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Herzige Haushaltshilfe in Amriswil: Schweinchen Kimi bringt sogar die Zeitung

Weil das Minipig durch Mutter und Schwester verdrängt wurde, wuchs es in der Wohnung auf. Nun entwickelt sich das Tier zu einem kleinen Herzensbrecher, der es auf die Bühne schaffen könnte.
Rita Kohn
Minipig Kimi bringt Rosmarie Langjahr die Thurgauer Zeitung. Bild: Reto Martin

Minipig Kimi bringt Rosmarie Langjahr die Thurgauer Zeitung. Bild: Reto Martin

Rosmarie Langjahr ist aufs Schwein gekommen. Schon zum zweiten Mal. Gesucht hat sie die Situation nicht. «Ich wollte eigentlich kürzer treten», sagt sie mit einem Lachen. Doch dann kam Kimi. Das war vor etwas über einem Jahr. «Der Kleine wurde von seiner Mutter und der Schwester regelrecht weg gedrängt», sagt Rosmarie Langjahr rückblickend. Es gab nur zwei Optionen: «Wir hätten ihn sterben lassen können oder wir konnten ihn zu uns nehmen.»

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Kimi ist im kleinen Reich von Rudolf und Rosmarie Langjahr eingezogen. «Anfänglich war er so klein, da passte er noch durch die Katzenklappe», erinnert sich Rosmarie Langjahr. Der kleine Frechdachs eroberte nicht nur das Herz seiner neuen Ziehfamilie, er bezauberte auch die Umgebung. Denn so lange er noch so winzig war, durfte er zum Einkaufen mit nach Amriswil. Rosmarie Langjahr schmunzelt: «Die Leute waren total entzückt, wenn sie sahen, dass es kein Hund sondern ein Schweinchen ist, das da im Korb sitzt.»

Überaus gelehrig und ordentlich

Heute passt Kimi weder durch die Katzenklappe noch in den Einkaufskorb. Mit seinen 14 Monaten bringt er inzwischen rund stattliche 30 Kilogramm auf die Waage. Alle Versuche, ihn in die Gruppe der anderen Minipigs zu integrieren, die auf dem Gelände von Rodolfo leben, scheiterten. «Kimi wird von den anderen schikaniert. Er wehrt sich nicht», sagt Rosmarie Langjahr. Dennoch möchte sie, dass Kimi ein Gspänli bekommt. «Es wird aber wohl noch ein Baby sein müssen, damit das klappt.»

Derweil zeigt sich Kimi als überaus ordentliches Haustier. Er räumt Spielsachen auf, trägt die Zeitung heran und schliesst die Türe. Dinge, die er zwar mit Rosmarie Langjahr trainiert, die ihm aber sichtlich Spass machen. Kürzlich seien sie bei einer Familie zu Besuch gewesen, bei der die Kinder ihre Spielsachen im Raum verteilt hatte. Kimi machte sich sofort daran, alles in die Spielzeugbox einzuräumen. «Er ist ein gelehriges Schweinchen», lobt Rosmarie Langjahr. Kimi spitzt die Ohren und schielt nach den Käsewürfelchen auf dem Tisch. So viel Lob muss doch auch was Gutes nach sich ziehen.

Ein Glücksfall für die Besitzer

Schon einmal hat ein Minipig Rosmarie Langjahrs Herz und bald auch die Herzen der Schweizerinnen und Schweizer erobert. Ivan stand immer wieder auf Bühnen und im Rampenlicht. Nach seinem Tod Ende 2015 wollten Langjahrs das Kapitel aber abschliessen. «Wir haben nie nach einem Ersatz für Ivan gesucht», versichert Rosmarie Langjahr. Dass sich Kimi als gelehriges Schweinchen entpuppt, das Freude am Arbeiten hat und die Herausforderung sucht, ist dennoch ein Glücksfall.

Rosmarie Langjahr ist sicher: Kimi kann es seinem berühmten Vorgänger bald gleichtun, was die Bühne oder Auftritte in Werbespots betrifft. An erster Stelle aber steht nach wie vor das Wohl von Kimi. Das muntere Mini- pig hat davon seine eigenen Vorstellungen. Kimi möchte auf jeden Fall den Familienanschluss behalten.

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