Holzhäusern
Schülerflut an der kleinen Schule – Behörde löst Platzproblem mit Containern

Die Versammlung der Primarschulgemeinde Amlikon-Holzhäusern hat die Rechnung mit einem positiven Abschnitt bewilligt. Wegen steigender Schülerzahlen braucht es nun mehr Schulraum.

Mario Testa
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Schulpräsidentin Martina Erni-Krüsi und Schulpfleger Bruno Holzknecht beim Visier für die Container beim Schulhaus Holzhäusern.

Schulpräsidentin Martina Erni-Krüsi und Schulpfleger Bruno Holzknecht beim Visier für die Container beim Schulhaus Holzhäusern.

Bild: Mario Testa

Familiär geht es zu und her. Nur zwölf Stimmberechtigte finden sich am Dienstagabend ein zur Versammlung in der kleinen Turnhalle des Schulhauses Holzhäusern. Wichtigstes Traktandum ist die Rechnung 2020 der Primarschulgemeinde Amlikon-Holzhäusern. Diese schliesst deutlich besser ab als budgetiert (siehe Kasten) und wird dann auch einstimmig angenommen vom Souverän.

Rechnung 2020

Grosser Überschuss

Anstelle eines kleinen budgetierten Überschusses von gut 17'000 Franken resultierte für die Primarschulgemeinde Amlikon-Holzhäusern im vergangenen Jahr ein Überschuss von über 190'000 Franken. «Wir haben super abgeschlossen», sagt Schulpfleger Bruno Holzknecht. Zwar sei man bei den meisten Posten sehr budgettreu geblieben, aber deutlich höhere Steuererträge sorgten für die positive Abweichung. Die Behörde will mit 120'000 Franken des Überschusses den Erneuerungsfonds Baufolgekosten äufnen, den Rest dem Eigenkapital von neu 465'000 Franken zuweisen. Einstimmig bewilligen die Anwesenden die Rechnung und Gewinnverwendung.

Auch die Jahresberichte sowie das Protokoll der Urnenabstimmung vom 7. März genehmigen die Anwesenden einstimmig. Dann informiert Schulpräsidentin Martina Erni-Krüsi über die Entwicklung der Schülerzahlen. «Nach den Sommerferien kommen deutlich mehr Kinder zur Schule als prognostiziert», sagt sie. So treten anstelle von zehn nun 17 Kinder in die Basisstufe ein. Somit werden dann 58 statt der erwarteten 51 Kinder in den zwei Basisstufen in Holzhäusern beschult.

«Wir müssen vergrössern. Aber wohl nur für zwei Jahre. Daher werden wir ein Provisorium mit zwei Containern aufstellen.»
Gerade mal zwölf Stimmberechtigte nehmen an der Versammlung in der kleinen Turnhalle des Primarschulhauses Holzhäusern teil.

Gerade mal zwölf Stimmberechtigte nehmen an der Versammlung in der kleinen Turnhalle des Primarschulhauses Holzhäusern teil.

Bild: Mario Testa

Die Verbindung zu den Containern, die den Lehrpersonen und Kindern mehr Platz bieten, erfolgt mittels Durchbruch durch eine Wand im Schulhaus. Die Offerte für das zweijährige Provisorium inklusive aller Arbeiten beträgt 33'000 Franken. «Etwas Dauerhaftes macht keinen Sinn, wenn wir die Zahlen für die Zukunft nicht abschätzen können. Wir werden für die weitere Entwicklung nun aber einen Schulraumplaner zuziehen.»

Behörde darf die Ausgabe eigenmächtig tätigen

Die mögliche Frage nach der Finanzkompetenz für dieses Geschäft beantwortet Martina Erni-Krüsi gleich selbst. «Für einmalige Geschäfte haben wir die Finanzkompetenz bis vier Prozent des Steuerertrags, das wären dann 93'000 Franken. Ihr seht also, da bleiben wir weit darunter.»

Auch das bestehende Raumangebot sei vorgängig zum Entscheid für die Provisorien analysiert worden, ergänzt Vizepräsidentin Nicole Oehler. «Auch diese Turnhalle haben wir natürlich angeschaut, aber hier findet auch vieles anderes statt ausser Turnunterricht. Deshalb wollen wir sie nicht zum dritten Schulraum einstampfen», sagt sie.

Schulpräsidentin Martina Erni-Krüsi zeigt das neue Logo der Primarschulgemeinde.

Schulpräsidentin Martina Erni-Krüsi zeigt das neue Logo der Primarschulgemeinde.

Bild: Mario Testa

Zu guter Letzt präsentiert Präsidentin Erni auch noch das neue Logo der Primarschulgemeinde. Und Nicole Oehler erklärt: Wir haben auch die Kinder Logos zeichnen lassen und die Kernkriterien daraus dann ins neue Logo einfliessen lassen. Das Logo zeigt zwei gemalte, fröhliche Kinderköpfe auf grünem Grund.