Park-Hotel Inseli: Harzige Hotelpläne in Romanshorn

Bauvorhaben «Inseli»: Die Suche nach Investoren gestaltet sich schwierig. Knackpunkt ist offenbar der Zonenplan.

Tanja von Arx
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Die Inhaber des «Inseli» planen seit zehn Jahren. Angedacht ist unter anderem ein Bau im Querformat.

Die Inhaber des «Inseli» planen seit zehn Jahren. Angedacht ist unter anderem ein Bau im Querformat.

PD

Die Romanshorner stellen sich viele Fragen darüber, wie es denn mit dem Park-Hotel Inseli weitergeht. Und zwar schon seit geraumer Zeit. Denn vor nunmehr über drei Jahren hat der Stadtrat Leitlinien für einen Neu- oder Erweiterungsbau erlassen, sodass sich seine Inhaber auf die Suche nach Investoren machen konnten (unsere Zeitung berichtete). Im vergangenen Dezember stellte Mitinhaber Roland Hugentobler eine detaillierte Auskunft in Aussicht – die er nun gibt, allerdings in etwas knapperer Form als erwartet.

Bislang noch nichts passiert

Wie es aussieht, ist bislang noch nichts passiert; Knackpunkt ist offenbar der Zonenplan. «Wir sind in Kontakt mit den Stadtbehörden», sagt Hugentobler. «Es geht um die Ausdehnung der Touristikzone.» Allem Anschein nach gestaltet es sich unter den gegebenen Bedingungen schwierig, einen oder mehrere geeignete Geldgeber zu finden: «Diese Ausdehnung ist wichtig und hilft uns bei der Investorensuche und der Entwicklung des Hotel Inseli.» Das «Inseli» befindet sich indes zwar schon in der Touristikzone, allerdings ist das umliegende Gelände mit dem Seepark mehrheitlich Teil der Erholungs- und Grünzone, gemäss Baureglement mit dem Zweck «Freiflächen innerhalb des Siedlungsgebietes» zu erhalten.

Philipp Gemperle, Stadtrat Romanshorn.

Philipp Gemperle, Stadtrat Romanshorn.

PD

Ob sich die gewünschten Änderungen realisieren liessen, ist allerdings fraglich. Erst diese Woche hat die Stadt mitgeteilt, dass die Ortsplanung bereits in der Endphase ist; das entsprechende Verfahren läuft seit 2015. Stadtrat Philipp Gemperle, Ressort Ortsplanung und Baurecht, sagt auf Nachfrage:

«Darüber ist noch nicht abschliessend bestimmt.»

In der neuen Behörde kläre man zur Zeit ab, was man wolle und was möglich sei. Gemperle sagt indessen: «Der Vorentscheid ist bereits gefällt.»

Hafenhotel: Hess hats noch viel schwerer

Ein ähnliches Problem hat der Oberthurgauer Unternehmer Hermann Hess. Oder gar noch ein grösseres, nämlich bezogen auf seine Pläne betreffend das Hafenhotel, das im Bogen der Hafenpromenade zu stehen kommen soll: Nach einer Umzonung 2012 befindet sich das betreffende Gelände nämlich nicht mehr in der Touristik-, sondern in der Hafenzone. Und dort ist verglichen mit den Bauplänen des «Inseli» noch viel weniger erlaubt. Allerdings ist Hess davon überzeugt, eine gangbare Lösung zu finden.

So sehen die Pläne von 2015 aus

Vor knapp fünf Jahren sagte Roland Hugentobler, Verwaltungsratspräsident der Hotel Schloss AG, der das «Inseli» gehört: «Das heutige Hotel ist mit knapp vierzig Zimmern zu klein, um wirtschaftlich betrieben werden zu können.» Ein Neubau und somit eine Erhöhung der Kapazität sei der einzig richtige Weg. Das neue Konzept für Vier-Sterne-Betrieb mit Namen «Bootshaus» sieht ein Restaurant, ein Hotel mit etwa Hundert Doppelzimmern und sechs Suiten, Seminar- und Gruppenräume sowie einen öffentlichen Wellness-Bereich mit Pool direkt am See unter dem heutigen Fuss- und Veloweg vor. Die Investitionskosten liegen bei 30 bis 35 Millionen Franken. (tva)

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