HAUPTWIL-GOTTSHAUS
Matthias Gehring (SVP) scheitert bei der Wahl zum Gemeindepräsidenten von Thal

Der amtierende Gemeindepräsident von Hauptwil-Gottshaus liegt im zweiten Wahlgang 194 Stimmen hinter Wahlsieger Simon Diezi (FDP).

Georg Stelzner
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Matthias Gehring (SVP) ist noch bis Ende dieses Jahres Gemeindepräsident von Hauptwil-Gottshaus.

Matthias Gehring (SVP) ist noch bis Ende dieses Jahres Gemeindepräsident von Hauptwil-Gottshaus.

Donato Caspari (Hauptwil, 18. Oktober 2021)

Nach dem ersten Wahlgang deutete einiges auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen hin. Geworden ist es ein deutlicher Wahlsieg von Simon Diezi, der den Vorsprung auf Matthias Gehring mehr als verdoppeln konnte. Bei einer Beteiligung von 69,5 Prozent entfielen auf Diezi 1540 Stimmen, auf Gehring 1346 und auf verschiedene andere Personen 36.

Enttäuscht über Unfairness im Wahlkampf

Eine abschliessende Erklärung für seine Niederlage hat Gehring, der Ende dieses Jahres als Gemeindepräsident von Hauptwil-Gottshaus zurücktreten wird, am Sonntagnachmittag noch nicht. Als auswärtiger Kandidat ins Rennen gegangen zu sein, sei kein Nachteil gewesen, ist Gehring überzeugt. Die SVP-Mitgliedschaft zum Zeitpunkt der nationalen Abstimmung über das Covid-Gesetz dürfte zumindest kein Vorteil gewesen sein, meint er. Matthias Gehring räumt ein:

«Eine gewisse Enttäuschung über das Wahlresultat ist natürlich da, habe ich doch viel Geld und Zeit investiert, um in Thal Gemeindepräsident werden zu können.»

Enttäuscht sei er aber auch über die Art und Weise, wie der Wahlkampf geführt worden sei. Gehring spricht von Unwahrheiten, welche über ihn verbreitet worden seien. Diese zu entkräften, sei schwierig gewesen. Ihm sei ein fairer Wettstreit wichtig gewesen.

Politisches Comeback nicht ausgeschlossen

Aus heutiger Sicht würde er das eine oder andere im Wahlkampf vermutlich anders machen. Im Grossen und Ganzen habe er sich diesbezüglich aber nichts vorzuwerfen, sagt Gehring. Den vergangen Wochen kann er aber auch positive Seiten abgewinnen:

«Ich habe in dieser Zeit extrem viel gelernt und viele spannende Kontakte knüpfen können.»

Seine politische Zukunft lässt er offen. Er stellt fest, dass ihm die Politik in den vergangenen zehn Jahren grossen Spass gemacht habe und er nicht ausschliesse, auf dieses Parkett einmal zurückzukehren, wenn sich die Gelegenheit dazu bietet. Die nächsten Wochen möchte Gehring nutzen, um sich beruflich neu zu orientieren. Einen Plan B habe er nicht, Hauptwil werde aber sein Wohnsitz bleiben.

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