HC Thurgau: Auch Stürmer Niki Altorfer wechselt zum EHC Kloten

Nach Verteidiger Simon Seiler wirbt der aktuelle Leader der Swiss League dem Ligakonkurrenten aus der Ostschweiz bereits der zweite Spieler ab. Kommt es nun zum Aderlass beim HCT?

Matthias Hafen
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Niki Altorfer zieht nach nur einer Saison beim HC Thurgau wieder weiter.

Niki Altorfer zieht nach nur einer Saison beim HC Thurgau wieder weiter.

Marc Schumacher, freshfocus

Dem HC Thurgau macht der eigene Erfolg zu schaffen. So gut die Mannschaft im Moment dasteht, so begehrt sind die Spieler des aktuellen Tabellenvierten der Swiss League. Verteidiger Simon Seiler, der in dieser Saison einer der zuverlässigsten Defensivspieler der gesamten Liga ist, hat schon vor Wochen einen Vertrag mit dem aufstiegswilligen EHC Kloten unterschrieben. Nun wurde bekannt, dass auch Niki Altorfer im kommenden Sommer zu den Flughafenstädtern wechselt. Dies gab der Club am Mittwochmorgen bekannt.

Der 29-jährige Flügelstürmer Altorfer unterschrieb einen Zweijahresvertrag bis und mit Saison 2021/22. Zurzeit ist er drittbester Skorer des HC Thurgau mit 17 Punkten aus 21 Spielen (6 Tore/11 Assists). Sein Durchschnitt von 0,81 Punkten pro Spiel ist der beste des gesamten Teams.

Auch Brändli, Frei und Janik Loosli sind auf dem Markt

Seiler und Altorfer sind nicht die einzigen Spieler des HC Thurgau, die auf den Radarschirmen der anderen Clubs aufgetaucht sind in dieser Saison. Auch die Verteidiger Franco Collenberg und Bernhard Fechtig sowie die Stürmer Patrick Brändli, Lars Frei und Janik Loosli haben auslaufende Verträge und könnten den HCT Ende Saison verlassen. Geschäftsführer Martin Büsser geht aber nicht von einem Aderlass aus:

Natürlich sind die Abgänge von Simon Seiler und Niki Altorfer gewichtig für uns und ich bedaure sie sehr. Aber das gehört zum Business.

Seiler und Altorfer hätten in Kloten beide mehr Perspektiven und die Herausforderung eine Aufstiegs in die NLA gesehen, so Büsser. Ihr Wechsel zu einem so ambitionierten Team unterstreiche, was für eine gute Arbeit beim HC Thurgau geleistet werde. «Wir sind in den vergangenen Jahren zu einer interessanten Adresse geworden, wo sich Spieler entscheidend weiterentwickeln können», sagt Büsser. «Ich habe keine Bedenken, dass wir auch für die nächste Saison eine kompetitive Mannschaft zusammenstellen können.» Neuverpflichtungen hat Thurgau bislang noch keine kommuniziert. «Wir sind in diversen Gesprächen und haben mehrere Offerten draussen», so Büsser. «Nur spruchreif ist noch nichts.»