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Geplantes Hochhaus in Steinach: Viele Fragen an Infoveranstaltung

Über das geplante Hochhaus beim Sauer Werk 2 und ein dazugehöriger Zonenplan hat die Gemeinde Steinach informiert. Die anwesenden Bürger stellten einige Fragen zum «Beinahe-Wolkenkratzer».
Gerhard Huber
Mit seinen 64 Metern Höhe wird das Geschäfts- und Wohnhaus Steinachs Ortsbild prägen. (Bild: PD)

Mit seinen 64 Metern Höhe wird das Geschäfts- und Wohnhaus Steinachs Ortsbild prägen. (Bild: PD)

Quizfrage: Warum wird in Steinach lange und intensiv über ein vom Frauenfelder Immobiliendienstleister HRS Real Estate AG auf dem Areal des ehemaligen Saurer Werk 2 geplantes 20-stöckiges Hochhaus diskutiert? Wo sich das Saurer-Areal doch vermeintlich in Arbon befindet? Antwort: Die nordöstliche Ecke dieses ehemaligen insgesamt rund 30 Hektaren umfassenden Industriegeländes, das nach dem Ende der Nutzfahrzeugherstellung im Jahre 2003 nach und nach neu bebaut und genutzt wird, liegt im Bereich Schöntal auf Steinacher Gemeindegebiet. Mit diesem Hochbau soll das Saurer-Areal direkt beim Kreisel und der Unterführung der Nationalstrasse unter der SBB einen prägnanten Abschluss finden.

Derzeit ist der Steinacher Gemeinderat damit beschäftigt, den Zonenplan und das Baureglement der neuen gesetzlichen Lage anzupassen. Dazu informierte der Rat im Gemeindesaal. Stadtplaner Hanspeter Woodtli und der auf Bau- und Immobilienrecht spezialisierte Rechtsanwalt Christoph Bernet. Grossteils stellen diese keine Besonderheit dar und es erfolgten auch keine Anfragen dazu aus dem Publikum.

So soll der Wohnbereich von innen aussehen. (Bild: PD)

So soll der Wohnbereich von innen aussehen. (Bild: PD)

Fassade ist ans ehemalige Saurerwerk angepasst

Teil des neuen Zonenplans wird aber auch der geplante Beinahe-Wolkenkratzer an der Grenze zu Arbon sein. Weshalb in dieser Informationsveranstaltung Architekt Michael Geschwentner «sein» Projekt präsentieren durfte. Ein Projekt, das schon auf einige Jahre zurückschaut und in dieser Zeit in Anpassung an die städtebaulichen Erfordernisse Form und Höhe verändert hat.

Wie auch Kantonsbaumeister Werner Binotto bestätigt: «Die derzeitige Planung des rechteckigen Monolithen mit seiner schmalen Silhouette und dem eleganten grossen Volumen verbunden mit einem kleinen Flächenfussabdruck und viel parkähnlichem Freiraum ist in seiner Ausrichtung zu den bestehenden Fassaden des ehemaligen Saurer-Werks optimal angepasst und von hoher städtebaulicher Qualität.»

Über 60 Meter hoch und mit 80 Wohneinheiten

Es gab zahlreiche Fragen aus dem Publikum zu diesem künftig das Ortsbild von Steinach schon von weitem prägenden Geschäfts- und Wohnhaus, das 64 Meter hoch, 21 Meter breit und 79 Meter lang werden und etwa 80 Wohneinheiten beinhalten soll. So sorgte sich ein Bürger, ob die Höhe des Objekts nicht eine zusätzliche Ausstattung der Feuerwehr notwendig mache. Der anwesende Feuerwehrkommandant wiegelte ab. Ob das Projekt mit der Uferschutzzone des Bodensees kompatibel sei? Ob dieser Bau überhaupt notwendig sei? Und wie man sich die soziale Durchmischung desselben vorstelle? Was zu beantworten war, wurde auch beantwortet.

Gemäss Gemeinderat Markus Lanter habe man intensiv mit dem der HRS verhandelt und mittels dreier Vertragswerke das Beste für die Gemeinde erreicht. So wird die HRS bei einer Realisierung eine grosse Fläche Bauland umsonst an Steinach abtreten, einen Rad- und Fussweg quer durchs Schöntal finanzieren und der Gemeinde auf der geplanten spektakulären Terrasse im 20. Stockwerk eine kostenlose Nutzungsmöglichkeit einräumen. «Wir glauben, dass es sich um ein spannendes Entwicklungsprojekt mit grosser Perspektive handelt und werden daher eine entsprechende Einzonung im Zonenplan vorsehen.»

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