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Hereinspaziert in die Arboner Altstadt

Die Usestuehlete ermöglicht am Samstag einen Blick hinter die Kulissen des Städtli zu werfen.
Marco Cappellari
Wie in vergangenen Jahren laden Private, Lokale und Geschäfte zu sich ein. (Bild: Max Eichenberger)

Wie in vergangenen Jahren laden Private, Lokale und Geschäfte zu sich ein. (Bild: Max Eichenberger)

Malerische Fassaden, farbenfrohe Fachwerkhäuser oder das spätmittelalterliche Kappeli: Die Arboner Altstadt besticht durch pittoreske Kulissen und historische Bauwerke. Viele Besucher und Anwohner bekommen diese meist nur von aussen zu sehen. Das Städtli einmal von innen zu sehen, ermöglicht die Arboner Usestuehlete, die am Samstag zum sechsten Mal stattfindet. Elf Lokale, 22 Geschäfte und Institutionen sowie sechs Private öffnen in diesem Jahr Tür und Tor für die Öffentlichkeit. Sie laden zum Besichtigen und zum gemeinsamen Zusammensitzen oder Verweilen ein.

Ein Ort der Begegnungen

«Oft überrascht es einen regelrecht, was sich hinter den Altstadtmauern verbirgt», sagt Christine Schuhwerk vom Organisationskomitee, das den Anlass verantwortet. Die Usestuehlete wurde 2013 im Rahmen eines Stadt-Workshops ins Leben gerufen, der Quartierverein übernahm das Patronat. Es geht dabei längst nicht nur darum, die Arboner Architektur zu bestaunen. «Die Idee ist, die Altstadt zu einem Ort der Begegnung zu machen, wo man sich trifft und zusammensitzt», sagt Schuhwerk.

Jede teilnehmende Wohnung, jedes Geschäft und jede Institution entscheidet selbst, was sie den Besuchern bieten möchte. «Manche stellen ihren Garten oder ihre Dachterrasse zur Verfügung, andere öffnen sogar die Türen zum Schlafzimmer.» Nur Eintritt verlangen oder etwas verkaufen dürfen sie nicht. Eine Kollekte darf aber erhoben werden. «Viele offerieren einen Imbiss oder etwas zum Trinken. So verweilen die Leute oft und es hat schon manch ein schönes Fest gegeben», sagt Schuhwerk.

Christine Schuhwerk, OK Usestuehlete. (Bild: Chris Mansfield)

Christine Schuhwerk, OK Usestuehlete. (Bild: Chris Mansfield)

Ein Stuhl vor dem Eingang signalisiert, welche Wohnung, Institution oder welches Geschäft zum Eintreten einlädt – und zwar von 14 bis 18 Uhr. Ab 18 Uhr verlagert sich das Geschehen in die Altstadt-Lokale, wo die Besucher Live-Musik erwartet. «Auch hier legen wir Wert auf eine heimelige Atmosphäre», sagt Schuhwerk. Grosse Bühnen oder laute Musikboxen solle es deshalb keine geben. «Dass der Anlass nicht auf öffentlichem Boden stattfindet, vereinfacht ausserdem den bürokratischen Aufwand.»

Trotz aller Heimeligkeit: Bei schönem Wetter finden sich gerne mal 500 Besucher ein, welche die Altstadt-Gässlein bevölkern. «In diesem Jahr könnten es noch mehr werden, wenn das Wetter stimmt.» Die Leute kämen dabei nicht nur aus Arbon selbst. «So hat sich beispielsweise zum ersten Mal eine Gruppe aus Obersaxen angemeldet.» Auch in anderen Ortschaften hat sich die Arboner Usestuehlete rumgesprochen. «Wir hatten bereits einige Anfragen von Gemeinden, die sich dafür interessieren, einen ähnlichen Anlass zu organisieren.»

Mehr Gewerbe, weniger Private

Das OK organisiert die Usestuehlete ehrenamtlich. Finanziert werden die Unkosten durch sogenannte Usestuehlete-Buttons, die der Verein für fünf Franken verkauft, und durch einen Beitrag aus dem Oberthurgauer Kulturpool. Die teilnehmenden Restaurants sind zudem verpflichtet, Usestuehlete-Buttons im Wert von Hundert Franken zu kaufen, die sie aber weiterverkaufen dürfen. «Ausserdem kommt uns die Druckerei, welche die Flyer herstellt, mit den Preisen entgegen», sagt Schuhwerk. So sei das Ganze zu stemmen.

Im Vergleich zu vergangenen Jahren hat sich heuer mehr Gewerbe angemeldet, dafür machen weniger Private mit. Schuhwerk hofft, dass sich das in Zukunft wieder ändert. Doch sie ist zuversichtlich: «Die Usestuehlete spricht sich rum». Sie ist überzeugt, dass viele Anwohner, die zum ersten Mal die Usestuehlete besuchen, animiert werden, nächstes Mal selbst ihre Wohnung zu öffnen. «Das Schönste wäre, wenn sich jeweils Neue anmelden, damit man möglichst viel von der Altstadt zu sehen bekommt.»

Hinweis: Die vollständige Liste der Teilnehmer ist unter www.usestuehlete.ch/ usestuehlete-2019/programm/ zu sehen. Auch die Thurgauer Zeitung an der Schmiedgasse 6 macht diesmal mit.

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