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Hoher Seepegel und viel Regen: Deshalb musste das Kornhaus Romanshorn kontrolliert geflutet werden

Die Bauarbeiten bei der Sanierung des massivsten Gebäudes von Romanshorn haben sich leicht verzögert. Grund dafür war in erster Linie der hohe Seepegel.
Tanja von Arx
So sieht es momentan rund um das ehemalige Lagerhaus am Hafen aus. (Bild: Reto Martin)So sieht es momentan rund um das ehemalige Lagerhaus am Hafen aus. (Bild: Reto Martin)
Romanshorn TG - Blick auf die Baustelle des Kornauses in Romanshorn.Romanshorn TG - Blick auf die Baustelle des Kornauses in Romanshorn.
Romanshorn TG - Blick auf die Baustelle des Kornauses in Romanshorn.Romanshorn TG - Blick auf die Baustelle des Kornauses in Romanshorn.
Romanshorn TG - Blick auf die Baustelle des Kornauses in Romanshorn.Romanshorn TG - Blick auf die Baustelle des Kornauses in Romanshorn.
Romanshorn TG - Die renovierte Tiefgarage des Karhauses in Romanshorn.Romanshorn TG - Die renovierte Tiefgarage des Karhauses in Romanshorn.
Romanshorn TG - Der Gemeindehafen in Romanshorn.Romanshorn TG - Der Gemeindehafen in Romanshorn.
Romanshorn TG - Blick auf die Baustelle des Kornauses in Romanshorn.Romanshorn TG - Blick auf die Baustelle des Kornauses in Romanshorn.
Romanshorn TG - Blick auf die Baustelle des Kornauses in Romanshorn.Romanshorn TG - Blick auf die Baustelle des Kornauses in Romanshorn.
Romanshorn TG - Blick auf die Baustelle des Kornauses in Romanshorn.Romanshorn TG - Blick auf die Baustelle des Kornauses in Romanshorn.
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Kornhaus romanshorn

«Wasser, überall Wasser», munkelt man in der Hafenstadt. Und zwar in Zusammenhang mit dem Kornhaus am See, das derzeit umgebaut wird. Die Leute erzählen sich, es habe wegen der heftigen Gewitter in den letzten Tagen nicht nur reingeregnet, sondern das Gebäude sei auch unterspült worden im Zuge des erst kürzlich angestiegenen Wasserspiegels.

«Man war auf die Szenarien vorbereitet»

Peter Schnückel, Geschäftsführer und Inhaber der Kornhaus Romanshorn AG, sagt auf Anfrage: «Ja, beides stimmt.» Allerdings sei man auf beide Szenarien vorbereitet gewesen. «Das ganze Bauvorhaben ist indes ziemlich komplex.» Erstens sei die Statik eine Herausforderung in Zusammenhang mit den rund 150 Stützen im Erdgeschoss. «Da diese unter Denkmalschutz stehen, mussten Baumstämme zwischenzeitlich die Last tragen, als eine neue Bodendecke eingezogen wurde.»

Die Stützen hätten in der Luft gehangen und verhindert, dass Bauarbeiter wie sonst üblich mit grossen Maschinen ins ehemalige Lagerhaus fahren konnten. «So wurde ein Grossteil der Materialien über zwei Krane ins Innere befördert, nämlich durch eine Öffnung im Dach sowie über den neuen Lichthof.» Dort habe es denn auch hineingeregnet. «Unterdessen ist aber praktisch alles trocken, das Wasser wurde abtransportiert.» Die Massnahmen rund um die Stützen hätten knapp fünf Millionen Franken gekostet, sagt Schnückel.

Peter Schnückel, Geschäftsführer und Inhaber der Kornhaus Romanshorn AG. (Bild: Reto Martin)

Peter Schnückel, Geschäftsführer und Inhaber der Kornhaus Romanshorn AG. (Bild: Reto Martin)

Kontrolliert fluten

Zweitens gibt es laut dem Geschäftsführer für Hochwasser eine Sicherheitsvorkehrung, eine siebzig Zentimeter hohe Abdichtung bei der Einfahrt zur frisch betonierten Tiefgarage. «Mit einem Seepegelanstieg von anderthalb Metern war allerdings klar: Im Rahmen des Hochwasserschutzkonzeptes müssen wir kontrolliert fluten.» Sonst hätte es möglicherweise den Boden «gelupft». «Der See ist zu mächtig.» Das Wasser habe man wegen des pH-Wertes nicht einfach so zurück in den See oder in die Kanalisation leiten können. «Über eine provisorische Anlage wurde es zuerst gespült.» Jetzt sei fast alles wieder trocken. «Eine Abpumpanlage wird solche Vorkommnisse bis zur Eröffnung automatisch regeln», sagt Schnückel.

«Ansonsten läuft alles nach Plan»

Das alles habe die Bauarbeiten leicht verzögert, sagt der Inhaber. «Ansonsten läuft aber alles nach Plan.» Seit 1. Juli habe das Parkhaus auf dem Areal der Roldag AG geöffnet, mit der ein Mietvertrag über zwanzig Jahre geschlossen worden sei. «58 von knapp Hundert Parkplätzen gehören der Kornhaus Romanshorn AG, zusätzlich zu denen in besagter Tiefgarage.»

Nächste Woche würden die provisorischen Stützen im Zuge der fortgeschrittenen Bauarbeiten entfernt, danach die Fassade an der Südseite des Gebäudes aufgezogen. «Der Kanton, die Stadt und die Denkmalpflege haben sich mit uns auf Messing geeinigt – die teuerste Lösung.» Auch das Dach sei bald fertig. «Wir haben die Ziegel belassen, aber es wird eine dreissig Zentimeter dicke Isolation installiert», sagt Schnückel.

Bewirtschafter von Eventgastronomie ist gefunden

Unterdessen seien alle Lofts und 37 der 38 Appartements verkauft und im Grundbuch eingetragen, sagt der Geschäftsführer. «In Zusammenhang mit den Ferienwohnungen hoffen wir bald auf die Zielgerade einzubiegen.»

Im Rahmen des 42-Millionen-Projektes sollen des Weiteren Ausstellungsflächen und eine Eventgastronomie entstehen, für letztere haben sich Bewirtschafter gefunden. Das Kornhaus, im Volksmund auch Massivlagerhaus genannt, wurde 1871 im Kontext des Fernhandels und des Trajektverkehrs errichtet.

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