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Heimweh erinnern in Amriswil an die «grosse Glungge»

Mit Heimweh trat am Freitagabend der erfolgreichste Männerchor der Schweiz im restlos ausverkauften Pentorama auf. Die Sänger begeisterten das Publikum und boten Volksmusik einmal anders dar.
Trudi Krieg

Viele Konzertbesucher reisten von weit her an und viele sagten, sie hätten das Ticket geschenkt bekommen, vom Mann, von der Freundin, von der Schwiegertochter, oder sie schenkten es sich selber. Die freudige Erwartung war allen anzumerken, die schon lange vor Konzertbeginn sich beim Eingang drängten.

Die Scheinwerfer richteten sich auf die acht Sänger aus dem Muotathal, dem Berner Oberland, aus den Kantonen Aargau, Uri, Obwalden und Glarus. Mit einem poppigen Anfang luden sie ein, einzutauchen in «üseri und üüchi Gschichte» und unter dem Motto «Vom Gipfel is Tal» den Moment zu geniessen. Von Höhen und Tiefen, die das Leben mit sich bringt, sangen sie; mit wechselnden Gefühlen, von überschäumender Freude bis Trauer, Liebe und Wehmut.

Die grosse «Glungge» beeindruckt den Berner

Der Bergbauer berichtete vom Elternhaus, in dem schon immer gejodelt wurde und Georg aus Grindelwald erzählte, wie er als Bub oft beim Götti in Mörschwil weilte: «Grindelwald ist schön, man kann eine Bergwand anschauen, es hat Schnee im Winter, oft bis in den Sommer hinein. Es ist auch schön hier, wenn man so in die Weite schauen kann.» Die grosse «Glungge», der Bodensee, beeindruckte ihn damals und heute noch.

Es gehe im Leben darum, das, was man habe, zu sehen und zu schätzen.
Allen Müttern widmeten die Sänger das Lied «I bi din Bueb, es Läbe lang». Sie sangen von Verlusten und Hoffnungen, von der Freude an Familie und Kindern, von Dankbarkeit und von Abschieden.
Volksmusik wurde einmal anders geboten.

Nicht nur, aber auch mit Jodel, mit glockenhellen Stimmen, mit viel Bewegung und Rhythmus sowie humoristischen Erzählepisoden aufgelockert. Die charismatische Ausstrahlung der Sänger zog die Besucher in ihren Bann. Diese klatschten mit, schwenkten Lichtlein und liessen sich zu Ovationen hinreissen.

«Blueme» gab’s
zum Abschied

Ein südländischer Schwenker wurde angesagt mit Adriano Celentano. Azzurro hätten alle mitgesungen, aber nach ein paar Takten unterbrach der Ansager: «Nein wir singen nicht das.» Die Heimweh-Showmen sangen in einem temperamentvollen Auftritt das weniger bekannt Lied «Il ragazzo della via Gluck». «Blueme» gab’s zum Abschied und als allerletztes Lied sangen sie «Rosmarie», das Lied mit dem am Donnschtig-Jass im August 2016 die steile Karriere von Georg Schluneggers Männerchor mit den besten Stimmen aus der ganzen Schweiz begann.

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