HAUPTWIL
Strapazen des Sponsorenlaufs haben sich gelohnt – und dies nicht nur in finanzieller Hinsicht

Die Freie Evangelische Gemeinde Hauptwil sammelte mit einem 24-stündigen Sponsorenlauf entlang der Thur Geld für die Errichtung eines neuen Gottesdienstraums. Zwei Jugendliche legten die ganzen 90 Kilometer zurück.

(red/st)
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Raphael Kuster und Corinne Fässler schafften es bis zum Rhein.

Raphael Kuster und Corinne Fässler schafften es bis zum Rhein.

Bild: PD (3. Juli 2021)

Vom Freitag, 2., bis Samstag, 3. Juli, hatten die 42 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Sponsorenlaufs Zeit, um möglichst viele Kilometer entlang der Thur zurückzulegen. Der Start erfolgte in Schwarzenbach SG, Ziel war die Mündung der Thur in den Rhein.

Die Anstrengung machte sich bezahlt. Mit der Durchführung des Laufs kamen insgesamt 120'000 Franken zusammen: 100'000 Franken durch eine anonyme Einzelspende und 20'000 Franken über die von den Läuferinnen und Läufern erbrachte Leistung. Das Geld dient der Finanzierung eines neuen Gottesdienstraums in Hauptwil.

Auf ein Wunder angewiesen

«Wir sind bereit, bis ans Ende des Flusses zu laufen, denn wir wollen Gemeinde bauen.» So hiess ein Satz, der auf dieses 24-Stunden-Projekt hingewiesen hatte. In der FEG Hauptwil sind viele junge Familien. Gerade in der Coronakrise zeigte sich die Wichtigkeit einer Kirche, in der man sich gegenseitig ermutigt und stärkt.

Platzmässig stösst die FEG Hauptwil im derzeitigen Gottesdienstraum an Grenzen. Der skizzierte Neubau in Kombination mit der Sanierung des Altbaus wird mit Kosten von 3,4 Millionen Franken veranschlagt. Kein Pappenstiel. «Wir sind angewiesen auf ein Wunder», lautete denn auch ein zweiter Satz.

Zwei Jugendliche laufen bis zum Rhein

Am Freitag um 18 Uhr machten sich die Läuferinnen und Läufer auf den Weg – die jüngsten sechsjährig, die älteste 71. Die einen nutzten die Aktion für eine gemütliche Wanderung, während 24 durchaus ambitioniert waren und die ganze Nacht durchlaufen wollten. Bei ihnen erwies es sich als Kunst, den richtigen Moment für den Ausstieg zu finden.

Corinne Fässler aus St.Pelagiberg und Raphael Kuster aus Hauptwil (beide 17-jährig) erreichten nach 90 Kilometer tatsächlich das Ziel am Ufer des Rheins. Beim Schlussfest am Samstagabend waren sich alle einig:

«Wir wurden zusammengeschweisst. Wir reiften. Es war viel mehr als ein Lauf. Gemeinsam wollen wir Gemeinde bauen!»

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