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HC Thurgau scheidet gegen Ambri aus dem Cup aus

Der Cup im Schweizer Eishockey ist auch im fünften Jahr nur eine kurze Geschichte für den HC Thurgau. Nach Niederlagen gegen Davos (0:4), Kloten (1:5), Lugano (0:7) und nochmals Kloten (2:6) setzt es heuer gegen Ambri-Piotta ein 0:5 ab.
Matthias Hafen
Michael Loosli (Mitte) sorgt vor Ambri-Goalie Daniel Manzato für Gefahr. Viele gute Torchancen hatten die Thurgauer im Cup-Spiel gegen den NLA-Club jedoch nicht. (Bild: Mario Gaccioli)

Michael Loosli (Mitte) sorgt vor Ambri-Goalie Daniel Manzato für Gefahr. Viele gute Torchancen hatten die Thurgauer im Cup-Spiel gegen den NLA-Club jedoch nicht. (Bild: Mario Gaccioli)

Die Thurgauer hatten ihr Eishockeyfest vor dem Cup-Spiel. An den Verpflegungsständen rund um die Güttingersreuti gab es Menschenschlangen wie sonst nur im Playoff. Die Eishalle war mit 1565 Zuschauern gut besetzt und der HCT-Fanblock machte sich nicht nur bei der Einstimmung aufs Spiel lauter bemerkbar als jener von Ambri-Piotta. Kurz vor Anpfiff sorgten 370 Sängerinnen und Sänger aus verschiedenen Chören des Kantons für Hühnerhautstimmung, als sie vor Spielbeginn von der Stehrampe aus unter der Leitung von Kantonaldirigent René Aebi die Ambri-Hymne «La Montanara» anstimmten und gleich danach das «Thurgauerlied». Auf dem Eis war dann eher das Thurgauer Leid angesagt.

Kein gefährlicher Schuss während 60 Minuten

Nach nur vier Minuten traf Ambris Johnny Kneubühler bereits zum 1:0 für den NLA-Club und nahm dem Aussenseiter aus der tieferen Liga damit den Schwung aus den Startminuten. Thurgaus Auftritt sah über weite Strecken sehr ordentlich aus und entlockte den Zuschauern hie und da auch Szenenapplaus. Tatsache ist aber auch, dass der HCT in 60 Minuten nicht einen gefährlichen Schuss aufs Tor von Ambri-Goalie Daniel Manzato brachte – selbst Kenny Ryans Penalty in der 15. Minute flog am Gehäuse vorbei. So kamen die Gastgeber nicht einmal zum Ehrentreffer. Allerdings nahm Ambri das Cup-Spiel auch ernst und setzte in Weinfelden alle vier Ausländer ein. Auch Spielmacher Dominic Zwerger musste erstmals nach seiner Verletzungspause wieder ran.

Fast 400 Sängerinnen und Sänger aus dem Thurgau sorgten vor Spielbeginn für Gänsehautstimmung in der Eishalle Güttingersreuti. (Bild: Mario Gaccioli)

Fast 400 Sängerinnen und Sänger aus dem Thurgau sorgten vor Spielbeginn für Gänsehautstimmung in der Eishalle Güttingersreuti. (Bild: Mario Gaccioli)

Es war also alles andere als selbstverständlich, dass der HCT jeweils so flüssig durch die neutrale Zone Richtung gegnerisches Tor kam. In der Angriffszone aber, da fehlte den Thurgauern die Durchschlagskraft und der Ideenreichtum gegen die schnelleren, athletischeren und clevereren Leventiner. Im Zuge der ersten Zweiminutenstrafe gegen Thurgau erhöhte der Tscheche Dominik Kubalik noch vor der ersten Drittels­pause auf 2:0 für Ambri. Spätestens jetzt erübrigte sich die Frage nach dem Sieger. Denn mittlerweile war der NLA-Club so überlegen, dass der HCT in seinem ersten Powerplay kurz nach Wiederanpfiff zweimal beinahe einen Shorthander einfing anstatt den Rückstand reduzieren zu können.

Ambri lebte von Kubalik, Müller und Kneubühler

Drei Linien des Gegner hatte der HC Thurgau an diesem Abend im Griff. Die vierte brach dem Aussenseiter das Genick. Kubalik, Kneubühler und Center Marco Müller machten für Ambri praktisch die gesamte offensive Arbeit und erhöhten im Mitteldrittel auf 4:0. Den Rest der Partie konnte Thurgaus Trainer Stephan Mair zu Trainingszwecken nutzen. Unter anderem gab er Ersatzgoalie Nicola Aeberhard erstmals in einem Ernstkampf Spielpraxis. Thurgaus Nummer zwei blieb bis in die 56.Minute unbezwungen, ehe Noele Trisconi das 5:0 für Ambri-Piotta erzielte. So endete für den HC Thurgau auch das fünfte Cup-Abenteuer mit einer Niederlage in der Startrunde. Und am Ende hallte nochmals kurz «La Montanara» durch die Güttingersreuti – diesmal aber nur noch von den Ambri-Fans gesungen.

Thurgau (NLB) – Ambri-Piotta (NLA) 0:5 (0:2, 0:2, 0:1)

Güttingersreuti, Weinfelden – 1565 Zuschauer – SR Borga/Lemelin (CAN), Bürgi/Fuchs.
Tore: 5. Kneubühler 0:1. 18. Kubalik (Müller/Ausschluss Hänggi) 0:2. 32. Kubalik (Kneubühler) 0:3. 35. Kneubühler (Müller) 0:4. 56. Trisconi 0:5.
Strafen: je 2-mal 2 Minuten.
Thurgau: Schwendener (ab 34:18 Aeber­hard); Seiler, Parati; Collenberg, El Assaoui; Steinauer, Hänggi; Gurtner; Michael Loosli, Ryan, Wydo; Merola, Vogel, Frei; Arnold, Rundqvist, Hollenstein; Bahar, Brändli, Zanzi; Janik Loosli.
Ambri-Piotta: Manzato; Guerra, Plastino; Dotti, Ngoy; Fischer, Jelovac; Moor; Zwerger, Lerg, D’Agostini; Kubalik, Müller, Kneubühler; Bianchi, Kostner, Trisconi; Incir, Goi, Lauper; Mazzolini.
Bemerkungen: Thurgau ohne Wildhaber (rekonvaleszent), Moser (angeschlagen), Rattaggi und Kellenberger (beide überzählig). Ambri-Piotta ohne Kienzle (gesperrt aus vergangener Saison), Pinana, Hofer (beide verletzt), Fritsche, Anthony Neuenschwander, Joel Neuenschwander (alle Ticino Rockets/NLB). – 15. Ryan (Thurgau) verschiesst Penalty. – 59. Pfostenschuss Lerg (Ambri-Piotta).

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