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HC Thurgau: Im dritten Playoff-Spiel fehlen die Nadelstiche

Das dritte Spiel der Best-of-7-Serie zwischen dem HC Ajoie und dem HC Thurgau ist wieder eine knappe Angelegenheit. Diesmal setzen sich die Jurassier 3:2 durch, weil ihnen die Thurgauer zu wenig weh tun. Nach Siegen führt Ajoie nun 2:1. Das vierte Spiel findet am Freitag um 19.45 Uhr in Weinfelden satt.
Matthias Hafen
Die Thurgauer Joel Steinauer (links) und Patrick Brändli sind Thibault Frossard auf den Fersen. (Bild: Stéphane Gerber/Photo BIST)

Die Thurgauer Joel Steinauer (links) und Patrick Brändli sind Thibault Frossard auf den Fersen. (Bild: Stéphane Gerber/Photo BIST)

Der HC Thurgau braucht in der Best-of-7-Serie gegen Ajoie einen Auswärtssieg, um erstmals seit 21 Jahren wieder die Playoff-Halbfinals zu erreichen. Am Mittwochabend war die Mannschaft von Trainer Stephan Mair erneut nahe dran, wie schon beim 3:5 im Auftaktspiel. Doch nach der 2:3-Niederlage müssen es die Thurgauer am Freitag um 19.45 Uhr nun erneut zu Hause richten, bevor sie überhaupt wieder an ein Break denken können.

Im dritten Spiel holten sich die Jurassier die Führung in der Serie zurück. Dies, nachdem der Qualifikationszweite am Sonntag in Weinfelden in der zweiten Verlängerung verloren hatte. Die 92 Minuten und 42 Sekunden machten sich auch drei Tage später noch in den Beinen der Spieler bemerkbar – hüben wie drüben. Der dritten Begegnung in diesem spannenden, ausgeglichenen Playoff fehlte es an jener Intensität, mit der Thurgau den HC Ajoie zu Hause zum Fallen gebracht hatte. Diesmal taten sich die beiden Teams kaum weh.

Thurgaus Führung hält zu wenig lang

Eine Strafe gegen Lars Frei brachte zwar schon in der vierten Minute Spannung ins Spiel. Jonathan Hazen traf im Powerplay­ ­jedoch nur den Pfosten, dafür gleich zweimal innert 36 Sekunden. Der HCT schien wenig beeindruckt davon. Kaum waren die Gäste wieder komplett, funktionierte auch ihre Offensive. Verteidiger Joel Steinauer nutzte seine Freiheiten im Slot und brachte die Thurgauer auf Pass von Michael Loosli 1:0 in Führung. Ja, der HCT war auch diesmal an Ajoie dran. Doch die Führung hielt zu wenig lang, um die Jurassier so richtig in Bredouille zu bringen. Keine vier Minuten später hatte das Heimteam das Spiel ausgeglichen. Thibault Frossard wurde vor dem Thurgauer Tor zu wenig resolut angepackt.

Es war ein typisches, drittes Spiel einer ausgeglichenen Best-of-7-Serie. Von ihren Trainern taktisch bestens geschult neutralisierten sich die Spieler auf dem Eis die längste Zeit. Keine Mannschaft wollte die Entscheidung forcieren und damit Gefahr laufen, die Partie zu verlieren. Weil sowohl Thurgaus Goalie Nicola Aeberhard wie auch dessen Gegenüber Dominic Nyffeler stark hielten, fielen lange keine weiteren Tore. In der 50. Minute aber fand Ajoie die Lücke. Der Weitschuss von Verteidiger Kevin Ryser, vorbei an Adam Rundqvists Fuss und Aeberhards Schoner zum 2:1 hatte wegweisenden Charakter.

Im Powerplay fällt die Entscheidung

Und als Fabio Hollenstein zwei Minuten später auf die Strafbank musste, war Thurgaus Schicksal absehbar. Im anschliessenden Powerplay traf Alain Birbaum zum 3:1. So ausgeglichen sich die Partie bis dahin präsentiert hatte, so entschieden war sie damit. Und mit seinem leichten Griff daneben dürfte HCT-Goalie Aeber­hard bei diesem Schuss auch den Wechsel zurück zu Stammgoalie Janick Schwendener forciert haben. Dies auch, weil es Thurgau nicht mehr gelang, die Partie noch zum Guten zu wenden. Rapperswils Leihspieler Léonardo Fuhrer traf zwar in der 58. Minute, just als Aeberhard einem ­zusätzlichen Feldspieler Platz machte, zum 2:3. Mehr lag für den Qualifikationssiebten aber nicht mehr drin.

Dem HC Thurgau ist zu wünschen, dass er am Freitag um 19.45 Uhr vor heimischem Publikum die Kraft und den Biss wieder findet, um die so wichtigen Nadelstiche gegen die Jurassier zu setzen. Sie können den Unterschied in dieser Serie zu Gunsten des Aussenseiters ausmachen.

Ajoie – Thurgau 3:2 (1:1, 0:0, 2:1)

Voyeboeuf, Pruntrut – 2007 Zuschauer – SR Mollard/Fluri, Betschart/Gurtner.
Tore: 7. Steinauer (Michael Loosli) 0:1. 11. Frossard (Kohler, Wüst) 1:1. 50. Ryser (Devos) 2:1. 55. Birbaum (Ryser, Privet/Ausschluss Hollenstein) 3:1. 58. Fuhrer 3:2 (Thurgau ohne Goalie).
Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Ajoie, 4-mal 2 Minuten gegen Thurgau.
Ajoie: Nyffeler; Hauert, Ryser; Pouilly, Birbaum; Dotti, Casserini; Suleski; Schmutz, Devos, Hazen; Joggi, Privet, Forrer; Wüst, Frossard, Kohler; Thibaudeau, Macquat, Puide; Montandon.
Thurgau: Aeberhard; Seiler, Parati; Collenberg, Steinauer; Wildhaber, El Assaoui; Hänggi; Wydo, Fuhrer, Ryan; Merola, Rundqvist, Frei; Eric Arnold, Brändli, M. Loosli; J. Loosli, Bahar, Hollenstein; Moser.
Bemerkungen: Ajoie ohne Schmidt (verletzt), Weisskopf (Fribourg/NLA), Blaser und Fabio Arnold (beide überzählig). Thurgau ohne Engeler (verletzt), Vogel, Zanzi, Kellenberger, und Rattaggi (alle überzählig). – 5. Pfostentreffer Hazen (zweimal innert 36 Sekunden). – Thurgau von 57:40 bis 57:45 ohne Goalie, sowie ab 58:51.

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