Hefenhofen
Schluss mit Traktor: Die Feuerwehr Hefenhofen-Sommeri ist dank eines neuen Fahrzeugs nicht mehr auf Landmaschinen angewiesen

Als Ergänzung zum Löschfahrzeug hat die Dorffeuerwehr diese Woche einen Materialtransporter erhalten. Die 100000-Franken-Investition ersetzt den veralteten Anhänger, der stets durch private Traktoren an den Einsatzort gebracht werden musste.

Christof Lampart
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Vor dem Depot in Auenhofen (Gemeinde Hefenhofen) freuen sich die Angehörigen der Feuerwehr über das neue Fahrzeug.

Vor dem Depot in Auenhofen (Gemeinde Hefenhofen) freuen sich die Angehörigen der Feuerwehr über das neue Fahrzeug.

Bild: Benjamin Manser (Sommeri, 1. Juni 2021)

Die Männer und Frauen um den Feuerwehrkommandanten Michael Eigenmann hatten am Dienstagabend grossen Grund zur Freude, durften sie doch beim Feuerwehrdepot im Weiler Auenhofen ein neues Fahrzeug in Empfang nehmen. Es handelte sich dabei um einen «Sprinter» der 316-er Reihe mit Hochdach. Dieser Wagen löst den bisherigen Materialanhänger «Paula» ab und übernimmt praktisch das ganze darin enthaltene Material.

Bisher mit dem Traktor zum Einsatzort

Im Jahr 2019 hatten Vertreter der Feuerwehr Hefenhofen-Sommeri den Wunsch nach einem Ersatz für den in der Handhabe umständlichen und in die Jahre gekommenen Materialanhänger «Paula» geäussert. Bisher seien die Feuerwehrleute mit einem Tanklöschfahrzeug vorausgefahren, sagt Kommandant Michael Eigenmann.

«Daraufhin musste dann ein Traktor den Anhänger mit dem restlichen Material an den Einsatzort lenken.»

Das sei oft umständlich gewesen, da ja nicht alle einen Traktor zu Hause hatten und mit dem Anhänger fahren konnten, erklärte der Feuerwehrmann im Rahmen der «Sprinter»-Übergabe, die vor dem Feuerwehrdepot durch die Lieferfirma Sanwald Fahrzeugbau AG aus Bühler AR vollgenommen wurde.

Gleichzeitig kam 2019 die Frage auf, wo der Ersatz dereinst untergebracht werden sollte. Denn das damalige Feuerwehrdepot im Sonnenberg war zu klein für das vorgesehene neue Gefährt. Dank der Mithilfe des Gemeinderates Hefenhofen konnte die Feuerwehr letzten Sommer eine leerstehende Scheune übernehmen und umbauen. So stand dem Erwerb des «Sprinter», der 100'000 Franken kostet, nichts mehr entgegen.

Fast alle können nun damit fahren

Beim neuen Fahrzeug können verschiedene Module in Form von Rollwagen be- und entladen werden. Je nach Ereignis ist somit stets das richtige Material am Einsatzort vorhanden. Insgesamt wurden drei Rollwagen zusammen mit dem Fahrzeug bestellt: Atemschutz, Ölwehr und Technische Hilfeleistung. Die Rollwagen können über eine im Fahrzeug verbaute Seilwinde auch mit nur einer Person bedient werden.

Ein weiterer Vorteil des neuen Autos besteht darin, dass dieses mit einem Führerausweis der Kategorie B gefahren werden darf. Somit können nun deutlich mehr Feuerwehrleute als zuvor das Fahrzeug lenken. Ein sehr einfach zu bedienender Leiterlift rundet das Angebot an Einsatzmöglichkeiten ab.

Was jetzt noch fehlt, das ist die Beschriftung auf dem Fahrzeug, das aktuell noch im jungfräulichen Rot erstrahlt. «Wir wollten von Anfang an den ‹Sprinter› durch eine im Ort ansässige Fachperson beschriften lassen», sagt Eigenmann. Dafür habe die Feuerwehr aber die Lieferung abgewartet.