Hobbysportler dürfen in Weinfelden wieder in die Halle und auf die Sportplätze

Die Stadt und die Schulen Weinfelden haben die Sportanlagen diese Woche wieder geöffnet. Die Sportvereine müssen jedoch Schutzkonzepte vorweisen – die Badi bleibt noch länger zu.

Mario Testa
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Die Sportvereine in Weinfelden dürfen die Sportanlagen wieder benützen. Die Turnhalle Güttingersreuti bleibt wegen Sanierungen jedoch zu.

Die Sportvereine in Weinfelden dürfen die Sportanlagen wieder benützen. Die Turnhalle Güttingersreuti bleibt wegen Sanierungen jedoch zu.

(Bild: Mario Testa)

Ein neues Klettergerät empfängt diesen Sommer die Gäste der Badi in Weinfelden. Derzeit läuft die Montage der sogenannten Spielskulptur, einer Mischung aus Klettergerüst, Ruhebank und Rutschbahn. Wann die Kinder erstmals darauf rumtoben können, ist derweil offen. «Wir warten ab, bis der Bund am 27. Mai entscheidet, welches die nächsten Schritte der Lockerung sind», sagt Valentin Hasler, Stadtrat mit dem Ressort Kultur, Sport und Tourismus.

«Wenn es dann mit einem entsprechenden Schutzkonzept geht, werden wir die Badi öffnen. Platz ist ja genug vorhanden.»
Valentin Hasler, Stadtrat Weinfelden, Ressort Kultur, Sport und Tourismus.

Valentin Hasler, Stadtrat Weinfelden, Ressort Kultur, Sport und Tourismus.

(Bild: Mario Testa)

Nebst der Umsetzbarkeit eines griffigen Schutzkonzepts müsse auch die Wirtschaftlichkeit gegeben sein. «Wenn nur ganz wenige Leute in die Badi dürfen, rechnet sich das nicht. Es ist auch eine Energiefrage», sagt Hasler. «Im Endeffekt ist es ein Abwägen zwischen Nutzen und Gesundheit.»

Hasler geht davon aus, dass wenn alle Voraussetzungen stimmen, die Badisaison am 8. Juni beginnt. «Es ist natürlich sehr schade, ist die Badi noch zu. Aber die Risikoabwägung ist wichtig.»

Sportplätze sind wieder offen

Die Sportanlagen in Weinfelden hat die Stadt anfangs Woche für die Vereine wieder freigegeben, wenn auch nur unter strengen Vorgaben. Die Vereine müssen ein Gesuch bei der Stadt einreichen, dem sie ein Schutzkonzept belegen. Solche Schutzkonzepte sind bereits vorhanden, viele Schweizer Sportverbände haben entsprechende Papiere verfasst und sie vom Bundesamt für Gesundheit und oder dem Bundesamt für Sport plausibilisieren lassen. Nun stellen die Verbände diese Konzepte ihren Mitgliedern zur Verfügung.

Geschlossen bleibt derzeit jedoch die Turnhalle Güttingersreuti. Aufgrund des Lockdowns hat die Stadt die dortigen Sanierungsarbeiten vorgezogen, weshalb die Halle nun nicht geöffnet werden kann.

Schutzkonzept als Grundlage für die Nutzung

Oberste Priorität bei allen sportlichen Aktivitäten, die nun wieder aufgenommen werden, hat die Gesundheit der Sportlerinnen und Sportler. «Die Schutzkonzepte und deren Einhaltung sind die Grundlage für die Nutzung der Anlagen», schreibt die Stadt in einem Infobrief an die Weinfelder Sportvereine, und weiter:

«Die Stadt und die Schulen Weinfelden behalten sich vor, die Anlagen wieder zu schliessen, wenn die allgemein bekannten Verhaltensregeln sowie die erarbeiteten Schutzkonzepte nicht eingehalten werden oder Bund und Kanton die Vorgaben ändern.»

Zudem könnten Personen von den Anlagen verwiesen werden, wenn sie nicht zum Aufenthalt berechtigt sind oder sich nicht an die Vorgaben halten. Im Wiederholungsfall kann auch die Nutzungserlaubnis für die Sportanlagen entzogen werden. Für Einzelsportlerinnen und -sportler bleiben die Anlagen grundsätzlich bis auf Weiteres geschlossen.

Für die Sporthallen und Fussballanlagen hat die Stadt selbst auch ein Anlagen-Schutzkonzept erstellt. Ein Punkt der darin steht und überall gilt: die Duschen und Garderoben dürfen nicht genutzt werden. Bei den Belegungsplänen halte man an den bisherigen Zeiten fest. Anpassungen könnten aus organisatorischen Gründen jedoch gemacht werden. Den Brief an die Vereine schliesst der Stadtrat mit folgendem Satz: «Im Sport haben Fairness und Spielregeln eine hohe Bedeutung. Bitte halten Sie sich auch hier daran.»

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