Höhere Steuereinnahmen führen in der Sulger Jahresrechnung zu einem Plus

Die Rechnung 2019 der Politischen Gemeinde Sulgen weist einen Bruttogewinn von rund 60'000 Franken aus. Budgetiert war ein Verlust in Höhe von 463'100 Franken.

Georg Stelzner
Drucken
Teilen
Andreas Opprecht, Gemeindepräsident von Sulgen, erläutert die Rechnung 2019 der Politischen Gemeinde Sulgen.

Andreas Opprecht, Gemeindepräsident von Sulgen, erläutert die Rechnung 2019 der Politischen Gemeinde Sulgen.

Bild: Georg Stelzner

Die Gemeinde Sulgen tanzt nicht aus der Reihe, sondern fügt sich in die Reihe jener Thurgauer Gemeinden ein, die ihren Bürgern einen positiven Rechnungsabschluss präsentieren können.

An Stelle des budgetierten Aufwandüberschusses von 463'100 Franken resultiert in der jüngsten Jahresrechnung im steuerfinanzierten Bereich ein Brutto-Ertragsüberschuss von Fr. 59'500.58. Die Besserstellung beträgt somit gut eine halbe Million Franken.

Sanierung im Gemeindehaus verschoben

Einmal mehr haben vor allem die höheren Steuereinnahmen das erwartete Minus in ein Plus umgewandelt. Gemeindepräsident Andreas Opprecht beziffert den diesbezüglichen Mehrertrag mit 354'800 Franken.

Zum positiven Ergebnis tragen unter anderem die verschobene Sanierung des Sitzungszimmers im Gemeindehaus sowie die Mehreinnahmen aus Rückerstattungen von Krankenkassenausständen und bei der Rückzahlung von Alimenten-Bevorschussungen bei.

Werke stehen gut da

Weniger Geld wurde für den baulichen Unterhalt des Begegnungshauses an der Schulstrasse aufgewendet. Zudem fielen die Abschreibungen für diese Liegenschaft in Sulgen tiefer aus. Mehrkosten verursachten unter anderem der Strassenunterhalt sowie die Beiträge an die Langzeitpflege, die Regionale Berufsbeistandschaft und die Prämienverbilligung an den Kanton.

Die Jahresrechnung negativ beeinflusst haben auch die geringeren Nettoeinnahmen im Asylwesen. Erfreulich präsentiert sich hingegen die finanzielle Situation bei den kommunalen Werken, wo gemäss Opprecht «grosse Reserven» vorhanden sind.

Geld für die Aufspurung Industriestrasse

Der Gemeinderat beantragt folgende Verwendung des Bruttogewinns: 50'000 Franken Einlage in die Vorfinanzierung «Aufspurung Industriestrasse» und 9500 Franken Zuweisung zum Bilanzüberschuss. Das Eigenkapital von rund 3,4 Mio. Franken erachtet Opprecht als gute, angemessene Grösse.

«Ich wäre vorsichtig, gerade zum jetzigen Zeitpunkt eine Diskussion über das Eigenkapital der Gemeinde zu entfachen», erklärt der Gemeindepräsident und fügt eine Warnung hinzu: «Die Coronakrise wird die Steuererträge sinken lassen.» 

Die Botschaft zuhanden der Gemeindeversammlung kann ab Freitag, 1. Mai, auf der Website der Politischen Gemeinde Sulgen (www.sulgen.ch) heruntergeladen werden.

Alter Zweckverband und neues Reglement

Ausser der Rechnung 2019 sind an der nächsten Gemeindeversammlung drei weitere Geschäfte traktandiert. Der Gemeinderat Sulgen beantragt die Auflösung des Wasserversorgungs-Zweckverbandes Felsenholz und die Genehmigung des Reglements für einen Fonds aus Erbschaften, Legaten und Schenkungen. Zudem gelangen vier Einbürgerungsgesuche zur Abstimmung. Die Gemeindeversammlung kann wegen der Coronapandemie nicht am ursprünglichen Termin durchgeführt werden. Sie soll nun am Dienstag, 30. Juni, ab 19.30 Uhr im Auholzsaal in Sulgen stattfinden. (st)

Mehr zum Thema