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Haydns Musik schenkt mehr Weihnachten in Weinfelden

Der katholische Kirchenchor und das Orchester feiern den Weihnachtsgottesdienst mit der Aufführung der Missa Sancti Nicolai in G-Dur von Joseph Haydn. Die Predigt des Pfarrers handelt derweil vom geknickten Strohhalm.
Manuela Olgiati
Konzentriert singen und musizieren unter der Leitung von Manuela Eichenlaub der katholische Kirchenchor, Solisten und das Orchester an der Aufführung der «Missa Sancti Nicolai». (Bild: Manuela Olgiati)

Konzentriert singen und musizieren unter der Leitung von Manuela Eichenlaub der katholische Kirchenchor, Solisten und das Orchester an der Aufführung der «Missa Sancti Nicolai». (Bild: Manuela Olgiati)

Joseph Haydn komponierte die Missa Sancti Nicolai (Nikolaimesse) im Advent 1772. Dass dieses musikalische Meisterwerk gut in die heutige Zeit passt, zeigt der katholische Kirchenchor im Rahmen des Weihnachtsgottesdienstes in der gefüllten Kirche. Festliche Klänge füllen das grosse Gotteshaus. Unterstützt wird der Chor durch das Orchester. In der «Missa» sind die Texte auf Stimmen verteilt. In den Soloparts singen Nina Schulze (Sopran), Anne Heffner (Mezzosopran/Alt), Hanspeter Schär (Tenor) und Hermann Stamm (Bass).

Haydns Messe zeigt, wie feinfühlig und sensibel die sakralen Kompositionen von Haydn aufgebaut sind. Dabei heisst es nach überlieferten Schriften, dass der Komponist sehr in Eile war. Nichts von dieser Hektik ist im Spiel spürbar. Der Kirchenchor unter der Leitung von Manuela Eichenlaub harmoniert mit dem stilsicheren Spiel der zwölf Musiker und den vier Solisten. «Gut abgestimmt aufeinander», bestätigt die Dirigentin. Im Anschluss an die Messe nimmt Eichenlaub viele Gratulationen entgegen.

Anspruchsvolle Solis

Zwischen den Sätzen der Nikolaimesse berührt das Konzert für Orgel und Streicher die Herzen der Menschen. Organistin Eun-Hye Lee beherrscht das Königsinstrument der Kirchenmusik. Anspruchsvolle solistische Passagen unterstreichen in Haydns Musik mit einem rhythmischen und bewegten Klang des 30-köpfigen Chores.

Dezent spielen an vielen Stellen Streicher, Hörner und Oboen das zentrale musikalische Ereignis, getragen durch das Continuo der Orgel. Haydns Messtext hat Verkündigungscharakter. Entsprechend erklingen das «Kyrie» und das «Agnus Dei» im wiegenden Takt. Den besinnlichen Anfang und triumphalen Schluss bildete eine beeindruckende Wiedergabe des Chors aus Händels Oratorium Messias.

Gottes Liebe ist nicht klein zu kriegen

Kirchenchorpräsidentin Luzia Grünenfelder freut die gelungene Messe. Gross ist der Applaus bei den Besuchern. Mit den Worten: «Gottes Liebe ist nicht klein zu kriegen», ging Pfarrer Armin Ruf in der Predigt auf den Strohhalm eines Hirten aus der Krippe ein. Auch wenn dieser aus Wut geknickt werde, bleibe er doch, was er war. Auch Gott würde diese Wut aushalten und der Retter für die Menschheit sein. Den eucharistischen Segen erteilte Pastoralraumleiter Mathäus Varughese.

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