Er ist «Egnacher des Jahres»: Die Holzbirne geht an Walter Kugler

Am Neujahrskonzert ehrte die Gemeinde Neukirch-Egnach und die Kulturkommission den «Egnacher des Jahres».

Trudi Krieg
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Gemeindepräsident Stephan Tobler sowie die drei Kulturkommissionsmitglieder Priska Lang, Stefan Ziegler und Christina Holzer zeichnen Walter Kugler (2. v. r.) als «Egnacher des Jahres» aus und übergeben ihm eine Ehrenurkunde sowie die Holzbirne.

Gemeindepräsident Stephan Tobler sowie die drei Kulturkommissionsmitglieder Priska Lang, Stefan Ziegler und Christina Holzer zeichnen Walter Kugler (2. v. r.) als «Egnacher des Jahres» aus und übergeben ihm eine Ehrenurkunde sowie die Holzbirne.

(Bild: Trudi Krieg)

Das Neujahrskonzert hat in Egnach Tradition, doch mit einem solchen Wahnsinnspublikumsaufmarsch könne sich wohl kaum eine andere Gemeinde im Thurgau brüsten, freute sich Stephan Tobler bei der Begrüssung mit Blick auf die übervoll besetzte Rietzelghalle.

Schwung- und stimmungsvoll eröffnete die Musikgesellschaft das Konzert unter dem Dirigenten Tobias Braunwalder mit «Jump and Joy». Eventpoet Christoph Sutter führte durch das Programm. Im nicht verpassten Augenblick liege das stete Glück. Der Funke sprang über aufs Publikum: aufmerksame Stille während der Vorführungen, tosender Applaus danach, begeistertes Mitklatschen beim obligaten Radetzkymarsch und «Standing Ovations» zum Abschluss.

Stefan Ziegler, Präsident von der Kulturkommission Egnach, leitete über zur Ehrung des Egnachers des Jahres. Es sei ein seit Geburt in der Gemeinde lebender Egnacher Bürger der auch einen Egnacher Namen trage. Mit emotionaler Begeisterung, Ausdauer und Motivation habe dieser in unermüdlichem Engagement in gemeinnützigen Vereinen und Organisationen Ausserordentliches für die Gemeinschaft in Egnach geleistet.

45 Jahre lang stets Präsident eines Vereins

Während 45 Jahren habe er ständig mindestens einen Verein präsidiert und in zahlreichen OKs von Grossanlässen und Jubiläen mitgewirkt. Als Ziegler aufzuzählen begann von Verkehrs- und Dorfverein, 1. August-Feiern, Feuerwehr, Turnverein bis zu Seniorenferien, dämmerte es vielen Besuchern, wer es ein könnte – noch bevor Walter Kugler auf die Bühne gebeten wurde.

Der Geehrte freute sich über die Urkunde, welche ihm Christina Holzer überreichte, und die geschnitzte Egnacher Birne, die nun ein Jahr lang bei ihm zu Hause an der Seewiesenstrasse Gastrecht hat. Kugler erzählte ein paar Müsterchen zum Schmunzeln aus seiner Tätigkeit. Er dankte vor allem auch seiner Frau Ursi, die ihn während all der Jahre bei seinen Engagements auch administrativ unterstützt habe.

Er ermunterte die jungen Leute, mitzumachen wenn sie angefragt werden für ein Präsidium oder sonstige Mitwirkung in einem Verein: «Die Vereinsarbeiten haben mir immer viel Freude und Spass gemacht und waren ein Ausgleich zum Beruf», sagte Kugler. Langweilig werde es ihm auch jetzt als Pensionierter nie. Er habe Familie sechs Grosskinder und Haus und Garten.