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Hefenhofen braucht einen zweiten Wahlgang

Der einheimische Kandidat Thomas Schnyder verpasst das absolute Mehr um gerade mal fünf Stimmen. Die beiden auswärtigen Kandidaten liegen weit zurück.
Rita Kohn
Thomas Schnyder verpasste die Wahl zum Gemeindepräsidenten nur sehr knapp. (Bild: Manuel Nagel)

Thomas Schnyder verpasste die Wahl zum Gemeindepräsidenten nur sehr knapp. (Bild: Manuel Nagel)

Die Findungskommission hat per Inserat nach einem neuen Gemeindepräsidenten für Hefenhofen gesucht. Jetzt scheint es so, als würde der einheimische Kandidat, Thomas Schnyder, das Präsidium übernehmen. Er hatte sich erst kurz vor Ablauf der Meldefrist als Kandidat gemeldet. Zur Zeit, als die Findungskommission nach einem Anwärter suchte, habe es seine berufliche Situation noch nicht zugelassen, sich zu melden, begründete Schnyder seine späte Kandidatur.

Der Gemeindeleiter der Freikirche Buchwiesengemeinde Erlen hat in den letzten Wochen die Hefenhoferinnen und Hefenhofer am meisten überzeugt. Trotz kritischer Fragen am Podium Ende Oktober konnte der gebürtige Hefenhofer mit seinen Vorstellungen von Gemeindeführung punkten. Er möchte das Selbstbewusstsein der Hefenhofer Bevölkerung stärken und unter anderem den vor einiger Zeit mangels Beteiligung stillgelegten Gemeindeverein reaktivieren.

In der Nachbargemeinde aufgewachsen

Raphael Rechsteiner kandidierte für das Hefenhofer Gemeindepräsidium. (Bild: Manuel Nagel)

Raphael Rechsteiner kandidierte für das Hefenhofer Gemeindepräsidium. (Bild: Manuel Nagel)

Deutlich abgeschlagen landen die beiden Kandidaten der Findungskomission auf dem zweiten und dritten Platz. Raphael Rechsteiner – Sohn der Präsidentin der benachbarten Gemeinde Sommeri – hat 105 Stimmen weniger erhalten und muss sich mit dem zweiten Platz begnügen. Er hatte vor allem darauf gesetzt, kurze Entscheidungswege zu haben und wollte die von einem externen Ingenieurbüro geführte Bauverwaltung in die Gemeinde zurückholen.

Raphael Rechsteiner sieht sich ebenfalls quasi als Einheimischer. Er ist nicht nur in der Nachbargemeinde aufgewachsen und hat noch immer starke familiäre Verbindungen zu Sommeri, er war auch in der gemeinsamen Feuerwehr von Sommeri und Hefenhofen aktiv. Inzwischen lebt Raphael Rechsteiner in Wittenbach.

Am Podium gefehlt

Marcel Huber kandidierte für das Hefenhofer Gemeindepräsidium. (Bild: Manuel Nagel)

Marcel Huber kandidierte für das Hefenhofer Gemeindepräsidium. (Bild: Manuel Nagel)

Mit nur 61 Stimmen landet der Rheintaler Marcel Huber auf dem dritten Platz. Er verpasste Ende Oktober die Möglichkeit, sich der Bevölkerung näher vorzustellen, als er dem Podium krankheitshalber fern bleiben musste. Eine kurze Vorstellung durch den Präsidenten der Findungskommission brachte den Kandidaten der Bevölkerung nicht nahe genug, um ihn als Favoriten zu handeln.

Ob Marcel Huber und Raphael Rechsteiner zum zweiten Wahlgang antreten werden, steht in den nächsten Tagen fest. Thomas Schnyder kann am 10. Fe-bruar nächsten Jahres aus einer komfortablen Situation heraus starten: Sein Vorsprung ist so gross, dass er selbst dann nicht gefährdet wäre, wenn sich einer der beiden anderen Kandidaten zu Gunsten des anderen aus dem Rennen um das Gemeindepräsidium zurückziehen würde. Im zweiten Wahlgang reicht das einfache Mehr zur Wahl.

Gemeinde will zur Ruhe kommen

In Hefenhofen hofft man vor allem darauf, dass es dem neuen Präsidenten gelingt, die Negativschlagzeilen über die Gemeinde zum Verstummen zu bringen und die Bevölkerung zur Ruhe kommen zu lassen. Der amtierende Präsident Andreas Diethelm, der sich nun beruflich neuorientieren wird, war in den letzten Jahren und Monaten verschiedentlich massiver öffentlicher Kritik ausgesetzt gewesen.

Stimmbeteiligung von 52,5 Prozent

An der Wahl zum neuen Gemeindepräsidenten hatten sich 52,5 Prozent der Stimmberechtigten beteiligt. Thomas Schnyder kam auf 179 Stimmen, Raphael Rechsteiner auf 74 Stimmen und Marcel Huber auf 53 Stimmen. Das absolute Mehr von 184 Stimmen wurde nicht erreicht. Der zweite Wahlgang findet im Rahmen der ordentlichen Gemeinderatswahlen statt.

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