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Hauptwil war einst eine Textil-Hochburg

Die Autoren Ernest Menolfi und Peter Bolli stellten ihr Buch «Frühes Unternehmertum in Hauptwil» einem zahlreichen Publikum vor.
Yvonne Aldrovandi-Schläpfer
Peter Bolli und Ernest Menolfi signieren an der Vernissage in der Mehrzweckhalle Hauptwil ihr Buch. (Bild: Yvonne Aldrovandi-Schläpfer)

Peter Bolli und Ernest Menolfi signieren an der Vernissage in der Mehrzweckhalle Hauptwil ihr Buch. (Bild: Yvonne Aldrovandi-Schläpfer)

Das Geheimnis ist gelüftet: Druckfrisch lag das neue Buch «Frühes Unternehmertum in Hauptwil» zur Vernissage auf dem Tisch. Das umfangreiche Werk der beiden Autoren Ernest Menolfi und Peter Bolli wurde kürzlich in der Mehrzweckhalle von Hauptwil feierlich vorgestellt.

Dorf mit überregionaler Ausstrahlung

Zahlreiche Gäste aus nah und fern waren der Einladung des Historischen Vereins des Kantons Thurgau gefolgt. «Wir dürfen ein bisschen stolz sein auf das, was unsere Ortsvorfahren geleistet haben», hielt Gemeinderätin Annette Heim in ihrer Begrüssung fest. Es sei ein spezielles Ereignis, bereits das zweite Geschichtsbuch der Gemeinde Hauptwil-Gottshaus vorstellen zu dürfen, sagte sie.

Die erste Dorfgeschichte ist im Mai 2011 mit dem Titel «Hauptwil-Gottshaus» erschienen. Peter Erni, Präsident der Publikationskommission des Historischen Vereins, würdigte das grosse Engagement der beiden Autoren und betonte, dass Hauptwil im 17. und 18. Jahrhundert ein Dorf mit weltweiter Ausstrahlung und Bedeutung gewesen sei.

Bruch mit St.Gallen, Neubeginn in Hauptwil

Das Buch «Frühes Unternehmertum in Hauptwil» ist der Kaufmannsfamilie Gonzenbach und ihren früheren Textilmanufakturen in Hauptwil gewidmet – ein wichtiges Thema der damaligen thurgauischen und ostschweizerischen Wirtschaftsgeschichte.

Nach dem Bruch mit der Textilmetropole St. Gallen errichtete die Unternehmerfamilie Gonzenbach im Jahre 1666 in Hauptwil ein Gewerbe- und Handelszentrum mit 40 Gebäuden. «So etwas hatte es zuvor noch nirgends gegeben», sagte der Autor Ernest Menolfi.

Frühe Einführung des Textildrucks

Die damals neuartige Geschäftspolitik der Familie Gonzenbach hatte während über hundert Jahren bedeutende Auswirkungen auf das gesamte Ostschweizer Textilgewerbe. Mit der frühen Einführung des Textildrucks gelang ihr im 18.  Jahrhundert eine weitere Pionierleistung.

Der vom Basler Historiker Ernest Menolfi verfasste Hauptteil des Buches erzählt den Werdegang der Familie Gonzenbach und deren regionaler sowie internationaler Geschäftstätigkeit. Er zeigt aber auch den Lebensstil dieser Familie auf und berichtet zudem über die Hauptwiler Bevölkerung, die beinahe ausnahmslos die Belegschaft der Gonzenbach-Unternehmen bildete.

In Hauptwil gab es drei Webereien

Im zweiten Teil des Buches gibt der Basler Ingenieur Peter Bolli einen Einblick in die Techniken des Webens, Bleichens und Färbens – gestützt auf die aktuelle wissenschaftliche Forschung.

An der Buchvernissage erklärte er, wie die Weber einst die Leinwand herstellten. «Drei Webereien gab es in Hauptwil um 1670», erzählte Peter Bolli. Abschliessend bedankte sich Ernest Menolfi bei all jenen, die zum guten Gelingen des Buches beigetragen hatten.

Gemeinde an Kosten beteiligt

Einen besonderen Dank richtete er an den Historischen Verein des Kantons Thurgau, der die Druckkosten übernommen hatte. Ebenfalls einen finanziellen Zustupf zum Projekt haben die Politische Gemeinde Hauptwil-Gottshaus sowie der Lotteriefonds des Kantons Thurgau geleistet.

Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, eines oder mehrere der Bücher zu kaufen und von den beiden Autoren signieren zu lassen. Beim anschliessenden Apéro, den die Politische Gemeinde Hauptwil-Gottshaus offeriert hatte, liessen die Anwesenden den Abend gemütlich ausklingen. Für musikalische Umrahmung der Vernissage sorgte die Mittelstufenschülerin Eileen Bösch aus St. Pelagiberg am Klavier.

Das 349-seitige Buch «Frühes Unternehmertum in Hauptwil» von Ernest Menolfi und Peter Bolli ist für 48 Franken beim Staatsarchiv des Kantons Thurgau in Frauenfeld erhältlich: Telefon 058 345  16  00 oder staatsarchiv@tg.ch.

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