll, dass ich dort so viele nette Menschen kennen gelernt habe. Ich bin aber ziemlich aufgeregt und gespannt, welchen Gesangspartner ich bekomme und welchen Song ich singen werde. Es ist aber auf jeden Fall eine coole Erfahrung.

Was sind deine musikalischen Ziele?

Ich werde bestimmt noch einige Songs herausbringen. Ein Album zu machen, ist sicher ein grosser Traum, dafür brauche ich allerdings noch etwas Zeit. Ich mache das ja nicht hauptberuflich. Das wäre mir auch zu riskant. Ich könnte mir aber vorstellen, Musik zu studieren. Was mir weniger wichtig ist, ist damit bekannt zu werden. Es geht aber auch nicht ganz ohne eine gewisse Bekanntheit, schliesslich ist eine Musikkarriere ja nicht günstig. Aber ich würde es aus dem falschen Grund machen, wenn es mir nur um den Fame ginge. Ich mache Musik, weil es mir Spass macht und plane deshalb auch in Zukunft noch mehr herauszubringen.