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Bis in drei Jahren kommt der Abfall in Weinfelden unter den Boden

Die Gemeinde baut innert fünf Jahren ein Netz von rund 75 Unterflurcontainern auf. Nach den südlichen Quartieren in den vergangenen zwei Jahren werden nun die östlichen in Angriff genommen. Ende 2021 soll die Umstellung abgeschlossen sein.
Mario Testa
Bauamtchef Martin Belz beim ersten Unterflurcontainer von Weinfelden an der Leuestrasse. (Bild: Mario Testa, März 2017)

Bauamtchef Martin Belz beim ersten Unterflurcontainer von Weinfelden an der Leuestrasse. (Bild: Mario Testa, März 2017)

Das Bild gleicht sich Woche für Woche – und schön ist es nicht. Jeden Freitag in der Nordhälfte und jeden Dienstag in der Südhälfte von Weinfelden warten Hunderte Abfallsäcke auf blauen Punkten an den Strassenrändern darauf, abgeholt zu werden. Mit der Einführung von Unterflurcontainern soll dieses Bild künftig der Vergangenheit angehören, zudem gewinnen die Weinfelderinnen und Weinfelder mehr Flexibilität. Sie können ihre Abfallsäcke an jedem Tag aus dem Haus bringen und in die neuen Container werfen.

Der allererste Unterflurcontainer von Weinfelden an der Leuestrasse ging im August 2016 in Betrieb. Seither hat die Gemeinde in den südlichen Quartieren weitere elf Anlagen errichtet. «Dieses Jahr sollen noch etwa 15 Standorte mehr realisiert werden; vorwiegend im Osten von Weinfelden», sagt Martin Belz, Chef des Bauamts Weinfelden. «Wir haben bereits die Bewilligung für 14 Standorte erhalten und hoffen, dass im Verlauf des Jahres noch weitere hinzukommen.»

Ein Quartier nach dem anderen

Ziel sei es, wenn immer möglich ganze Quartiere gleichzeitig mit Unterflurcontainern auszurüsten. «Wir haben gemerkt, dass dieses Vorgehen für alle Beteiligten am einfachsten ist. Wir können ganze Quartiere auf einmal über die Änderungen informieren und somit ist die Systemänderung auch am einfachsten nachzuvollziehen für die Quartierbewohner», sagt Belz.

Als Richtlinie haben sich die Verantwortlichen vorgenommen, dass niemand weiter als 250 Meter zum nächsten Unterflurcontainer gehen muss und einer pro mindestens 50 Haushalte erstellt wird. «Wo wir keine geeigneten Standorte für Unterflurcontainer finden, werden 800-Liter-Container aufgestellt, die man heute schon an einigen Orten findet», sagt der Bauamtchef. «Die blauen Punkte auf den Strassen soll es auf alle Fälle bis Ende 2021 nicht mehr geben.»

Sicherheitsbedenken sind unbegründet

Von den Nutzern der bereits bestehenden Unterflurcontainer hat Belz auch schon Reaktionen erhalten. «Grundsätzlich kommen die neuen Container gut an. Einige Leute haben jedoch Sorgen, dass während der Leerung der Container jemand ins Loch fallen könnte», sagt Belz. Diese Angst sei jedoch unbegründet. «Wenn ein Container aus dem Boden gehoben wird, hebt sich eine Sicherheitsplattform mit an, welche die Lücke komplett verschliesst. So kann niemand herunterfallen.»

Die Installation eines Unterflurcontainers kostet die Gemeinde etwa 16000 Franken, wobei der Verband KVA Thurgau 6000 Franken beisteuert. Unterschiedlich aufwendig gestalten sich die Standortsuche und die Bewilligungsverfahren. «In Einfamilienhaus-Quartieren erfahren wir eher weniger Begeisterung über die Unterflurcontainer als in Mehrfamilienhaus-Quartieren», bilanziert Belz.

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