Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

HC Thurgau verspielt siebten Heimsieg in Serie fahrlässig

Gegen den SC Langenthal hat Thurgau 50 Minuten lang den siebten Heimsieg in Folge vor Augen. Nach einem kapitalen Fehler bricht der HCT aber ein und verliert noch 3:5.
Matthias Hafen
Der HC Thurgau (hier im Spiel gegen Visp) musste am Dienstag gegen Langenthal erstmals im Kalenderjahr 2019 vor heimischem Publikum als Verlierer vom Eis. (Bild: Mario Gaccioli, Weinfelden, 15. Januar 2019)

Der HC Thurgau (hier im Spiel gegen Visp) musste am Dienstag gegen Langenthal erstmals im Kalenderjahr 2019 vor heimischem Publikum als Verlierer vom Eis. (Bild: Mario Gaccioli, Weinfelden, 15. Januar 2019)

Der HC Thurgau schwebte gedanklich wohl schon im siebten Himmel. Nach Olten, den GCK Lions, Kloten, Winterthur, Visp und den Ticino Rockets schien auch Langenthal die Weinfelder Güttingersreuti als Verlierer verlassen zu müssen. 50 Minuten lang ackerte und rackerte der HC Thurgau gegen die Oberaargauer. Er holte vor der Minusrekordkulisse von 947 Zuschauern durch Michael Loosli (20.) und Melvin Merola (27.) zweimal einen Rückstand auf und ging in der 36. Minute durch Merola 3:2 in Führung. Dieses Resultat hielt die Mannschaft von Trainer Stephan Mair bis ins Schlussdrittel. Dort war der HCT aber nicht mehr bereit, die Extrameile zu gehen, die es für den siebten Heimsieg in Serie gebraucht hätte.

Während von Thurgau in den letzten 20 Minuten nichts mehr kam, drehte Langenthal auf. Schliesslich lag der besser klassierte Tabellennachbar des HCT nur ein Tor im Hintertreffen. Den gefährlichen Vorstoss von SCL-Topskorer Brent Kelly und die Abschlussversuche dessen Teamkollegen Simon Sterchi, Yves Müller und Dario Kummer konnte Goalie Janick Schwendener mit Glanzparaden noch abwehren. Doch irgendwann machten es Thurgaus Vorderleute dem eigenen Torhüter zu schwer.

Die fatale 53. Minute

Durch ein defensives Kollektivversagen kassierte der HCT in der 53. Minute den Ausgleich. Langenthals Robin Leblanc kam an der blauen Linie von Thurgaus Drittel unverhofft an den Puck und brachte ihn hintereinander an Cody Wydo, Sami El Assaoui und David Wildhaber vorbei. Vor dem Tor liess Leblanc Schwendener keine Chance. Es hiess 3:3 – und jetzt brach der HCT ein. Keine zwei Minuten später erzielte Kummer mittels Weitschuss durch Freund und Feind das 4:3 für Langenthal. Die Thurgauer, paralysiert bis zum Schluss, hatten sich die Butter vom Brot nehmen lassen – und das gegen einen Kontrahenten, der durch Sperren und Verletzungen arg geschwächt war. Im Tor der Oberaargauer spielte wegen den Verletzungen der beiden Stammgoalies Philip Wüthrich und Marco Mathis erstmals Viktor Östlund. Der Schwede mit Schweizer Lizenz wurde vom NLA-Partnerteam Langnau zur Verfügung gestellt und machte seine Sache ordentlich. Doch der HC Thurgau besiegte sich an diesem Abend selbst.

Heimvorteil im Playoff kein Thema mehr

Die Auswechslung von Goalie Schwendener durch einen zusätzlichen Feldspieler in den Schlusssekunden brachte lediglich das 5:3 der Gäste ins leere Tor. Mit dieser Niederlage gegen den Tabellennachbarn Langenthal verpasste es das siebtplatzierte Thurgau, in der Swiss-League-Tabelle zum breiten Mittelfeld aufzuschliessen. Statt zwei Punkte beträgt der Rückstand auf Platz sechs nun acht Punkte. Damit dürfte der Heimvorteil im Viertelfinal kein Thema mehr sein.

Thurgau – Langenthal 3:5 (1:1, 2:1, 0:3)

Güttingersreuti, Weinfelden – 947 Zuschauer (Saison-Minusrekord) – SR Boverio/Borga, Huguet/Micheli.
Tore: 10. Pelletier (Küng, Leblanc) 0:1. 20. (19:22) Michael Loosli (Brändli) 1:1. 23. Wyss (Rytz) 1:2. 27. Merola 2:2. 36. Merola (Ryan) 3:2. 53. Leblanc 3:3. 55. Kummer (Sterchi, Müller) 3:4. 59. Rytz 3:5 (ins leere Tor).
Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Thurgau, 3-mal 2 Minuten gegen Langenthal.
Thurgau: Schwendener; Seiler, Parati; Collenberg, El Assaoui; Wildhaber, Steinauer; Hänggi; Merola, Rundqvist, Ryan; Michael Loosli, Brändli, Wydo; Bahar, Fuhrer, Frei; Moser, Vogel, Zanzi; Kellenberger.
Langenthal: Östlund; Rytz, Maret; Müller, Marti; Scheidegger, Pienitz; Inniger; Küng, Pelletier, Kelly; Gerber, Dal Pian, Leblanc; Sterchi, Kummer, Andersons; Wyss, Gyger.
Bemerkungen: Thurgau ohne Janik Loosli, Hollenstein, Arnold, Engeler (alle verletzt) und Gurtner (Rapperswil-Jona/NLA). Langenthal ohne Dünner, Tschannen (beide gesperrt), Campbell, Robin Nyffeler, Wüthrich, Mathis Henauer und Christen (alle verletzt),dafür erstmals mit Goalie Viktor Östlund (SUI/SWE) vom NLA-Partnerteam Langnau. – 58:17 Timeout Thurgau, danach bis 58:56 und ab 59:09 ohne Goalie.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.