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Hauptwil-Gottshaus steckt viel Geld in die Sanierung von Gemeindestrassen

Rund 400'000 Franken beträgt der Verlust im Budget 2019 der Politischen Gemeinde Hauptwil-Gottshaus. Ein ähnlich hoher Betrag ist für mehrere Strassensanierungen vorgesehen.
Georg Stelzner
Matthias Gehring, Gemeindepräsident von Hauptwil-Gottshaus, zeigt schadhafte Stellen auf der Oberdorfstrasse in Hauptwil. (Bild: Georg Stelzner)

Matthias Gehring, Gemeindepräsident von Hauptwil-Gottshaus, zeigt schadhafte Stellen auf der Oberdorfstrasse in Hauptwil. (Bild: Georg Stelzner)

Als «Paradies im Grünen» bezeichnet sich Hauptwil-Gottshaus gerne, in finanzieller Hinsicht gilt dieses Attribut aber nur bedingt. Zwar verfügt die politische Gemeinde in der Region über einen konkurrenzfähigen Steuerfuss, doch die stetig steigenden Kosten für die Gesundheit und die soziale Sicherheit schlagen auch in dieser Gemeinde negativ zu Buche.

«Ein Grossteil des budgetierten Defizits im Budget 2019 entspringt diesen beiden Bereichen», erklärt Gemeindepräsident Matthias Gehring. So muss wegen aktueller Fremdplatzierungen von Kindern mit höheren Sozialkosten gerechnet werden.

Noch genügend Eigenkapital vorhanden

Im Gesundheitssektor wirkt sich wiederum der Umstand aus, dass das Kurhaus Marienburg in St. Pelagiberg eine anerkannte Spitex-Organisation ist. Da viele Bewohner in Hauptwil-Gottshaus gemeldet sind, fallen für die Gemeinde entsprechend hohe Kosten an.

Zum budgetierten Verlust von 399'350 Franken tragen laut Gehring aber auch andere Budgetposten bei, die betragsmässig zwar nicht sonderlich auffallen, aufgrund ihrer Vielzahl am Ende aber doch zum Minus beitragen. «Dank des noch dicken Eigenkapitalpolsters können wir uns einen solchen Verlust erlauben», beruhigt der Gemeindepräsident.

Steuerertrag auf konstantem Niveau

Eine Senkung des Steuerfusses (aktuell: 55 Prozent) ist für den Gemeinderat nach den Worten Gehrings diesmal kein Thema. Ausschlaggebend seien die im Jahr 2019 geplanten Investitionen sowie der noch undurchsichtige Abschluss 2018 infolge der Umstellung auf das neue Rechnungslegungsmodell HRM2.

Eine Rolle spiele auch, «dass wir derzeit keinen Anstieg des Steuerertrags erwarten können». Für 2019 rechne man aber zumindest mit ungefähr gleich hohen Einnahmen. Da die Baulandreserven praktisch aufgebraucht seien, würden auch weniger Grundstückgewinnsteuern in die Gemeindekasse fliessen, gibt Gehring zu bedenken.

Der Gemeindepräsident lässt durchblicken, dass die Steuerfusssenkung aber nur aufgeschoben und nicht aufgehoben ist. Bereits bei der Stellung des Voranschlags für das Jahr 2020 könnte es soweit sein. «Eine solche Massnahme sollte aber auf jeden Fall nachhaltig sein», betont Gehring.

Kreditbegehren für Strassensanierungen

An der kommenden Gemeindeversammlung wird der Gemeinderat Hauptwil-Gottshaus einen Kreditantrag von 420'000 Franken für die Sanierung verschiedener Gemeindestrassen stellen. Der Gesamtbetrag setzt sich folgendermassen zusammen: 110'000 Franken für den Abschnitt Kreuzung Hauptstrasse bis Haus Maggi (Schaltegg), 130'000 Franken für die Oberdorfstrasse und den Sägiweg, 100'000 Franken für die Freihirtenstrasse auf dem Abschnitt Weiherwald bis Kreuzung Dorfstrasse und 80'000 Franken für Beierhalden. Mit Ausnahme des letztgenannten Projekts sollen alle 2019 ausgeführt werden.

Im Rahmen der Sanierungsarbeiten werden auch sämtliche Werkleitungen kontrolliert und wenn nötig ersetzt. Gleich wird bei den betroffenen Hausanschlüssen verfahren. Mit den genannten Abschnitten sind die Sanierungsarbeiten im Gemeindestrassennetz aber noch nicht abgeschlossen. «Es sind die dringendsten Massnahmen, die nun zuerst realisiert werden», erklärt Gemeindepräsident Matthias Gehring. Als Leitfaden diene ein im Jahr 2017 in Auftrag gegebenes Strassenunterhaltskonzept. Dieses dokumentiere den Zustand der Gemeindestrassen und lege dar, welche Arbeiten zu welchem Zeitpunkt auszuführen sind. (st)

Die Gemeindeversammlung der Politischen Gemeinde Hauptwil-Gottshaus findet am Mittwoch, 12. Dezember 2018, in der Turnhalle Hoferberg statt; Beginn um 20 Uhr.

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