HRS baut beim Arboner Hamelplatz Wohnprojekt «Lakeside»

Das allerdings entkoppelt vom ursprünglich geplanten Hotel.

Max Eichenberger
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Die neue Überbauung verstellt allmählich die Fassade des Presswerk-Kopfbaus mit der Musikschule. (Bild: Max Eichenberger)

Die neue Überbauung verstellt allmählich die Fassade des Presswerk-Kopfbaus mit der Musikschule. (Bild: Max Eichenberger)

Die Silhouette des Saurer WerkZwei erfährt abermals eine Veränderung: Langsam verschwindet die markante Kopfbaufassade des Presswerks mit der Musikschule Arbon nämlich hinter einem sechsgeschossigen Backstein-Neubau. Für die Genossenschaft Baufreunde Zürich, Investorin der Casa Giesserei nebenan, erstellt HRS beim Hamelplatz, an der Kante der neuen Kantonsstrasse etwas zurückversetzt, eine Wohnüberbaung mit vierzig Mieteinheiten für «modernes und urbanes Wohnen». Im Erdgeschoss entstehen 1400 Quadratmeter Gewerbe-, Verkaufs- und Lagerflächen, ein Bistro und ein Gemeinschaftsraum. Die Wohnungen sollen ab Frühjahr 2021 bezugsbereit sein.

Gekoppelt an den Metropol-Ersatz

Das Projekt ist inzwischen in «Lakeside» umbenannt worden. Ursprünglich hätte nach den Plänen von HRS das Hotel WerkZwei Teil des Komplexes werden sollen. Gekoppelt war dessen Realisierung an den Metropol-Ersatz «Riva» am See.

Das Projekt «Riva»

Das «Metropol» ist seit 2016 geschlossen. Der Eigentümer HRS plant den Abbruch. Im Rahmen des Projektes «Riva» sollen zwei Wohntürme mit Hotelzimmern, Wohnungen, ein Restaurant mit Seeterrasse und ein Saal für 150 Personen realisiert werden. Auf Stadtgebiet ist eine öffentliche Parkanlage angedacht. Eine Tiefgarage ist möglich. (red)

Doch ist weiterhin offen, ob HRS die beiden vierzig Meter hohen Wohntürme auf einem Sockel mit Gastronomie und Saal gemäss eingegebenem Gestaltungsplan wird realisieren können. Wegen verschiedener Knackpunkte will der neue Stadtrat über die Bücher gehen (unsere Zeitung berichtete).

Um beim Hamelplatz wegen dieser Hängepartie nicht eine jahrelange Brache zu riskieren, hat HRS dort den vorgesehenen Hotelteil entkoppelt und erstellt dort Wohnungen. Sollte die Generalunternehmug ihr Riva-Projekt umsetzen können, käme für HRS das Baufeld vor der ehemaligen Webmaschinenmontagehalle als Hotel- Standort in Betracht, um die seinerzeitige verbindlich erklärte Absicht einlösen zu können.

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