Herzstück der Schulanlage: Egnach will die alte Turnhalle zur Aula umbauen.

Am 29. November stimmen die Schulbürger über einen Kredit von 1,72 Millionen Franken ab. Am Dienstagabend informierte die Behörde über das Projekt.

Trudi Krieg
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Die alte Turnhalle ist denkmalgeschützt und soll einer neuen Bestimmung zugeführt werden.

Die alte Turnhalle ist denkmalgeschützt und soll einer neuen Bestimmung zugeführt werden.

Bild: PD

Die Aula ist das letzte Puzzleteil der Schul- und Sportraumplanung Neukirch, wie sie aus einem Wettbewerb 2011 hervorging. Sämtliche Architekten hätten damals die Alte Turnhalle als Aula vorgesehen, sagte Schulpräsidentin Karin Bressan an einer Informationsveranstaltung am Dienstagabend in der Rietzelghalle. Nun könne man ein schlankes, auf das Nötigste beschränkte Projekt vorlegen, das allen diene: Den Schulen aller Stufen, der Musikschule und den musischen Vereinen.

Zukünftig wird in der Aula der Musikunterricht der Sekundarschule stattfinden und die Unterrichtsräume der Musikschule ergänzen. Die Aula mit Bühne soll zudem Raum bieten für Schul-, Tanz, Theater- und Musikaufführungen, Versammlungen, Weiterbildungen und Informationsanlässe. Auch die musischen Vereine von Egnach können sie nach Bedarf nutzen. Ihre Anliegen wurden bei der Projektentwicklung berücksichtigt, wie Urs Stäheli, Delegierter der musischen Vereine betonte.

Das Projekt nimmt Rücksicht auf die Geschichte des Gebäudes

Das äussere Erscheinungsbild des Gebäudes bleibt erhalten. Die Fassaden werden saniert und, wo nötig, wieder instand gestellt. Im Saalinnern bleiben die Holzdecke, Parkettboden und ein Teil der Turngeräte erhalten. Bauliche Veränderungen sind vor allem im Eingangsbereich und den sanitären Anlagen nötig. Das Dach wird wohl geflickt, aber eine Gesamterneuerung sei im Moment nicht erforderlich, sagte Bressan.

Gemeindepräsident Stephan Tobler hielt ein flammenden Plädoyer für den Aula-Kredit. Die Vorfahren hätten das 1926 erbaute Gebäude wohl noch mit Fronarbeit erstellt, um überhaupt eine Turnhalle im Ort zu haben. Die Aula bilde als letztes Teil der Geamtschulanlage das Zentrum und Herzstück für alle und sei an sich ein Bijou. Auch Martin Saurer von der Schulbehörde ging auf die Geschichte der Turnhalle ein. Abendunterhaltungen, Maskenbälle, Raiffeisen- und Gemeindeversammlungen hätten dort früher stattgefunden.

Halle muss so oder so erhalten werden

Als denkmalgeschütztes Gebäude muss die Halle zwingend erhalten und unterhalten werden. Nach Abzug schon erbrachter Leistungen und der Beiträge an denkmalpflegerische Massnahmen beläuft sich der Baukredit netto auf 1,72 Millionen Franken. Die Abstimmung darüber findet am 29. November statt. Bei einem Ja erfolgt im Dezember die Baueingabe. Die Bauzeit ist von August 2021 bis Juli 2022 vorgesehen.