HC Thurgau: Die Zitrone ist ausgepresst

Beim 2:1 gegen die GCK Lions holt der HC Thurgau mit dem letzten Aufgebot weitere drei Punkte. Die zehntägige Nationalmannschaftspause kommt den Ostschweizern wie gerufen. Danach sollten mehrere Verletzte in die Aufstellung zurückkehren.

Matthias Hafen aus Küsnacht
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Den 1:1-Ausgleich durch Xeno Büsser steckten die Thurgauer (Janick Schwendener, im Tor, und Gianluca Zanzi) gut weg.

Den 1:1-Ausgleich durch Xeno Büsser steckten die Thurgauer (Janick Schwendener, im Tor, und Gianluca Zanzi) gut weg.

Bild: Mario Gaccioli

Selten hat der HC Thurgau so auf eine Pause hingefiebert wie am Samstag gegen die GCK Lions. Mit letztem Aufgebot standen die Ostschweizer in Küsnacht einem Kontrahenten gegenüber, der in der Tabelle zwar nur Platz sieben belegte, in den sieben Partien zuvor aber fünf Siege realisiert und einmal erst im Penaltyschiessen verloren hatte.

Trainer Stephan Mair holte alle seine Spieler aus der My-Sports-League zurück, weil er auch keine Unterstützung vom NLA-Partnerteam Rapperswil-Jona bekam. Die St.Galler beklagen wie die Thurgauer seit Wochen grosses Verletzungspech. Also musste der Coach des HCT gegen die GCK Lions einmal mehr primär auf seine erfahrenen Spieler setzen.

«Wir mussten gewisse Spieler extrem pushen»

«Unsere Situation ist prekär», sagt Mair. Zwar würden die fünf Siege aus den vergangenen sechs Begegnungen den Ernst der Lage relativieren, aber «wir mussten gewisse Spieler extrem pushen», so der Südtiroler. Das gehe eine gewisse Zeit lang gut. «Aber längerfristig ist das kon­traproduktiv.» Auch hätten die jüngsten verletzungsbedingten Absenzen (Hobi, Hollenstein, Michael Loosli, Rundqvist, Wildhaber, Aeberhard) Einfluss aufs Spiel des HC Thurgau. «In den entscheidenden Phasen können wir nicht mehr zulegen», sagt Mair. «Und ich habe keine Optionen.»

Umso glücklicher kann der HC Thurgau über die Punkte sein, die er bislang eingespielt hat. 50 an der Zahl waren es vor dem 27. Spiel gegen die GCK Lions. Und in Küsnacht kamen drei weitere hinzu, weil der HCT von einem Blitzstart profitierte und nach einem schwachen Startdrittel immer disziplinierter auftrat. Verteidiger Franco Collenberg traf schon nach 94 Sekunden zum 1:0. Das Farmteam der ZSC Lions glich in der 14. Minute durch Verteidiger Xeno Büsser aus – just als Thurgaus unerfahrene vierte Linie auf dem Eis stand. Mit letzter Kraft wurden die favorisierten Thurgauer den Zürcher Junglöwen doch noch Herr. Auch, weil Patrick Brändli, der Mann für entscheidende Tore, fünf Minuten vor Schluss eine grandiose Vorarbeit von Niki Altorfer zum 2:1-Siegtreffer abstaubte.

Zahlreiche Rückkehrer in den Startblöcken

Die zehn Tage Nationalmannschaftspause bis zum nächsten Spiel am 17. Dezember in Visp nutzt der viertplatzierte HCT zur Regeneration. Dann sollten nebst dem samstäglichen Rückkehrer Adam Rundqvist auch Fabio Hollenstein, Nicola Aeber­hard sowie eventuell Dominic Hobi und David Wildhaber wieder zurück sein.