Hallelujah, der Wuppenauer Kirchenchor ist 100 Jahre alt

Der katholische Kirchenchor Wuppenau feierte am Samstag sein 100-jähriges Bestehen.

Barbara Hettich
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Der jubilierende Kirchenchor Wuppenau. (Bild: Barbara Hettich)

Der jubilierende Kirchenchor Wuppenau. (Bild: Barbara Hettich)

«Glory Glory Halellujah» frohlockten am Samstagabend die Sängerinnen und Sänger von der Empore der Kirche Wuppenau. Sie hatten allen Grund zum Frohlocken, vor genau 100 Jahren gründeten elf gesangsfreudige Männer den Kirchenchor Wuppenau.

1965 kamen die ersten Frauen dazu und heute singen sieben Männer und 13 Frauen im Chor. «Was wäre unsere Kirche ohne die Frauen», sagte Pfarrer Marcel Ruepp und dankte Gott, dass diese Türe geöffnet wurde: «Lass uns zur grossen Symphonie im grossen Orchester Gottes werden.»

Der Kirchenchor unter der engagierten Leitung von Organist Reto Fuchs, sang zwar keine Symphonie, bereicherte aber mit einer Auswahl zeitgenössischer Loblieder eindrücklich den Gottesdienst.

«Unser Chor ist in die Jahre gekommen, aber wir sind nicht stehen geblieben», sagte Monika Künzli, Präsidentin des Kirchenchors. «Reto Fuchs, seit über 30 Jahren Chorleiter, fordert alle Stimmen mit viel Geduld heraus, manchmal braucht er dazu mehr als ein Register.»

Singen als Leiter zum Himmel

Gret Scherrer ging auf die Bedeutung des Chors im Gemeindeleben ein und stellte die Frage in den Raum «Ist es, dass der Chor sein 100-jähriges Bestehen feiern kann, weil Singen die Leiter zum Himmel ist? Oder weil Singen die eigentliche Muttersprache des Menschen ist, und dass wir gemeinsam ein Lied sind, einsam aber nur Töne?»

Nebst der Freude am Singen sei auch die Harmonie zwischen den Chormitgliedern, dem Chorleiter und dem Pfarrer massgebend: «Altar und Chor müssen aufeinander abgestimmt sein.» «Wie schön wäre es, wenn die ganze Welt erklingen würde», sagte abschliessend Pfarrer Marcel Ruepp und lud die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher zum anschliessenden Jubiläums-Apéro ins Pfarrhaus ein.