Hochwasserschutz: Der Eidbach bei Buchackern bekommt ein breiteres Bett

Bei starken, lang anhaltenden Niederschlägen stellt der Eidbach eine Gefahr für das Dorf Buchackern dar. Der Gemeinderat Erlen reagiert auf diese Bedrohung mit einem weiteren Hochwasserschutzprojekt.

Barbara Hettich
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Nach der langen Hitzeperiode dieses Sommers ist das Bett des Eidbachs ausgetrocknet. (Bild: Georg Stelzner)

Nach der langen Hitzeperiode dieses Sommers ist das Bett des Eidbachs ausgetrocknet. (Bild: Georg Stelzner)

Die Politische Gemeinde Erlen hat in den vergangenen Jahren bereits beträchtliche Summen in den Hochwasserschutz investiert. In Riedt wurde im Oberfeld, im Fallenstock am Mühleweg und im Chläggli der Altebach saniert. Im Bau sind derzeit Hochwasserschutzmassnahmen beim Eierlenbach und ein Rückhaltebecken beim Tobelbach.

An einem Informationsanlass stellten Gemeindepräsident Roman Brülisauer und Jan Amann von der Firma Fröhlich Wasserbau AG am Dienstagabend ein weiteres Hochwasserschutzprojekt vor: jenes für den Eidbach bei Buchackern. Biessenhofer Weiher dient als Auffangbecken Der Eidbach, der im Jahr 2015 für ein Hochwasserereignis in Buchackern gesorgt hatte, soll ein breiteres Bachbett erhalten.

Markante Erhöhung der Kapazität

«Kritische Punkte sind der Kniebereich und der Durchlass Schocherswilerstrasse», erklärte Amann. Die Kapazität müsse von 1,2 Kubikmeter pro Sekunde auf 4 Kubikmeter pro Sekunde vergrössert werden. Ein Grobholzfang soll ausserdem einen Stau beim Durchlass verhindern. Auch für den weiteren Bachverlauf ist eine Verbreiterung des Betts geplant: rechtsseitig, damit der bestehende Flurweg entlang des Eidbachs bestehen bleiben kann.

Das Negativgefälle, das der Bach teilweise aufweist, kann laut Amann mit einer Bachsohlenabsenkung aufgehoben werden. Somit werde das Wasser auch bei starken Regenfällen nicht über die Wiese Richtung Buchackern, sondern via Bachbett in den Biessenhofer Weiher abfliessen. Amann nutzte die Gelegenheit, um allen Grundeigentümern, die für die Realisierung des Vorhabens Hand geboten hatten, zu danken. «Für ein solches Projekt braucht es ein Miteinander; es geht um die Sicherheit der Menschen», sagte Brülisauer.

Kanton beteiligt sich an den Kosten

Gemäss Kostenvoranschlag wird das Projekt «Hochwasserschutz Eidbach Buchackern» 586 000 Franken kosten. Davon wird der Kanton Thurgau einen Anteil von 339 000 Franken übernehmen. Der Politischen Gemeinde Erlen bleiben Restkosten in Höhe von 246 000 Franken.

Das kantonale Amt für Umwelt habe das Projekt geprüft und zur Auflage freigegeben. Die öffentliche Planauflage solle diesen Herbst erfolgen, erläuterte der Gemeindepräsident das weitere Vorgehen. Möglicher Baubeginn sei frühestens April des nächsten Jahres.

Vorgestellt wurden am Dienstagabend auch weitere Mass- nahmen am Altebach, welche zurzeit in Planung sind und zu Diskussionen Anlass boten. «Wir sind dankbar für Überlegungen und Anregungen aus der Bevölkerung. Wir werden diese Tipps gerne in unsere weiteren Planungen einbeziehen», sagte Roman Brülisauer und bedankte sich für die engagierten Voten.