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HC Thurgau bringt jetzt auch die Grossen zu Fall

Der HC Thurgau lässt gegen den NLA-Absteiger EHC Kloten keinen Gegentreffer zu und gewinnt 3:0. Mit Disziplin und Geduld macht die NLB-Mannschaft von Trainer Stephan Mair spielerisch einen weiteren Schritt nach vorne.
Thomas Werner
Die zweite Thurgauer Angriffslinie um Center Patrick Brändli (links) und Lars Frei spielte einmal mehr in dieser Saison gross auf. (Bild: Mario Gaccioli/Weinfelden, 2. Oktober 2018)

Die zweite Thurgauer Angriffslinie um Center Patrick Brändli (links) und Lars Frei spielte einmal mehr in dieser Saison gross auf. (Bild: Mario Gaccioli/Weinfelden, 2. Oktober 2018)

Lange musste man befürchten, Olten könnte sich wiederholen. Die Thurgauer spielten gut, lagen in Führung, konnten den Gegner aber nicht entscheidend distanzieren. Dann erlöste die dritte Sturmformation ihre Kollegen. Jan Vogel profitierte von einem Klotener Fehler, bediente Melvin Merola: 2:0. Gespielt waren da bereits über 50 Minuten. Die unglückliche Niederlage in Olten hatte bei den Thurgauern keine negativen Spuren hinterlassen. Sie spielten im Heimspiel vom Freitagabend gegen Kloten von Beginn an auf Sieg.

Ein Thurgauer ebnete ihnen dabei den Weg: Kloten-Verteidiger René Back wurde nach 16 Sekunden auf die Strafbank geschickt. Die erste Powerplay-Formation um Topskorer Cody Wydo agierte zwar unglücklich, ihre Ablösung machte es aber perfekt. Lars Frei erzielte auf Vorarbeit von Sami El Assaoui acht Sekunden vor Ablauf der Strafe das 1:0. Es war Thurgaus siebtes Powerplaytor in dieser Saison.

Zweite Sturmformation übernimmt den Lead

Vom positiven Start beflügelt bestimmte der HCT nun das Geschehen. In den Hauptrollen brillierten dabei weiter die Akteure der zweiten Sturmformation: Frei, Patrick Brändli und Michael Loosli. Ihr gradliniges Spiel brachte die Klotener immer wieder in Bedrängnis. Jeder der drei hatte noch vor der ersten Pause eine ausgezeichnete Abschlussgelegenheit. Andrin Seifert, der überraschend anstelle des österreichischen Nationalgoalies Bernhard Starkbaum das Tor der Klotener hütete, liess sich aber vorerst kein zweites Mal bezwingen. Glück hatte der 20-Jährige allerdings bei einem Pfostentreffer von Kenny Ryan. Das Schussverhältnis von 13:5 zugunsten der Thurgauer spiegelte die Kräfteverhältnisse im Startdrittel. Diese änderten sich im Mitteldrittel, einem Abschnitt mit zwei Gesichtern.

Zehn Minuten lang holte der NLA-Absteiger nach, was er zuvor verpasst hatte und legte seine Überheblichkeit aus Drittel eins ab. Die Thurgauer hatten nun Probleme, sich aus dem eigenen Drittel zu lösen. Im Abschluss fehlte den Zürchern allerdings die Präzision. Selbes galt allerdings auch für den HCT in Hälfte zwei des Drittels, das dann ganz dem Gastgeber gehörte. Zwei weitere Male deuteten die Spieler von Trainer Stephan Mair ihr Potenzial im Powerplay an, verpassten es allerdings, die Vorentscheidung herbeizuführen. Im Schlussdrittel sank zwar vorübergehend das Niveau der Begegnung, die Thurgauer liessen sich dadurch aber nicht aus dem Konzept werfen und verloren nie die Geduld. Einen sicheren Rückhalt gab ihnen Goalie Janick Schwendener, der im zweiten Heimspiel in Folge einen Shutout feiern konnte.

Nur zwei Strafen kassiert, nur einmal in Unterzahl

Basis für den Erfolg gegen den mehrmaligen Schweizer Meister war die Disziplin, welche die Mannschaft geschlossen an den Tag legte. Nur zwei Strafen kassierten die Thurgauer, nur eine davon brachte sie in Unterzahl. Mairs Spieler zeigten auf, dass sie auf dem richtigen Weg sind, um an die Leistungen der vergangenen Saison anschliessen zu können. Sie überzeugten in erster Linie mit einer gradlinigen Angriffsauslösung. Zudem wurde viel schneller der Abschluss gesucht als in den ersten Spielen. Was jetzt noch fehlt, ist die Genauigkeit im Abschluss.

Thurgau – Kloten 3:0 (1:0, 0:0, 2:0)

Güttingersreuti, Weinfelden – 1790 Zuschauer – SR Koch/Unterfinger, Betschart/Krotak.
Tore: 3. Frei (El Assaoui/Ausschluss Back) 1:0. 51. Merola (Vogel) 2:0. 60. (59:09) Ryan (Schwendener) 3:0 (ins leere Tor).
Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Thurgau, 4-mal 2 Minuten gegen Kloten.
Thurgau: Schwendener; Steinauer, Collenberg; El Assaoui, Wildhaber; Seiler, Parati; Gurtner; Ryan, Rundqvist, Wydo; Frei, Brändli, Michael Loosli; Zanzi, Vogel, Moser; Merola, Bahar, Arnold; Janik Loosli.
Kloten: Seifert; Seydoux, Back; Ganz, Kellenberger; Harlacher, Steiner; Krakauskas, Bircher; MacMurchy, Obrist, Marchon; Wetli, Lemm, Füglister; Lehmann, Mettler, Monnet; Knellwolf, Sutter, Adrian Brunner.
Bemerkungen: Thurgau ohne Hänggi (verletzt), Rattaggi, Hollenstein und Kellenberger (alle Farmteam). Kloten ohne Yannick Brunner (verletzt) und Weber (überzählig). - 14. Pfostentreffer Ryan. – Kloten von 59:00 bis 59:09 ohne Torhüter.

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