Hochwasser
Sandsäcke stehen bereit: Am Untersee kratzt das Wasser an der Uferkante

Auch am Freitag ist die Hochwasserlage am Bodensee noch relativ entspannt. Der Seerhein hat sich allerdings bereits leicht auf die Gottlieber Uferpromenade ausgebreitet.

Urs Brüschweiler
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Eindrücke von der Hochwasser-Situation am Freitagnachmittag.

Video: Urs Brüschweiler

Die dunklen Wolken am Himmel über dem Untersee stehen am Freitagmittag wie ein Warnzeichen. Noch ist die Hochwassergefahr nicht gebannt.

Wasser schwappt auf die Gottlieber Seepromenade.

Wasser schwappt auf die Gottlieber Seepromenade.

Bild: Urs Brüschweiler

Ein Augenschein an der Gottlieber Seepromenade zeigt, der Pegel des Seerheins ist gegenüber Mittwoch noch einmal ein wenig angestiegen. Das Wasser knabbert nun bereits an der Uferkante. Wenn ein grösseres Schiff vorbeifährt, schaffen es die Wellen, einige Meter weit aufs Land zu schwappen. Beeindrucken lassen sich die Ausflügler davon jedoch nicht übermässig. Ein Mann nutzt gar den überschwemmten Steg, um seine Füsse im Wasser zu kühlen.

Die Pneus stehen im Wasser

Auch in Berlingen gibt das viele Wasser an der Schifflände auf den ersten Blick ein idyllisches Bild ab. Ein Schwan mit seinem Jungen hat das Hafenbecken in Beschlag genommen. Doch ein improvisierter Holzsteg, der den trockenen Zugang zu den Bootsanlegeplätzen sicherstellen soll, zeugt von der aussergewöhnlichen Lage. Auch die Vorderreifen zweier auf dem Platz parkierter Autos stehen bereits wenige Zentimeter im Nassen.

Schifflände Berlingen: Das Wasser reicht bereits bis zu den vordersten Parkplätzen.

Schifflände Berlingen: Das Wasser reicht bereits bis zu den vordersten Parkplätzen.

Bild: Urs Brüschweiler

Sand schaufeln für den Ernstfall

Wenige hundert Meter weiter an der Seestrasse sind einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Altersheim Tertianum Neutal am Schaufeln. Sie bugsieren eifrig Sand aus einer Mulde in Jutesäcke. Zwei ganze Paletten haben sie schon abgefüllt. «Wissen Sie, ob der Pegel noch steigt?», fragt einer der Männer. Im Moment liefen im Haus am Ufer bereits die Pumpen, aber ein Problem sei es noch nicht. Die Sandsäcke werden denn auch noch nicht direkt an die Seefront gebracht, sondern erst für den Ernstfall bereitgestellt.

Tertianum-Mitarbeiter beim Vorbereiten der Sandsäcke.

Tertianum-Mitarbeiter beim Vorbereiten der Sandsäcke.

Bild: Urs Brüschweiler