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Historisches Museum Bischofszell sammelt die Bilder Emil Bruggmanns

Emil Bruggmann malte unzählige Bilder. Auf Motivsuche ging der Bischofszeller Primarlehrer mit Vorliebe in seinem Wohnort. Nun hat das Historische Museum die Möglichkeit, den Nachlass des Künstlers der Öffentlichkeit vorzustellen.
Gretel Seebass
Emil Bruggmann in der Wohnung seiner Tochter Vreni; zwei Werke des Malers schmücken die Schranktüren. (Bild: PD)

Emil Bruggmann in der Wohnung seiner Tochter Vreni; zwei Werke des Malers schmücken die Schranktüren. (Bild: PD)

Das Historische Museum Bischofszell hat mit den Töchtern Emil Bruggmanns vor kurzem eine Vereinbarung getroffen. Diese sieht vor, dass der gesamte Nachlass des Künstlers ins Museum in der Marktgasse kommt. Der Grund: Keine der Töchter hat Nachkommen, die diesen Schatz erben könnten.

In Bischofszell ein anerkannter Kunstmaler

In vielen Häusern hängen heute Bilder des Malers und ehemaligen Bischofszeller Primarlehrers Emil Bruggmann, aber wohl nirgends so viele wie bei seinen Töchtern Vreni und Kathrin. Wenn man in die Wohnung Vreni Bruggmanns kommt, betritt man eine kleine Galerie und Räume, die viele Erinnerungen an den geliebten Vater bergen.

In der Stube steht ein Bauernschrank mit zwei Sujets aus der Altstadt: Links der Blick auf den Bogenturm aus ungewohnter Perspektive, rechts eine Ansicht des Zitronengässlis mit dem Turm der Pelagiuskirche. Ein dickes Fotoalbum hält das Gedächtnis an den stadtbekannten Bischofszeller wach, und Artikel aus den damals noch drei Bischofszeller Tageszeitungen zeigen Emil Bruggmanns Bedeutung für seine Heimatstadt.

Viele Bilder wurden zu Geschenken

Emil Bruggmann wurde 1907 geboren und starb am 29. Januar 1995 in Bischofszell. Er wuchs im Hirschenschulhaus auf, wo er bis zu seinem Tode lebte. Im Aktivdienst begann er zu zeichnen, und nach dem Zweiten Weltkrieg wandte er sich der Malerei zu. Es gibt wohl keinen Winkel in Bischofszell, den Bruggmann nicht gezeichnet, aquarelliert oder in Ölfarbe festgehalten hat.

Neben Ansichten aus Bischofszell und Umgebung malte er gerne Tiere und Gebirgsansichten, die dem sportlichen Mann aus seiner Aktivzeit als Gebirgsjäger und von Wanderungen vertraut waren. Bis zur ersten Ausstellung im Museum, die 1973 stattfand, hatte Emil Bruggmann die meisten Bilder verschenkt. Im Jahr 1995 fand die letzte Ausstellung im Museum statt, als Bilder aus dem Nachlass gezeigt und zum Verkauf angeboten wurden.

Aber nicht nur Gemälde sind von Emil Bruggmann erhalten, sondern auch Batiken, eine Lithografie der alten Thurbrücke sowie Federzeichnungen und Karikaturen. Von 1928 bis 1972 war er Lehrer an der Primarschule in Bischofszell und unterrichtete auf der Mittelstufe im Schulhaus Obertor. Mit Tochter Vreni gab er im Schulhaus Hoffnungsgut Kurse über die Batikherstellung.

Museum sucht weitere Bilder

Der Vorstand des Museums ersucht die Bevölkerung, Bilder des Malers Emil Bruggmann, die bei Hausräumungen auftauchen oder aus anderen Gründen nicht mehr gebraucht werden, dem Histo rischen Museum Bischofszell zu schenken. Im Museum sollen die Werke fachgerecht inventarisiert werden. Bilder können bei Pius Biedermann (Bergstrasse 15, Telefon 071 420 96 23), dem Präsidenten der Museumsgesellschaft oder im Museum bei Kuratorin Alexandra M. Rückert (Marktgasse 4, Tel. 071 422 38 91, E-Mail museum.bischofszell@bluewin.ch) abgegeben werden. (red)

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