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Hier fühlen sich seltene Arten wohl

Der Naturgarten von Maria und Uwe Pawlowski in Bischofszell dient zahlreichen Tierarten als Lebensraum.
Yvonne Aldrovandi-Schläpfer
Uwe und Maria Pawlowski geniessen die Vielfalt ihres Naturgartens.Bild: Yvonne Aldrovandi-Schläpfer

Uwe und Maria Pawlowski geniessen die Vielfalt ihres Naturgartens.Bild: Yvonne Aldrovandi-Schläpfer

Eine Prachtlibelle sitzt auf der Wäscheleine und präsentiert ihre schillernden Flügel. Nebenan tanzt ein Zitronenfalter am Sommerflieder von einer Blütenrispe zur anderen. Maria und Uwe Pawlowski führen durch ihren Naturgarten an der Stockenerstrasse 3 in Bischofszell. Die Gärtnerin zeigt auf zwei Wasserfrösche, die sich am Teichrand sonnen.

In Pawlowskis Garten gedeihen rund 200 verschiedene bekannte und weniger bekannte Pflanzen. Von den meisten weiss Maria Pawlowski den Namen und deren Nutzen. Zahlreiche Tierarten haben bei Pawlowskis ihr Paradies gefunden.

«Unseren Naturgarten haben wir den Tieren zuliebe angelegt.»

erzählt Maria Pawlowski. Sie würde kein Tier mutwillig töten – auch keine Wespe oder Spinne. Das habe sie schon von ihren Eltern gelernt, sagt die gebürtige Bauerntochter. Zurzeit blühen in ihrem Naturgarten unter anderem Wegwarten, Königskerzen, Johanniskraut, wilde Möhren, Glockenblumen und Sonnenaugen. Eine einzelne Wegwarte-Blüte lebe einen Tag lang – sie öffne sich lediglich am Morgen und blühe bis am Mittag, weiss Uwe Pawlowski. Die hellblauen Blumen locken Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge an.

Den Garten 1982 selbst angelegt

Maria Pawlowski hat im Jahre 1982 den Naturgarten nach der Übernahme des Hauses selbst angelegt. «Das Haus hat zuvor meiner Mutter gehört», sagt Maria Pawlowski und ergänzt, dass sie hier zusammen mit ihren sechs Geschwistern aufgewachsen sei. Wo heute der Naturgarten ist, seien einst ein Obstgarten und später ein Maisfeld gewesen.

Auch ihre Obstbäume hat Maria Pawlowski vor 37 Jahren selbst gepflanzt. Es sind vorwiegend alte Sorten, wie Berlepsch, Roter Boskoop, Goldparmäne und Jonathan. Bei der Auswahl habe sie auf Lageräpfel geachtet, was sich bewährt habe. Maria Pawlowski nutzte auch die Gelegenheit, kleine Hügel, Wasserteiche und Hecken für Wildtiere anzulegen.

«Eine Vielfalt von Bäumen, Stauden, Blütenpflanzen und Wasserstellen zieht auch eine Vielfalt von Vögeln, Insekten und anderen Tieren an.»

sagt Maria Pawlowski. Auf den Einsatz von Pestiziden und Kunstdünger wird gänzlich verzichtet. Die Molche, Frösche, Kröten und Blindschleichen, die sich im Garten angesiedelt haben, seien überaus nützlich und würden bei der naturnahen Schädlingsbekämpfung helfen. «Eine Kröte lebt bei uns im Keller», sagt Maria Pawlowski. Diese ernähre sich von Kellerasseln.

Drei Schmetterlinge von Pro Natura

Maria Pawlowski erzählt, dass im Frühling ihr Garten besonders schön sei. Dann, wenn die Natur aus dem Winterschlaf erwacht und unzählige Schlüsselblumen, Sumpfdotterblumen und Lungenkraut blühen. Ein Garten müsse nicht immer aufgeräumt sein – Gartenabfälle bieten zahlreichen Tieren Nahrung, Unterschlupf und Winterquartier. Verblühte Sonnenblumen und andere samentragende Pflanzen sollen nicht abgeschnitten werden – sie sind natürliche Futterquellen für Vögel. Maria Pawlowski empfiehlt, das ganze Jahr über zu füttern – mit Mischfutter für freilebende Vögel. Das natürliche Nahrungsangebot werde immer geringer.

Pro Natura hat im Jahre 2005 Pawlowskis Garten mit drei Schmetterlingen – der höchsten Qualifikation – ausgezeichnet.

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