Handball
Die Batterien des HSC Kreuzlingen waren nach 40 Minuten leer

Kreuzlingens NLA-Handballerinnen halten gegen den NLA-Leader Brühl St. Gallen lange mit, verlieren ihr zweites Finalrundenspiel am Ende aber 22:30 (13:13).

Markus Rutishauser
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Kreuzlingens slowakische Nationalspielerin Petra Skoricova (am Ball) war mit neun Treffern die erfolgreichste Torschützin der Partie.

Kreuzlingens slowakische Nationalspielerin Petra Skoricova (am Ball) war mit neun Treffern die erfolgreichste Torschützin der Partie.

Felix Walker

Die Bilanz für den HSC Kreuzlingen fiel nach Spielschluss trotz der Niederlage mehrheitlich positiv aus. Bis rund 20 Minuten vor dem Abpfiff zeigte die NLA-Equipe von Trainerin Kristina Ertl-Hug wie zuletzt beim 35:31-Überraschungssieg gegen Spono Nottwil eine starke Leistung. Als Maria Olsovska den Aussenseiter vom Bodensee nach dem 13:13-Halbzeitstand mit einem Doppelschlag 18:16 in Führung brachte (37.), schien der Thurgauer Höhenflug sogar weiterzugehen. Doch mit vielen Ballverlusten und unpräzisen Abschlüssen liess Kreuzlingen den Titelverteidiger nicht nur aufschliessen, sondern schliesslich auch vorbeiziehen. Dem Rekordmeister aus St. Gallen gelangen in dieser wegweisenden Phase fünf Tore in Serie zum 21:18 (43.), wogegen die Kreuzlingerinnen während gut neun Minuten ohne Treffer blieben.

Weil die Kreuzlinger Ersatzbank aufgrund diverser Verletzungen mit nur vier statt der üblichen acht Feldspielerinnen besetzt war, waren die personellen Möglichkeiten des Trainerduos Ertl-Hug/Dedaj stark eingeschränkt. So fehlten ihnen unter anderen Abwehrchefin Tissekker und Kreisläuferin Gulyas.

Gegen Ende zu viele Eigenfehler

Die Batterien der Kreuzlingerinnen waren nach Brühls Zwischenspurt praktisch leer. Es unterliefen ihnen immer wieder Fehler, die der hellwache Gastgeber zu schnellen Gegenstössen und somit zu einfachen Treffern nützte. So schraubte der Favorit das Skore weiter in die Höhe und setzte sich am Ende doch noch standesgemäss mit 30:22 durch. Dagegen wurde der HSCK für einen über weite Strecken erneut erfreulichen Auftritt resultatmässig zu schlecht belohnt. Immerhin bleibt die Erkenntnis, dass man sich auch vor dem meistgenannten Meisterschaftsfavoriten nicht zu verstecken braucht – schon gar nicht, wenn die aktuell verletzten Stammspielerinnen wieder an Bord sind.

Bei Kreuzlingen war Linkshänderin Petra Skoricova mit neun Treffern die beste Schützin. Die junge Slowakin verwertete alle sechs Siebenmeter. Ebenfalls überzeugten Topskorerin Pashke Marku (7 Tore aus 9 Versuchen) und Torhüterin Nathalie Wörner mit 13 Paraden, davon alleine deren neun in der ersten Halbzeit.

Brühl St. Gallen – Kreuzlingen 30:22 (13:13)

Kreuzbleiche – SR Keiser/Rottmeier.
Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Brühl, keine gegen Kreuzlingen.
Brühl St. Gallen: Dokovic (1.-30./2 Paraden), F. Schlachter (31.-60./10 Paraden); Achermann, Simova (2), Brunner, Pavic (6), Stacher (3), Altherr, Gutkowska (5/2), Beschart (2), Schnyder (3), Fudge (1), M. Schlachter (1), Lüscher (7).
Kreuzlingen: Wörner (1.-60./13 Paraden, davon 1 Penalty); Singer-Duhanaj (1), Mayer, Skoricova (9/5), Klein (1), Weidmann, Rothacker, Marku (7), Lischka, Olsovska (4), Novotna.
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Gulyas, Tissekker, Plüss, Heinstadt (alle verletzt) und Hildebrand (rekonvaleszent). – 10. Altherr (Brühl) verletzt ausgeschieden. – Penaltys: Brühl 2/3, Kreuzlingen 6/6.