Ein Firmengelände als Hotspot der Biodiversität im Aach-Thurland

Die Erich Keller AG in Sulgen erhielt eine Auszeichnung für ihr vorbildliches Firmenareal.

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Der Teich gehört zum Areal der Erich Keller AG in Sulgen.

Der Teich gehört zum Areal der Erich Keller AG in Sulgen.

(Bild: PD)

(red) Bereits im Jahr 1999 erhielt die Erich Keller AG erstmals das Label der Stiftung Natur & Wirtschaft. Bei der Rezertifizierung im Herbst dieses Jahres konnte die Auszeichnung ohne Vorbehalte wieder verliehen werden.

«Das Areal der Erich Keller AG in Sulgen ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie die Natur auf einem Firmenareal integriert und gefördert werden kann», schreibt die Stiftung zu den Gründen der erneuten Auszeichnung. Auf knapp 7000 Quadratmetern, bestückt mit Blumenwiesen, einheimischen Wildsträuchern und Bäumen, fänden verschiedene Tier- und Pflanzenarten wertvollen Lebensraum.

Auch Mitarbeiter schätzen den grünen Aussenbereich

Das begrünte Flachdach und Feuchtbiotope würden ebenfalls von Flora und Fauna geschätzt. So können beispielsweise Libellen beobachtet werden und Wildbienen nutzen den Teich, um vom Wasser zu trinken. Doch nicht nur die Tierwelt erfreut sich am grünen Aussenbereich der Firma. Auch die Mitarbeitenden nutzen diesen für eine erholsame Pause oder um den Feierabend einzuläuten. «Ein wahres Refugium mitten im stark genutzten Industrie- und Siedlungsgebiet», schreibt die Stiftung Natur & Wirtschaft.

Die Stiftung Natur & Wirtschaft fördert die naturnahe Planung und Gestaltung von Firmenarealen, Wohnsiedlungen, Schulanlagen, Kiesabbaustellen und neu auch Privatgärten. Sie zeichnet vorbildliche Areale mit einem national anerkannten Label aus und unterstützt Interessierte bei der Planung und Realisierung ihres naturnahen Areals.

Auch Anwohner profitieren

Mehr als 460 Institutionen aus allen Branchen sind aktuell zertifiziert. Das ergibt eine Naturfläche von rund 40 Millionen Quadratmetern. Naturnah gestaltete Areale sind von grosser Wichtigkeit für die einheimische Biodiversität. Viele der ausgezeichneten Flächen sind wahre Hotspots der Artenvielfalt. So sind beispielsweise sämtliche bedrohte Amphibienarten der Schweiz auf den von der Stiftung zertifizierten Arealen zu finden.

Auch die Mitarbeitenden, die Anwohnerinnen und Anwohner sowie Kinder profitieren von einem belebten, naturnah gestalteten Aussenraum. Ein Blick ins Grüne oder ein Spaziergang in der Natur sorgt für positive Stimmung, entspannt, verbessert die Lern- und Gedächtnisleistung und macht zudem leistungsfähiger.

Hinweis
www.naturundwirtschaft.ch