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«Der HC Thurgau geniesst wieder mehr Akzeptanz»

Nach der sportlich erfolgreichen Saison 2017/18 vermeldet der HC Thurgau regen Zulauf, was Sponsoren angeht. Präsident Hansjörg Stahel kann und will sich aber nicht auf den Lorbeeren ausruhen.
Matthias Hafen
Clubpräsident Hansjörg Stahel, aufgenommen in seinem Betrieb in Oberaach, steuert den HC Thurgau in eine Zukunft voller Ambitionen. (Bild: Mario Gaccioli)

Clubpräsident Hansjörg Stahel, aufgenommen in seinem Betrieb in Oberaach, steuert den HC Thurgau in eine Zukunft voller Ambitionen. (Bild: Mario Gaccioli)

Vor zwei Jahren übernahm der Garagist Hansjörg Stahel das Präsidium des HC Thurgau von seinem Vorgänger Ronny Keller. In Stahels Zeit kehrte der NLB-Club von Hockey Thurgau zum alten Namen zurück und verpasste sich ein neues Logo. Vor allem aber geht es unter dem 56-jährigen Oberaacher sportlich und finanziell wieder nach oben.

Hansjörg Stahel, Sie irrten vor kurzem im Mais-Labyrinth in Langrickenbach umher. Forderte Sie das Labyrinth mehr heraus oder das Präsidentenamt beim HCT?

Ich mache beides gerne und es ist durchaus miteinander vergleichbar. Am Anfang ist die Herausforderung riesig. Wenn man aber eine Zeit lang drin ist, geht’s immer besser. Beim HC Thurgau läuft es heute viel einfacher, als noch bei meiner Übernahme des Präsidiums.

Woran liegt das?

Wir haben einen Verwaltungsrat, der eigentlich perfekt funktioniert. Jeder der fünf Verwaltungsräte ist operativ tätig. Das ist für mich ganz wichtig. Jeder weiss auch Bescheid, was der andere macht. Die Strukturen innerhalb des Clubs sind heute viel klarer aufgegleist. So arbeiten wir effizienter und zielführender.

Ist das auch das Geheimnis des sportlichen Erfolgs?

Es ist kein Garant, aber es hilft sehr. Wenn die Stimmung innerhalb des Verwaltungsrats schlecht ist, überträgt sich das meist auch auf das Umfeld und das Team.

Die Stimmung rund um den HC Thurgau dürfte auch so gut sein, weil die Mannschaft in der abgelaufenen Saison die beste Qualifikation seit
14 Jahren spielte. Eine durchwegs erfolgreiche Saison also?

Durchwegs vielleicht nicht. Sportlich haben wir nur ein Teilziel erreicht. Platz sechs nach der Qualifikation war super, leider hat es dann aber nicht für die Playoff-Halbfinals gereicht. Aber wir haben die meisten Ziele erreicht. Etwa hatten wir 18 Prozent mehr Zuschauer. Wir haben das Catering deutlich verbessert und – was mir sehr am Herzen liegt – der Club ist breiter abgestützt. Im Vergleich zur Vorsaison hatten wir 170000 Franken weniger Einnahmen durch das Metall-Sponsoring, generierten aber trotzdem rund 20000 Franken mehr Ertrag. Heute haben wir eine Basis, die der HCT braucht. Wir dürfen nicht alleine von drei, vier Mäzenen abhängig sein.

Wie sieht es im Sponsoring für die Saison 2018/19 aus?

Wir haben einen regen Zulauf und können unser Budget nochmals leicht erhöhen. Die budgetierten Einnahmen vom Metall-Sponsoring haben wir praktisch schon beisammen. So früh waren wir diesbezüglich noch nie dran.

Wie erklären Sie sich das?

Der HC Thurgau geniesst heute wieder mehr Akzeptanz und hat im Vergleich zu Hockey Thurgau deutlich an Image gewonnen. Das bekommen wir von allen Seiten zu spüren.

Wo müssen Sie den Hebel für kommende Saison ansetzen?

Wir hatten im vergangenen Winter einen Zuschauer-Durchschnitt von 1100, wollen aber künftig 1500. Um das zu erreichen, haben wir unter anderem das Kids-Abo eingeführt, mit dem Kinder zwischen 7 und 15 Jahren ein Stehplatz-Abo für nur fünf Franken erhalten.

Was erwarten Sie von der Mannschaft im kommenden Winter?

Die Ziele lauten Playoff-Halbfinal und die zweite Runde im Schweizer Cup. Ich bin überzeugt, dass wir das Zeug dazu haben.

Ein kleiner Verlust und grosse Pläne mit dem Inline-Drom

An der ordentlichen Generalversammlung vom Donnerstagabend wies die Thurgauer Eishockey AG einen Verlust von 40000 Franken aus. Das Minus kam erst nach Abschreibung zustande – unter anderem für das Thurgauer Dörfli neben der ­Eishalle Güttingersreuti in Weinfelden. Operativ erwirtschaftete der HC Thurgau in der Saison 2017/18 zum zweiten Mal in Folge einen Gewinn. Im Jahr zuvor hatte der nach Abschreibung noch 145000 Franken betragen. Der Club sei finanziell gesund, betonte Präsident Hansjörg Stahel. «Wir haben nicht einen Franken Schulden.» Die anwesenden Aktionäre im Thurgauer Dörfli stimmten danach einer Kapitalerhöhung um 280000 Franken zu. Eine Vorkehrung, um den Inline-Drom kaufen zu können, in dem der HC Thurgau mit seinem Dörfli eingemietet ist. Die Kapitalerhöhung bedeute aber noch keine Zusage, so Vizepräsident Max Hinterberger. Doch spielt der HCT bereits mit dem Gedanken, im hinteren Teil des Areals einen Fitnessraum aufzustellen. Die Verwaltungsräte Stahel, Hinterberger, Kurt Tanner, Raphael Meister und Thomas Müller wurden einstimmig wiedergewählt. Das Budget wird für 2018/19 leicht erhöht und beträgt 3,3 Millionen Franken. Es sieht einen Gewinn von 8000 Franken vor. (mat)

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