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HCT-Stürmer Kenny Ryan für das 7. Playoff-Spiel gesperrt

Der HC Thurgau muss heute Abend im alles entscheidenden Spiel der Best-of-7-Serie gegen den HC Ajoie auf seinen amerikanischen Stürmer Kenny Ryan verzichten. Dem HCT steht keine Rekursmöglichkeit zur Verfügung.
Matthias Hafen
Kenny Ryan muss das entscheidende Playoff-Spiel des HC Thurgau in der Ajoie von der Tribüne aus verfolgen. (Bild: Mario Gaccioli, Kloten, 22. September 2018)

Kenny Ryan muss das entscheidende Playoff-Spiel des HC Thurgau in der Ajoie von der Tribüne aus verfolgen. (Bild: Mario Gaccioli, Kloten, 22. September 2018)

Der nationale Verband Swiss Ice Hockey Federation (SIHF) sperrte Kenny Ryan vorsorglich für das siebte Playoff-Spiel vom Freitagabend «wegen eines unerlaubten Körperangriffs gegen Julien Privet vom HC Ajoie in der 39. Minute des Playoff-Spiels der Swiss League vom 6. März 2019», wie es in der Begründung heisst. Gleichzeitig wurde gegen Ryan ein ordentliches Verfahren eröffnet.

Die Meldung trifft den HC Thurgau am Morgen des alles entscheidenden Viertelfinalspiels wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Denn von Seiten der Schiedsrichter hatten die Thurgauer ganz andere Signale bekommen. So haben sich die Referees am vergangenen Mittwoch am Ende der Partie bei Exponenten des HCT angeblich für den Fehler, also die ausgesprochene 5-Minuten-Strafe inklusive Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Ryan, entschuldigt. «Es war von Kenny Ryan kein Check gegen den Kopf von Julien Privet», sagt auch Andreas Fischer, Director Officiating bei der SIHF, der in Weinfelden anwesend war. «Darüber müssen wir nicht diskutieren.»

Fünf Minuten vor Ablauf der Frist kam der Entscheid

Das Urteil von Einzelrichter Oliver Krüger wurde jedoch aufgrund des auf den TV-Bildern ersichtlichen Checks gefällt, nicht aufgrund eines (nicht vorhandenen) Checks gegen den Kopf. Und wegen der Verletzung von Ajoies Privet in dieser Aktion mussten die Player Safety Officers Stéphane Auger und Ryan Gardner von Amtes wegen aktiv werden. Das wäre also auch passiert, wenn die Schiedsrichter keine 5-Minuten-Strafe gegen Ryan ausgesprochen hätten, sondern eine kleinere oder gar keine. Die Player Safety Officers sichteten die Bilder und gaben Einzelrichter Krüger eine Empfehlung ab.

Doch muten die Zeitabläufe in diesem Fall etwas seltsam an. Denn die SIHF hatte bis am Freitag um 10 Uhr Zeit, eine Sperre gegen Ryan auszusprechen. Angeblich am Freitag um 9.55 Uhr ist der Bescheid beim HC Thurgau angekommen. Dies, obwohl die Verantwortlichen zwischen dem sechsten Spiel am Mittwoch und dem siebten am Freitag keine andere Szene aus irgend einem anderen Spiel beurteilen mussten.

Keine Chance, die neue Situation zu trainieren

Hätte der HC Thurgau bereits am Donnerstag vom Urteil gegen Kenny Ryan erfahren, hätte die Mannschaft von Trainer Stephan Mair noch mit der neuen Situation umgehen und entsprechend trainieren können. So aber war das unmöglich.

Während Einzelrichter Oliver Krüger aufgrund des laufenden Verfahrens keine Stellungnahme abgibt, will man seitens des HC Thurgau wegen der Gemütslage keine Stellung nehmen. «Für uns ist das ein Schock», sagt Geschäftsführer Patrick Bloch nur. Dass die Verantwortlichen des HC Thurgau ob der Situation vor Wut kochen, kann man sich vorstellen.

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